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Spielberichte

Lustenau remisiert gegen Liefering! Schockminuten für Ried in Wattens!

Austria Lustenau und der FC Liefering zeigten im Ländle zu Lustenau trotz sportlich weniger Perspektiven in der Schlussphase dieser Erste Liga-Saison eine heißen Schlagabtausch. Schlussendlich endete die Partie aber friedlich mit 0:0. Im Parallelspiel der Rieder gegen die WSG Wattens sahen die rund 1.200 Zuschauer lange kein gutes Spiel. In den Schlussminuten brannten beide Mannschaften aber noch ein echtes Spektakel ab. Zunächst schoss Chabbi Ried in Front (85'), ehe Steinlechner (90' +1) in der Nachspielzeit ausglich. Die Diskussion nach Schlusspfiff über die Schiedsrichterentscheidung vor dem Ausgleich endete für Chabbi mit der gelb-roten Karte. Ried muss damit im letzten Match gegen Kapfenberg am Freitag ohne Torjäger Chabbi zwingend gewinnen, während Wiener Neustadt verlieren muss, damit Ried Platz Drei noch erobern kann. 

Nullnummer im Ländle! 

Von Beginn an entwickelte sich eine flotte und äußerst laufintensive Partie. Die Lieferinger nahmen schnell das Heft in die Hand und wurden bereits in der Anfangsphase gefährlich. Anderson Niangbo scheiterte mit seinem Abschluss jedoch aus spitzem Winkel am Torhüter. Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe die Lustenauer ihren ersten Schuss auf das Liefering-Gehäuse abgaben – das Spielgerät verfehlte sein Ziel jedoch deutlich. Praktisch im Gegenzug spielten sich Romano Schmid und Nikola Stosic durch den Strafraum der Vorarlberger, doch der entscheidende Querpass konnte im letzten Moment abgefangen werden. Nach etwas mehr als 30 Minuten zimmerte Dominik Szoboszlai die Kugel per Freistoß aus spitzem Winkel haarscharf am langen Eck vorbei. Wenige Sekunden später zeichnete sich Daniel Antosch im Eins-gegen-Eins gegen Paulo Rodrigues mit einer tollen Parade aus. Kurz vor der Pause machte Alexander Sebald eine tolle Chance von Anderson Niangbo mit einer sehenswerten Abwehrreaktion zunichte, ehe Sekou Koita noch die Stange traf.

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Beide Mannschaften knapp am Führungstor! Am Ende wollte die Kugel aber nicht ins Tor! (Foto: GEPA/Red Bull)

Auch in Durchgang zwei ging es gleich ordentlich zur Sache. Zuerst schloss der eingewechselte Mohamed Camara eine schnelle Kombination ab, doch der Torhüter der Hausherren hatte keine Probleme. Nach knapp einer Stunde stand erneut Daniel Antosch im Mittelpunkt. Der Debütant zeigte sich wieder sehr stark und bewahrte mit zwei tollen Saves sein Team vor einem Gegentreffer. Die Salzburger blieben zwar weiterhin am Drücker, doch es fehlte die letzte Durchschlagskraft in der Offensive. Auch in der Schlussphase stand der Liefering-Torhüter im Mittelpunkt und hielt seinen Kasten sauber. Letztendlich mussten sich die "Jungbullen" in Lustenau mit einem torlosen Remis begnügen.

Stimmen zum Spiel

Gernot Plassnegger (Trainer SC Austria Lustenau) gegenüber Sky: „Ich glaube erste Halbzeit hat Liefering ein bisschen besser ins Spiel gefunden wie wir. Da sind wir ein bisschen zu weit hinten drinnen gehangen, aber zweite Halbzeit glaube ich, dass meine Mannschaft sich gut bewegt hat. Es ist auch nicht so leicht, wenn du immer wieder anlaufen musst und schaust, dass du in die Tiefe kommst und das Tempo immer hochhältst. Ich glaube es war für die Zuschauer durchaus ein Spiel, das in Ordnung war.“

Gerhard Struber (Trainer FC Liefering) im Sky-Intrview: „Erste Halbzeit finde ich waren wir ganz gut drinnen, haben richtig gute Möglichkeiten vorgefunden um hier in Führung zu gehen. Da war das Glück nicht so richtig auf unserer Seite mit dem Stangenschuss von Sekou Keita. Auf der anderen Seite war es heute ein Torhüter, der Dani Antosch, der eine richtige Talentprobe abgegeben hat, der uns zweite Halbzeit auch mit diesem Punkt im Spiel gehalten hat. Am Ende finde ich es irgendwie so ein Unentschieden, mit dem beide leben müssen. Wir hatten mehr vor, aber es ist leider am Ende des Tages nicht mehr rausgekommen.“

Die Aufstellung des SC Austria Lustenau: 

01 Alexander Sebald
07 Paulo Victor Rodrigues De Souza
10 Sandro Djuric
16 Pius Dorn
18 Kürsat Güclü
19 Bojan Avramovic
25 Firat Tuncer
26 Darijo Grujcic
27 Marco Krainz (K)
28 Marcel Canadi
42 Nicolai Bösch 

Die Aufstellung des FC Liefering: 

34 Daniel Antosch
05 Luca Emanuel Meisl (K)
06 Nico Gorzel
07 Sekou Koita
11 Anderson Niangbo
16 Dominik Szoboszlai
19 Emir Karic
27 Mahamadou Dembélé
28 Romano Schmid
37 Nikola Stosic
39 Julian Peter Gölles 

Schiedsrichter der Partie: 

Josef Spurny

Schock in den Schlussminuten! 

Der Druck vor Beginn der Partie auf die Mannschaft der Rieder war unglaublich hoch. Den schweren Rucksack merkte man den "Wikingern" im ersten Durchgang ordentlich an. Ried brachte in der ersten halben Stunde beinahe überhaupt nichts aufs Feld, wurde zudem von der gut geölten Abseitsfalle der Wattener hin und wieder einmal eingefangen. Einmal hatten die Tiroler aber Glück. Das Schiedsrichter-Team entschied bei einem Zuspiel auf Chabbi zu unrecht auf Abseits und erkannte den folgenden Treffer des Torjägers nicht an (19'). Das hätte dem Match eine Richtung geben können. Auf der anderen Seite präsentierte sich Wattens auch lange nicht als torgefährlich. Nach einer knappen halben Stunde wurde die Begegnung jedoch interessanter. Grgic schoss am Tor vorbei (29') und setzte damit ein erstes kleines Ausrufezeichen. Beim zweiten Versuch machte es der Rieder besser, verpasste mit seinem Abschluss aus 18 Metern aber das Kreuzeck (39'). Wenig später zitterten allerdings die Rieder! Schnegg wurde auf links freigespielt, scheiterte aber am herauseilenden Gebauer, den Nachschuss von Katnik blockte Ronny Marcos in höchster Not (42'). Im zweiten Durchgang musste Ried weiter aufmachen um den wichtigen Treffer zu erzielen. Dadurch taten sich für Wattens Räume auf und die wurden auch beinahe genutzt! Jurdik ließ Reifeltshammer auf links eiskalt aussteigen und flankte auf Katnik. Der scheiterte allerdings am überragenden Gebauer (64'). Den wichtigen ersten Treffer erzielten dann aber doch die Favoriten aus Ried. Mayer bediente Grgic, der schloss wuchtig ab und zwang Oswald zu einer Abwehr zur Seite. Dort stand Chabbi goldrichtig und grätschte die Kugel in die Maschen (85'). Postwendend kassierten die Oberösterreicher aber den Ausgleich! Schiedsrichter Ouschan pfiff nach einem leicht unsauberen Einstieg von Fröschl Freistoß. Schnegg trat die Flanke in den Strafraum und Steinlechner köpfte die Kugel aus zehn Metern in die Maschen (90' +1). Nach Schlusspfiff gingen die Emotionen nochmal hoch. Ried-Trainer Weissenböck und die Rieder Spieler sprinteten zum Schiedsrichter und diskutierten die Foul-Situation vor dem Gegentreffer. Chabbi wurde dafür mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt.  

Stimmen zum Spiel

Thomas Weissenböck (Trainer SV Guntamatic Ried) gegenüber Sky: „Ich muss aufpassen, was ich jetzt sage, weil grundsätzlich, wenn ich so eine Situation sehe und, dass es Foul gepfiffen wird, kenne ich mich nicht mehr aus. Er hat auch in Wahrheit bei uns sehr viele Kleinigkeiten gepfiffen, warum auch immer, keine Ahnung. Es ist schade, weil wir uns wirklich in die Partie reingebissen haben. Das ist nicht einfach in solchen Situationen zu spielen, auch bei den Temperaturen. Wir sind 1:0 in Führung gegangen und dann kriegst du durch sowas einen Ausgleich. Da muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich kein Verständnis dafür. Am Freitag gibt es ein Endspielszenario.“

Lukas Grgic (SV Guntamatic Ried) bei Sky: „Ich glaube es ist schwierig jetzt die richtigen Worte zu finden. Es ist ein Scheißgefühl. Leider haben wir versagt, heute auch wieder. Wir müssen das Spiel gewinnen. Ich weiß nicht, der Schiri. Wir reden uns immer auf den Schiri aus, sicher macht der auch einen gravierenden Fehler, aber wir machen auch schon die ganze Rückrunde gravierende Fehler und wir müssen uns auch einmal selbst an den Nasen fassen. Zuerst müssen wir einmal auf uns schauen und unsere Arbeit erledigen und wenn wir das nicht erledigen, dann brauchen wir nicht auf die anderen Plätze schauen.“

Seifedin Chabbi (SV Guntamatic Ried) am Sky-Mikro: „Du führst 1:0 und kriegst das 1:1. Aber da muss man auch ganz ehrlich sagen, dass man wenigstens einen erfahrenen Schiedsrichter hierherschickt, der weiß um was es hier geht und, dass es hier ein sehr heißes Spiel sein wird. Das wusste man. Dass er so ein Foul pfeift, bei allem Respekt, wenn ich so spiele, wie er das Foul pfeift, dann spiel ich kein Spiel bei Ried. Das gibt es ja nicht. Es ist unglaublich. Wir spielen hier um den Aufstieg, da zählt jeder einzelne Punkt und er pfeift hier ein Foul, das es nie und nimmer geben darf, in so einer Situation. Das hat einfach mit Qualität zu tun, das geht einfach nicht. Das ist unglaublich. In Topligen lacht man darüber. Es war dumm von mir und da entschuldige ich mich jetzt auch bei der Mannschaft. Das war nicht in Ordnung, aber in dem Moment, glaube ich, denkt man nicht viel nach. Da geht man halt auf Hundertachtzig hoch und überlegt nicht was man sagt.“

Die Aufstellung der WSG Wattens: 

25 Ferdinand Oswald (K)
04 David Gugganig
11 Lukas Katnik
16 Florian Buchacher
19 Sandro Neurauter
21 Milan Jurdik
23 Dino Kovacec
28 Stefano Pellizzari
29 Simon Zangerl
32 David Schnegg
62 Oumar Toure 

Die Aufstellung der SV Ried: 

01 Thomas Gebauer (K)
03 Ronny Marcos
04 Marcel Ziegl
05 Peter Haring
09 Seifedin Chabbi
10 Julian Klaus Wießmeier
13 Manuel Kerhe
22 Lukas Grgic
28 Thomas Reifeltshammer
29 Ilkay Durmus
33 Clemens Walch

Schiedsrichter der Partie: 

Dominik Ouschan

 

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