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Spielberichte

In der Schlussminute trifft die Wikinger gegen St. Pölten das Damoklesschwert!

Am 16. Spieltag trafen in der tipico Bundesliga die SV Guntamatic Ried und der SKN St. Pölten aufeinander. Und dabei kam es zu einem so nicht ganz erwarteten Dreipunkter des Aufsteigers. Schon im ersten Spielabschnitt deutete vieles darauf hin, dass die Oberösterreicher eigentlich soweit alles im Griff haben. Doch mit dem Treffer zum 1:1, waren auch die Gäste wieder voll in der Partie. Letztlich war es den "Wölfen" dann noch gelungen, in der Schlussminute zuzubeißen. In Anbetracht der zweiten 45 Minuten dann auch ein verdienter voller Erfolg des SKN. Tabellarisch bedeutet das auch, dass nun einige Teams am Tabellenende wohl näher zusammenrücken. Mitten drin nun auch die Rieder, die es eben diesbezüglich verabsäumten, soweit für klare Fronten zu sorgen.

 

Die Wölfe können dem Rieder Kreativgeist nur wenig entgegensetzen

Bei diesem Aufeinandertreffen gibt es in puncto Abstiegskampf ganz wichtige Punkte zu vergeben. Geht es nach den zuletzt erbrachten Darbietungen, sind doch die Niederösterreicher etwas im Vorteil zu sehen. Konnte St. Pölten zuletzt bei Sturm Graz bzw. zuhause gegen Mattersburg doch vier Punkte gutschreiben. Die Rieder hingegen mussten vier ihrer letzten fünf Partien verloren geben, demzufolge wäre es auch wieder einmal höchste Zeit die volle Zähleranzahl zu verbuchen. Und vom Start weg ist dann klar zu erkennen, dass sich da zwei Mannschaften vollends auf Augenhöhe begegnen. Man ist zwar hüben wie drüben darum bemüht, sich entsprechend in das Spiel einzubringen, was dann aber vorerst nur bedingt gelingen sollte. Es sind dann zwar die Innviertler, die desöfteren in des Gegners Gefahrenzone vordringen können, Gewinnbringendes bleibt dabei aber völlig auf der Strecke. Dann gelangt der Aufsteiger zur ersten Torchance, Alhassane Keita scheitert dabei am hellwachen Thomas Gebauer im Rieder Gehäuse (13.). 24. Minute: Jetzt kommt auch die Benbennek-Truppe zur ersten tollen Gelegenheit, nach Zulj-Vorlage kann aber Patrick Möschl, per Kopf kein Kapital daraus schlagen. Selbiger vergibt dann nur zwei Minuten später auch die nächste Chance der Rieder in Führung zu gehen. Jetzt hat St. Pölten doch alle Hände und Füße zu tun, um sich schadlos zu halten. So gelingt es den Fallmann-Schützlingen dann doch weitgehenst wieder, den "Wikingern" den Wind aus den Segeln zu nehmen. Marcel Ziegl kommt nach Ademi-Assist (36.) noch zu einer Möglichkeit für die Oberösterreicher, dann scheint alles einem torlosen Halbzeitremis zuzusteuern. Aber in der Nachspielzeit kommt es dann doch noch zum ersten Treffer. Thomas Bergmann zirkelt einen Freistoßball zur Mitte, dort versenkt dann Thomas Reifeltshammer das Leder aus kurzer Distanz, per Kopf, zum 1:0 Pausenstand.

 

Walch

Clemens Walch und die SV Ried mussten trotz der Führung gegen St. Pölten, eine bittere Heimniederlage hinnehmen.

 

Mit dem Ausgleichstor kehrt das Leben zurück ins Spiel des Aufsteigers

Gelingt es den Niederösterreichern jetzt noch ein Schäuferl nachzulegen, oder aber muss man ganz wertvolle Punkte im Innviertel lassen - das war jetzt eine der Hauptfragen im zweiten Durchgang. Es sind dann aber wiederum die Hausherren, die nach Wiederbeginn das Zepter erneut in die Hand nehmen. Wenngleich aber St. Pölten auch zu erkennen gibt, das man doch gewillt ist, nun verstärkt den Weg nach vorne hin zu suchen. 53. Minute: Marcel Holzmann bekommt einen kurz abgespielten Eckball retourgespielt, beim Flankenball agiert Ried-Schlussmann Gebauer dann unter jeder Kritik, Nutznießer ist dann Daniel Petrovic, der mit Köpfchen das 1:1 markiert. In weiterer Folge gelingt es den Gästen dann um einiges präsenter aufzutreten bzw. kann man den Riedern nun wesentlich erfolgreicher Parole bieten. Die Heimischen kommen nun auch nicht mehr so entscheidend in die Zweikämpfe, da zeigt der Gegentreffer nun doch Wirkung. Aber auch die Torgefährlichkeit des Aufsteigers sollte sich trotz nun optischer Feldüberlegenheit, soweit in Grenzen halten. Was daran liegt, dass man ganz einfach den nötigen Einfallsreichtum vermissen lässt, um die Rieder Defensivabteilung auch aushebeln zu können. Dann brennt aber auch auf der Gegenseite der Hut. 79. Minute: Orhan Ademi marschiert allein in Richtung St. Pölten Tor, er wird aber von Keeper Thomas Vollnhofer erfolgreich gestoppt. In der 86. Minute findet dann St. Pölten-Kapitän eine Topchance vor, nach Keita-Zuspiel vergibt er aber völlig unbedrängt. Trotzdem reicht es dann noch zum Siegestreffer - der eingewechselte Manuel Martic bedient Jeroen Lumu, ebenso neu im Spiel, letzterer verwertet dann per sehenswerten Flugkopfball - Spielendstand 1:2.

 

SV RIED - SKN ST. PÖLTEN 1:2 (1:0)

Keine Sorgen Arena, 2.850 Zuseher, SR: Kollegger Andreas (Stmk)

Torfolge: 1:0 (45+2 Reifeltshammer), 1:1 (53. Petrovic), 1:2 (90. Lumu)

SV Ried: Gebauer, Ziegl, Özdemir, Ademi, Zulj, Honsak (31. Elsneg), Bergmann, Chessa, Möschl (78. Egho), Reifeltshammer, Walch (55. Fröschl)

SKN St. Pölten: Vollnhofer, Huber, Petrovic, Ambichl, Mader (23. Brandl), Thürauer, Schütz, Holzmann (72. Lumu), Dober (76. Martic), Stec, Keita

gelbe Karten: Thürauer (St. Pölten)

Stimmen zum Spiel:

Christian Benbennek, Trainer Ried:

"Wir sind zwar verdient in Führung gegangen, danach aber hat uns doch der nötige Killerinstinkt gefehlt. Was da nach dem Ausgleich zum 1:1 passiert ist, das kann ich einfach nicht akzeptieren. Da war keine Entschlossenheit bzw. kein Herz und keine Leidenschaft ersichtlich."

Thomas Reifeltshammer, Torschütze Ried:

"Nach dem ersten Gegentor haben wir völlig unverständlicherweise mit dem Fußballspielen aufgehört. St. Pölten hatte ganz klar das Momentum auf der Seite, wenngleich sich uns trotzdem auch Torchancen offenbarten. Der Blick auf die Tabelle verrät nun, dass das Ganze jetzt sehr mühsam werden kann."

Jochen Fallmann, Trainer St. Pölten:

"Es klingt komisch, aber mit dem Gegentreffer konnte ich meine Truppe in der Halbzeit richtig motivieren bzw. entsprechende Schwächen aufzeigen und zudem an deren Ehre appelieren. Jetzt gilt es weiter feste Holz holen, damit das Feuer auch nach wie vor ordentlich brennt."

Daniel Petrovic, Torschütze St. Pölten:

"Nachdem wir die erste Halbzeit völlig verschlafen haben, hat uns der Trainer in der Halbzeitpause so richtig wachgerüttelt. Der frühe Treffer zum 1:1 hat uns dann noch zusätzlich einen Schub gegeben."

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Foto: Harald Dostal

geschrieben von: Robert Tafeit

 

 

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