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Spielberichte

Europapokal, Europapokal: Admira krönt sensationelle Saison mit internationalem Startplatz!

Der FC Flyeralarm Admira hat eine bisher sensationelle Saison frühzeitig mit der Fixierung eines Europa-League-Quali-Startplatzes gekrönt. Den Niederösterreicher reichte in der 34. Runde der Tipico Bundesliga in der heimischen BSFZ-Arena ein 1:1-Remis gegen den SV Mattersburg, um den letzten verbliebenen Konkurrenten entscheidend zu distanzieren. Smail Prevljak brachte die Mattersburger wenige Augenblicke nach Seitenwechsel in Führung, ehe Thorsten Mahrer per Eigentor eine Viertelstunde vor Schluss den 1:1-Endstand markierte. Damit kann die Admira in den letzten zwei Runden nicht mehr vom fünften Tabellenplatz verdrängt werden. 

 

Jubel: Der FC Flyeralarm Admira krönt eine sensationelle Saison mit einem internationalen Startplatz. 

Gerald Baumgartner reagiert auf Pleite gegen Altach und stellt um 

Admira-Trainer Ernst Baumeister nahm im Vergleich zum torlosen Remis gegen Austria vor einer Woche nur eine Umstellung vor. Der zuletzt angeschlagene Thomas Ebner kehrte zurück in die Startelf der Niederösterreicher. Dafür nahm Youngster Emanuel Aiwu vorerst nur auf der Ersatzbank Platz. Sein Gegenüber Gerald Baumgartner stellte seine Mannschaft gleich auf vier Positionen um. Thorsten Mahrer, Michael Lercher, Julius Ertlthaler und Markus Pink spielten heute anstelle von Cesar Ortiz, Michael Perlak, Andreas Gruber (alle Bank) und Lukas Rath (verletzte sich beim Aufwärmen) von Beginn an. 

Kaum Offensivaktionen auf beiden Seiten 

Die Gäste aus Mattersburg agierten in den ersten Minuten eher zurückhaltend und überließen den Hausherren zunächst das Spielgerät. Die hatten nach etwas mehr als einer Viertelstunde auch die erste Chance des Spiels: Markus Wostry kam nach einem Grozurek-Freistoß zum Kopfball, der nur hauchzart am Tor vorbeizischte (16.). Die Mannen von Gerald Baumgartner tauchten erstmals in der 25. Minute gefährlich vor dem Tor der Admira auf. Masaya Okugawa zog von links in den Strafraum und probierte es mit einem Schlenzer aufs lange Eck, doch Leitner konnte den Gegentreffer mit einem sensationellen Reflex verhindern.

Admira-Goalie Andreas Leitner rettete seine Mannschaft mehrmals mit sensationellen Parden. 

Fortan waren die Mattersburger am Drücker und dem Führungstreffer näher. SVM-Top-Torschütze Smail Prevljak probierte es mit einem direkten Freistoß, doch Leitner war abermals zur Stelle (34.). Von den Hausherren war fortan herzlich wenig zu sehen. Zu ungenau agierten die Niederösterreicher in der Offensive. Folgerichtig ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause. 

Admira erkämpft sich den Europacup-Startplatz

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften zurück auf das Spielfeld. Die Gäste kehrten motiviert und voller Elan auf das Spielfeld zurück und erwischten den deutlichen besseren Start. Nach einer schönen Kombination zwischen Ertlthaler und Pink kam Letzterer zum Abschluss, setzte die Kugel aus kurzer Distanz aber drüber (49.). Wenige Augenblicke später machte es Smail Prevljak besser. Pink steckte durch auf Ertlthaler, der das Auge für den mitgelaufenen Bosnier hatte und querlegte. Diese Chance ließ sich Prevljak nicht mehr nehmen und stellte mit seinem 16. Saisontor auf 0:1 (54.).

Mattersburg blieb aber weiterhin am Drücker und hatte durch einen Weitschuss von Lercher die nächste Chance, doch Leitner parierte stark (59.). Die Admira steckte aber nicht auf und kam zum Ausgleich: Grozurek bediente per Ferse Jakolis, der in der Strafraum zog und abschloss. Thorsten Mahrer trat in dieser Aktion als Unglücksrabe in Erscheinung und fälschte den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab – 1:1 (73.). In der Schlussphase musste Leitner gleich mehrmals mit sensationellen Paraden den drohenden Rückstand und damit auch die Niederlage verhindern. So bejubelte die Admira am Ende den Europacup-Platz. 

Thorsten Mahrer lenkte eine Jakolis-Hereingabe unhaltbar ins eigene Tor. 

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Stimmen zum Spiel

Admira-Trainer Ernst Baumeister am Sky-Mikro: „Die Leistung war nicht berauschend. Man muss sagen, der Punkt war sehr glücklich. Wir haben die ersten fünfzehn, zwanzig Minuten ganz gut angefangen, dann haben wir total den Faden verloren und dann haben wir zu wenig nach vorne gemacht. Wir haben, glaube ich, ein bisschen zu ängstlich Fußball gespielt. Man hat bei ein paar gesehen, dass halt doch die Nerven mitspielen. Nach dem Goal muss ich sagen, haben wir zwei, drei Mal ein schönes Glück gehabt. Viele Chancen hatten wir heute nicht, aber mit der Chance haben wir ein schönes Goal gemacht. Im Endeffekt war es heute ein glücklicher Punkt, aber wenn man nach vierunddreißig Runden acht Punkte vor dem Nächstplatzierten ist, ist das kein Glück oder Zufall. Über die Saison gesehen ist es verdient. Ich freue mich für die Mannschaft. Sie haben es sich verdient. Sie haben eine gute Saison gespielt, sogar eine sehr gute.“

Marin Jakolis, Flyeralarm Admira, gegenüber Sky„Wir wussten, dass wir mathematisch sicher dabei sind, wenn wir hier einen Punkt holen. Wir haben die ganze Saison gut gespielt und hatten heute etwas Glück. Wir wussten, dass es heute ein hartes Spiel wird, haben unser Bestes gegeben und einen verdienten Punkt mitgenommen.“

Mattersburg-Coach Gerald Baumgartner im Sky-Interview: „Wir haben es heute auswärts wirklich sehr stark gemacht. Kompliment an unsere Mannschaft. Wir waren sehr lauffreudig, sehr spielfreudig. Ich glaube wir waren über viele Teile des Spieles überlegen. Vor allem zweite Halbzeit hatten wir auch bessere Chancen. Die Admira ist dann kurzzeitig mit den Einwechslungen aufgekommen. Wir haben zwei Tore geschossen und trotzdem nur 1:1 gespielt. Ich glaube wir waren dem Sieg heute näher, deswegen ist es sehr bitter, aber Kompliment an Admira für das Erreichen des fünften Platzes. Sehr starke Leistung über die ganze Saison und sehr verdient. Wir wollten den Sieg heute unbedingt, das hat man gesehen. Die Mannschaft hat wirklich alles reingehaut. Schade, dass uns der Siegtreffer nicht mehr gelungen ist. Kompliment an unsere Jungs, dass sie bis drei Runden vor Schluss noch eine Chance auf den fünften Platz hatten, aber es wäre natürlich schon sehr schwer gewesen in drei Matches acht Punkte aufzuholen.“

FC Flyeralarm Admira – SV Mattersburg 1:1 (0:0)

BSFZ-Arena, 3.500 Zuschauer, SR Ouschan

Tore: Mahrer (73./Eigentor) bzw. Prevljak (54.) 

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner – Sax (81./Toth), Merkel, Vorsager (62./Starkl), Jakolis (93./Schmidt) – Grozurek 

Mattersburg: Kuster – Novak, Malic, Mahrer, Lercher – Hart (80./Gruber), Jano – Okugawa, Ertlthaler (75./Perlak), Pink (80./Maierhofer) – Prevljak - 

 

Fotos: Josef Parak

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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