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Spielberichte

CL-Quali: Salzburg gewinnt verrückte Regenschlacht gegen mazedonischen Meister

Der FC Red Bull Salzburg hat den ersten Schritt in Richtung erstmalige Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase gemacht. Die Bullen feierten im Hinspiel der dritten Quali-Runde zur Champions League einen 3:0-Heimsieg gegen den mazedonischen Meister Shkendija Tetovo. Munas Dabbur brachte die Salzburger früh per Elfmeter in Führung (16.), ehe der Israeli nach einer rund 15 minütigen Drangperiode der Gäste praktisch mit dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhte (45.+3). In der 82. Minute sorgte Samassekou per Elfmeter für den 3:0-Endstand. Somit erarbeiteten sich die Salzburger eine perfekte Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Skopje und stehen bereits mit einem Bein im Playoff der CL-Quali.

In der Schlussphase war das Spiel aufgrund eines Stromausfalls in der Red Bull Arena für rund 5 Minuten unterbrochen. Im Anschluss daran versuchte das Schiedsrichtergespann die Partie nur mehr über die Zeit zu bringen. Mit Fußball hatte das allerdings nichts mehr zu tun...  

 

Irre Regenschlacht: In der Schlussphase war die Partie am Rande der Regularität. 

Salzburg klar tonangebend - Dabbur besorgt per Elfer die Führung

Marco Rose veränderte seine Startelf im Vergleich zum Sieg gegen Mattersburg nur auf einer Position. Der zuletzt erkrankte Stefan Lainer meldete sich rechtzeitig fit und konnte von Beginn an spielen. Enock Mwepu, der Lainer am vergangenen Samstag gut ersetzt hat, musste heute vorerst auf der Bank Platz nehmen.

Die klar favorisierten Bullen starteten genauso, wie man sich das im Vorfeld der Partie erhofft hatte. Mit viel Tempo und schnellen Kombinationen schafften es die Mannen von Marco Rose den mazedonischen Meister zu beschäftigen und in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Munas Dabbur, der in den ersten beiden Bundesligapartien gleich mit drei Treffern brillierte, war der auffälligste Salzburger in der Anfangsphase. Zunächst prüfte der Isreali den mazedonischen Schlussmann mit einem unangenehmen Aufsitzer (3.), ehe er erneut an Zahov scheiterte (11.). 

Wenige Augenblicke später trat der torgefährliche Israeli erneut in Erscheinung: Dabbur kam nach einem energischen Antritt von Ulmer mit etwas Glück an den Ball und nach einem Zweikampf mit Tetro im Strafraum der Gäste zu Fall. Referee Aghajev blieb gar nichts anderes übrig als das ungeschickte Zweikampfverhalten des 21-Jährigen zu ahnden und entschied sofort auf Strafstoß. Munas Dabbur stellte sich der Verantwortung und verwandelte staubtrocken - 1:0 (16.). Ein besonderer Treffer für die Bullen, war es doch das 200. Europacup-Tor der Klubgeschichte. 

Sicher vom Punkt: Munas Dabbur besorgte per Elfmeter die Führung. 

Stankovic rettet zweimal in höchster Not - Dabbur erhöht praktisch mit dem Pausenpfiff

In der Folge riss bei den Bullen jedoch völlig unerklärlich der Faden. Plötzlich war der mazedonischen Doublesieger die bessere Mannschaft und dem Ausgleich deutlich näher als die Salzburger einem zweiten Treffer. Zunächst musste Walke-Ersatz Stankovic in höchster Not gegen den völlig blanken Ibraimi retten (27.), ehe er nur wenige Minuten später erneut das Schlimmste verhinderte, indem er einen Schuss von Betulaj stark entschärfte (36.). 

Starker Rückhalt: Cican Stankovic musste gleich mehrmals rettend eingreifen. 

Gegen Ende der ersten Spielhälfte fanden die Hausherren zurück ins Spiel und spielten wieder mit Tempo nach vorne. Zunächst scheiterte Dabbur mit einem Schuss aus 16 Metern noch an Zahov (44.), ehe er praktisch mit dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhte. Standardspezialist Zlatko Junuzovic probierte es mit einem direkten Freistoß von links auf lange Eck, Dabbur stieg hoch und lenkte das Leder per Kopf unhaltbar ins lange Eck - 2:0 (45.+3). Was für ein perfekter Abschluss einer dennoch durchwachsenen ersten Hälfte, in der die Bullen phasenweise viel zu lässig agierten.  

Verrückte zweite Halbzeit mit sintflutartigen Regenfällen und Stromausfall

Personell unverändert kehrten beide Mannschaften auf das Spielfeld zurück. Die Gäste aus Mazedonien kamen jedoch engagiert aus der Pause und spielten von Beginn an gut mit. Cican Stankovic musste bei einem Schuss von Stenio Junior aus spitzem Winkel zum dritten Mal an diesem Abend sein ganzes Können zeigen (53.). Praktisch im Gegenzug hatte Hannes Wolf die Entscheidung auf dem Fuß: Dabbur erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, sprintete nach vorne und spielte uneigennützig auf den mitgelaufenen Hannes Wolf ab, dem allerdings völlig freistehend vor Zahov die Nerven versagten und den Ball knapp links am Tor vorbeisetzte (54.). Dann setzte in der Salzburger Red Bull Arena heftiger Regen ein, der bei diesen absurd heißen Temperaturen zumindest für Abkühlung sorgte. 

Die Bullen behielten im strömenden Regen die Spielkontrolle und drängten auf den dritten Treffer, doch sowohl Yabo (72.) als auch Dabbur (75.) scheiterten an Zahov. Wenig später bekamen die Hausherren nach einem Foul von Betulaj an Ulmer den zweiten Elfmeter an diesem Abend zugesprochen. Diadie Samassekou übernahm die Verantwortung und stellte mit seinem allerersten Pflichtspieltor überhaupt für Salzburg auf 3:0 (81.). Bitter für die Mozartstädter: Zlatko Junuzovic sah nach einem Foul an Betulaj seine zweite Gelbe Karte und flog folgerichtig vom Platz (83.). Damit fehlt der Neuzugang im Rückspiel in einer Woche. 

In der Schlussphase war das Spiel aufgrund eines Stromausfalls in der Red Bull Arena rund 5 Minuten unterbrochen. Im Anschluss daran versuchte das Schiedsrichtergespann die Partie nur mehr über die Zeit zu bringen. Mit Fußball hatte das allerdings nichts mehr zu tun... 

Kuriosum: Aufgrund eines Blitzeinschlags fiel in der Red-Bull-Arena auch noch der Strom aus. 

Champions-League-Qualifikation, 3. Runde, Hinspiel

FC Salzburg - Shkendija Tetovo 3:0 (2:0)

Red-Bull-Arena; 10.000 Zuschauer; SR Aghajev (AZE)

Tore: Dabbur (16./Elfmeter, 45.+3), Samassekou (82.)

Gelb-Rot: Junuzovic (83.)

Salzburg: Stankovic - Lainer, Ramalho, Pongracic, Ulmer - Samassekou - Junuzovic, Wolf, Schlager (82./Mwepu) - Dabbur (87./Daka), Yabo (74./Minamino)

Shkendija: Zahov - Bejtulai, Musliu, Adili, Murati (76./Mici) - Alimi, Totre - Selmani (61./Emini), Nafiu, Stenio Junior (90./Shefiti) - Ibraimi 

 

Fotos: GEPA pictures/Red Bull Media

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth

 

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