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Spielberichte

Hartberg gewinnt turbulentes Kellerduell gegen Altach

Der Cashpoint SCR Altach muss weiter auf den ersten Dreipunkter in dieser Saison warten. Die Vorarlberger mussten sich in der 7. Bundesliga-Runde auswärts Aufsteiger TSV Prolactal Hartberg mit 1:2 geschlagen geben. Die Partie gestaltete sich zunächst ausgeglichen, ehe der Aufsteiger immer besser in die Partie kam und die Kontrolle über das Spiel erlangte. Tore fielen aber erst in der Schlussphase, die es in sich hatte. Zunächst brachte Grbic die Gäste aus dem Nichts in Führung (82.), ehe Ivan Ljubic nur wenige Minuten später den postwendenden Ausgleich besorgte. Die Steirer wollten aber mehr und erzielten in der zweiten Minute der Nachspielzeit tatsächlich den Siegtreffer. Philipp Siegl nutzte die Verwirrung im Altacher Strafraum und netzte zum 2:1-Endstand ein. Damit bejubelten die Steirer ihren zweiten Liga-Sieg in dieser Saison. Für Altach-Coach Werner Grabherr wird die Luft hingegen dünn. 

 

Hartberg-Coach Markus Schopp darf sich über den zweiten Ligasieg in dieser Saison freuen. Foto: Richard Purgstaller

Altach tauscht den Tormann  

Hartberg-Coach Markus Schopp nahm im Vergleich zur Niederlage gegen Innsbruck Änderungen vor. Tobias Kainz kam für den angeschlagenen Michael Blauensteiner in die Startelf der Steirer. Außerdem ersetzte Flecker Kapitän Rasswalder auf der linken Abwehrseite. Christoph Kröpfl nahm dafür die Position von Florian Flecker im linken Mittelfeld ein. 

Sein Gegenüber Werner Grabherr war mit den bisherigen Leistungen von Tormann Andreas Lukse nicht zufrieden und schenkte Martin Kobras das Vertrauen. In der Innenverteidigung spielte Luckeneder statt Zwischenbrugger. Außerdem rotierten Prokopic, Grbic und Gubari in die Startelf der Vorarlberger. 

Die Gäste aus Altach starteten mit viel Tempo ins Kellerduell und fanden in den ersten Minuten gleich einige gute Möglichkeiten vor: Zunächst scheiterte Dobras mit einem Weitschuss an Swete (3.), ehe auch Gebauer mit einem Distanzschuss anklopfte, der aber keine Gefahr für Hartbergs Goalie darstellte (5.). Von den Hausherren war in der hart geführten Anfangsphase wenig zu sehen. Die Steirer benötigten eine Viertelstunde, ehe sie in die hart geführte Partie hineinfanden. Tadic traf in der 20. Minute das Außennetz und sorgte so für die erste Offensivaktion des Aufsteigers in dieser Partie. 

Fortan wirkten die Mannen von Markus Schopp zielstrebiger: Rajko Rep probierte es mit einem Flachschuss, der knapp am Tor vorbei zischte (37.), ehe Diarra die beste Chance in Halbzeit eins vorfand, den Ball aber nicht an Kobras vorbei brachte (41.). Kurz zuvor hatten die Hartberger aber auch Glück, dass eine riskante Rettungsaktion von Kainz an die Latte prallte. So ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause. 

Hartberg dreht Partie in der Schlussphase  

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften zurück auf das Spielfeld. Nach dem Seitenwechsel hatten die Hartberger das Spiel deutlich im Griff und drängten auf den ersten Treffer der Partie: Sanogo tankte sich nach vorne und bediente Kröpfl, der das Leder Richtung Kreuzeck zirkelte, doch Kobras konnte den Rückstand mit einer Glanzparade sehenswert verhindern (58.). Wenig später kam der eingewechselte Schubert halblinks im Strafraum zu Abschluss, setzte die Kugel aber haarscharf am Tor vorbei (62.). Die Hartberger hatten in der zweiten Halbzeit wesentlich mehr Punch und waren dem ersten Treffer des Spiels deutlich näher: Zunächst scheiterte Diarra erneut am starken Kobras (67.), ehe Schubert den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbrachte (73.). Wenig später bewahrheitete sich allerdings die Fußballerweisheit „Wer die Tore nicht macht, bekommt sie“. Gebauer tankte sich auf der rechten Seite nach vorne, spielte die Kugel halbhoch ins Zentrum, wo Grbic aus wenigen Metern einschob - 0:1 (82.). 

Die Altacher Führung hielt aber nur wenige Minuten: Nach einem Eckball konnten die Gäste das Leder nur unzureichend klären, Ljubic fasste sich aus gut 16 Metern ein Herz und hielt volley drauf. Sein sehenswerter Schuss schlug unhaltbar im langen Eck ein - 1:1 (86.). Und der Aufsteiger belohnte sich in einer hektischen Schlussphase für einen sehr engagierten Auftritt: Nach einer Ecke von Ljubic herrschte im Altacher Strafraum Verwirrung, Philipp Siegl nutzte diese und beförderte das Leder unhaltbar ins Tor - 2:1 (90.+2). Was für eine spektakuläre Schlussphase in der Hartberger Profertil-Arena!

Stimmen zum Spiel

Markus Schopp, Trainer TSV Prolactal Hartberg: „So schön oder so furchtbar kann der Fußball sein. Es war heute, glaube ich, ein sehr spannendes Spiel. Es hätte wieder bitter enden können. Aber die Reaktion der Mannschaft war so, wie eben in den letzten Wochen, überragend. Heute strahlt für uns die Sonne.“

Ivan Ljubic, Torschütze TSV Prolactal Hartberg: „Ich kann es selbst nicht erklären. Ich glaube, die Mannschaft hat zum Schluss noch einmal alles rausgehaut, was wir haben. Jetzt, nach der Länderspielpause, war es wichtig, dass wir mit einem Sieg starten, vor allem gegen Altach. Wie wir das in der kompletten zweiten Halbzeit gemacht haben, war das wirklich überragend. Leider konnten wir nicht in Führung gehen, aber umso schöner, wenn man das Spiel dann so dreht. Es freut mich, dass ich der Mannschaft in so einem wichtigen Spiel helfen konnte. Kompliment an die ganze Mannschaft.“

 

Werner Grabherr, Trainer CASHPOINT SCR Altach: „Wir sind in der ersten Halbzeit nicht in Führung gegangen, konnten in der Schlussphase das Tor machen und haben dann zu einfach diese zwei Standardsituationen zugelassen. Da sind wir wieder selbst schuld. Dann steht es 2:1. Letzte Woche die Nachspielzeit, diese Woche die Nachspielzeit. Das ist sehr enttäuschend.“

Karlheinz Kopf, Präsident CASHPOINT SCR Altach: „Ruhig bleiben. Wir wissen um die Qualität der Mannschaft, aber wir wissen schon auch um die Brisanz der Situation. Genau in solchen Situationen braucht es keine Aufgeregtheit. Das wäre das Schlechteste was man jetzt an den Tag legen könnte. Wie gesagt, ruhig bleiben, weiterarbeiten und in solchen Situationen kann es dann gelingen den Schalter umzulegen. Da braucht es jetzt einfach ein Erfolgserlebnis. Nächste Chance, nächste Woche.“

Quelle: Sky

TSV Prolactal Hartberg - Cashpoint SCR Altach 2:1 (0:0)

Profertil-Arena; 2.166 Zuschauer; SR Lechner

Tore: Ljubic (86.), Siegl (90.+2) bzw. Grbic (82.)

Hartberg: Swete - Kainz (85./Rotter), Huber, Siegl, Flecker - Diarra, Ljubic, Rep - Sanogo, Tadic (61./Schubert), Kröpfl (90.+1/Ilic)

Altach: Kobras - Lienhart, Zech, Luckeneder, Karic - Prokopic (71./Piesinger), Mahop (78./Müller), Dobras - Gebauer, Grbic, Gubari (63./Fischer)

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth

 

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