Borussia Dortmund hat eine Horror-Saison mit viel Glück zu einem versöhnlichen Ende geführt. Der BVB unterlag zwar am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:3 (0:1) beim direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim, schaffte aber dennoch den Einzug in die Champions League. Auch der TSG gelang die Qualifikation für die Königsklasse - zum ersten Mal in der Klubgeschichte. Jetzt Fußballreise buchen!

Marco Reus (58.) traf für den BVB. Andrej Kramaric (26.), Adam Szalai (63.) und Pavel Kaderabek (73.) waren für die Kraichgauer erfolgreich. Für beide Klubs ging es in dem "Endspiel" um Mehreinnahmen von gut 50 Millionen Euro. In der Europa League sind 30 Millionen weniger zu verdienen. Für den Österreicher Peter Stöger war es wahrscheinlich das vorerst letzte Spiel als Dortmunder Trainer. Die Borussen werden in der kommenden Woche wohl den Schweizer Lucien Favre als neuen Coach vorstellen.

Vor 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena riskierten beide Teams in der Anfangsphase noch nicht alles. Die Dortmunder, bei denen Sokratis, Ömer Toprak, Michy Batshuayi, Sebastian Rode und Erik Durm fehlten, kontrollierten weitgehend das Geschehen. Trotz der angespannten personellen Lage saß WM-Held Mario Götze nur auf der Ersatzbank.

Die Gastgeber, die ohne Stefan Posch, Dennis Geiger, Lukas Rupp, Serge Gnabry, Harvard Nordtveit, Benjamin Hübner und Kerem Demirbay auskommen mussten, konnten keinen Druck entwickeln. Im Gegenteil: Der portugiesische Europameister Raphael Guerreiro hatte zwei gute Chancen für den BVB (15. und 18.). Erst in der 20. Minute wurde die TSG durch Kramaric gefährlich.

Sechs Minuten später nutzte der Kroate einen Patzer von BVB-Torwart Roman Bürki, dessen Fehlpass in Bedrängnis bei Kramaric landete. Nach der Führung gaben die Hoffenheimer mächtig Gas. Nach einem Konter hätte Andre Schürrle den Ausgleich für Dortmund eigentlich erzielen müssen, doch dem Angreifer versagten die Nerven. (33.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Dortmunder zunächst das Spiel im Griff, Hoffenheim ließ es langsam angehen. Dennoch vergab Szalai die Möglichkeit zum zweiten TSG-Treffer (53.). Kurz darauf machte es Reus auf der Gegenseite besser. Der Ausgleich hielt nicht lange, nach Vorarbeit von Kramaric traf Szalai. Kaderabek erhöhte sogar noch.

 

SID