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EM-Bewerbung 2024: Curtius warnt vor Siegesgewissheit

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius warnt knapp vier Monate vor der Vergabe der Fußball-EM 2024 vor Siegesgewissheit. "Ich bin überzeugt, dass wir eine exzellente Bewerbung eingereicht haben, aber auch extrem vorsichtig, mich beim Ausgang festzulegen. Wir haben es zu oft erlebt, dass am Ende der krasse Außenseiter gewonnen hat", sagte Curtius beim Forum Sport der ARD in Baden-Baden und führte als Beispiel die WM 2022 in Katar an. Jetzt Fußballreise buchen!

Auch der einzige Kontrahent Türkei habe "starke Argumente", sagte Curtius und verwies auf die Tatsache, dass sich das Land bereits zum vierten Mal um die Endrunde bewerbe. Man könne als UEFA-Entscheider auch sagen: "Warum nicht mal eine mutige Entscheidung treffen, in die fußballbegeisterte Türkei gehen, dort den Fußball entwickeln und das Tor zur islamischen Welt öffnen?"

Curtius verwies zudem auf die geheime Wahl beim europäischen Dachverband. Man könne sich "nicht sicher sein, dass uns die Leute, mit denen wir gesprochen haben und uns gesagt haben, dass sie uns wählen, dies auch wirklich tun". Er würde sich wohler fühlen, wenn offen abgestimmt würde, sagte Curtius.

Vor allem das Thema Menschenrechte sieht er als Pfund der deutschen Bewerbung: "Unser Job als DFB ist es nicht, mit dem Finger auf die Türkei zu zeigen. Aber die UEFA hat die Einhaltung von Menschenrechten in den Bewerbungskatalog aufgenommen, und ich wünsche mir, dass das in der Bewertung und der Entscheidung Berücksichtigung findet."

Curtius sprach von einer "besonderen Phase" im EM-Wahlkampf. Deutschland habe einen speziellen Blickwinkel auf die Türkei und umgekehrt. In Osteuropa werde anders auf die Türkei geschaut als in Deutschland mit der "besonderen Beziehung zu einem Präsidenten Erdogan, der alles dafür tut, nichts Gutes über Deutschland zu verbreiten".

Der Skandal rund um die Vergabe der WM 2006 nach Deutschland beunruhigt den DFB-"General" vor der Wahl nicht. "In der UEFA wird immer wieder geschwärmt, wie einzigartig die Stimmung bei der WM 2006 war. Natürlich ist bei der UEFA auch bekannt, dass diese Affäre um den Zahlungsfluss von 6,7 Millionen Euro eine schwere Krise bei uns ausgelöst hat. Ich glaube aber nicht, dass das ein ausschlaggebendes Kriterium für die Vergabe sein wird", sagte Curtius.

Die UEFA-Exekutive vergibt die EM 2024 am 27. September in Nyon.

 

SID


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