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Deutsche Bundesliga

Bayern auch ohne Heynckes nicht aufzuhalten

Bayern München ist auch ohne den erkrankten Cheftrainer Jupp Heynckes nicht aufzuhalten. Während der 72-Jährige mit einem grippalen Infekt das Bett hütete, siegte der Fußball-Rekordmeister gegen Schalke 04 mühevoll mit 2:1 (2:1) und führt die Bundesliga-Tabelle nun wieder mit nahezu uneinholbaren 18 Punkten Vorsprung an. Der 28. Titel bleibt einzig eine Frage der Zeit. (jetzt Fanreise nach Deutschland buchen!)

Robert Lewandowski (6.) egalisierte zunächst mit seinem 19. Saisontor einen Bundesliga-Rekord seines Trainers und traf im elften Heimspiel in Folge, Heynckes war das 1972/73 gelungen. Nach dem Ausgleich von Schalkes Franco Di Santo (29.) brachte Thomas Müller (36.) den FC Bayern, bei dem Assistent Peter Hermann in die Heynckes-Rolle schlüpfte, mit einem für ihn typischen Treffer erneut in Führung und stellte die Weichen für den 50. Bayern-Erfolg gegen Schalke in der Liga.

Die Königsblauen waren vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw von ihrem Coach Domenico Tedesco glänzend eingestellt worden und bereiteten den Bayern durch ihr aggressives Pressing einige Mühe. Den Heynckes-losen Münchnern gelang es nur selten, ihre dominante Spielweise durchzubringen. Einige ihre besten Szenen ergaben sich aus eher untypischen Gegenstößen. Am positiven Schalker Auftritt hatte auch Bald-Bayer Leon Goretzka beim Vorspielen in der Allianz Arena einen wichtigen Anteil.

Nach einem flotten Beginn der Gäste nutzten die Münchner gleich ihre erste Gelegenheit. Nachdem Schalkes Torwart Ralf Fährmann einen Fernschuss von Müller nur unzureichend abwehrte, setzte Lewandowski energisch nach und verwertete den Abpraller. Den couragiert agierenden Königsblauen gelang dann verdient unter Beteiligung Goretzkas der Ausgleich, Di Santo traf mit einem Schrägschuss. Fährmann sah dann aber ganz schlecht aus, als Müller fast von der Grundlinie ein recht kurioses Tor glückte.

Beim FC Bayern machte sich im Top-Spiel am Samstagabend das Überangebot an Stars bemerkbar, erstmals standen alle 19 Feldspieler zur Verfügung. Während der genesene Thiago noch wie geplant die Zuschauerrolle auf der Tribüne einnahm, taten dies Nationalspieler Sebastian Rudy und der Spanier Juan Bernat unfreiwillig.

Schalke, das letztmals gegen die Bayern am 2. März 2011 gewonnen hatte, hielt nicht nur körperlich dagegen, sondern kombinierte sich auch immer wieder geschickt aus der eigenen Defensive nach vorn. Nur im Abschluss war S04 manchmal zu zögerlich. Die Bayern dagegen lebten zumeist von ihrer individuellen Klasse, die auch bei Chancen von Lewandowski (27./34.) und David Alaba (20.), der sein 200. Bundesligaspiel absolvierte, aufblitzte.

Schalke blieb auch nach dem Wechsel mutig und drängte auf einen Erfolg. Für die Münchner ergaben sich dadurch Räume, die aber sowohl Müller als auch Lewandowski nicht konsequent ausnutzten. Schalkes Breel Embolo (71.) stand dann kurz vor dem Ausgleich, scheiterte aber an Bayern-Keeper Sven Ulreich.

SID


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