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WM 2018

Röttgen kritisiert WM-Einreiseverbot für ARD-Dopingexperten Seppelt

Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, hat Russland aufgefordert, das Einreiseverbot für den ARD-Dopingexperten Hajo Seppelt für die im Juni beginnende Fußball-WM aufzuheben. "Russland sollte die Verweigerung des Visums für Herrn Seppelt korrigieren", sagte der CDU-Politiker dem Berliner Tagesspiegel (Sonntagausgabe), "sonst entsteht der begründete Verdacht, dass Russland entweder etwas zu verbergen oder ein Problem mit Transparenz und Fairplay im Sport hat oder beides." Jetzt Fußballreise buchen!

Russland hatte das Visum für den Investigativ-Journalisten Hajo Seppelt für ungültig erklärt und diesem die Einreise zur WM verweigert. Seppelt stehe auf einer Liste der in Russland "unerwünschten Personen". Hintergrund für die Aktion ist offenkundig die Aufdeckung des Staatsdopingsystems in Russland, an der Seppelt maßgeblich beteiligt war. Sein Film "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" hatte die Aufdeckung des russischen Dopingskandals zur Folge.

Vor Norbert Röttgen hatte auch Stephan Mayer, der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium (BMI), das Einreiseverbot scharf kritisiert. Dem ARD-Hauptstadtstudio sagte er: "Ich persönlich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass die russische Regierung entschieden hat, Hajo Seppelt, einen der unbestritten profiliertesten Sportjournalisten Deutschlands, nicht zur Fußballweltmeisterschaft einreisen zu lassen."

Dies sei ein "denkbar schlechter Vorbote für eine objektive und unabhängige Berichterstattung im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft", sagte Mayer, der im Bundesinnenministerium für den Bereich Sport zuständig ist.

Dem SID sagte Seppelt: "Offenkundig hat die Aufdeckung des Staatsdoping-Systems so große Tragweite, dass Russland glaubt, solche Maßnahmen ergreifen zu müssen. Das spricht für sich. Man darf gespannt sein, ob die FIFA, die den Zugang zu ungehinderter Berichterstattung über ihr Turnier gewährleisten muss, sich dieser Sache annehmen wird."

Die FIFA erklärte am Freitagabend, dass man Seppelts Akkreditierungsantrag genehmigt habe. Nun warte man auf mehr Informationen von den russischen Behörden über den Visaprozess durch das lokale Organisationskomitee. "Generell ist die Pressefreiheit für die FIFA von größter Bedeutung und wir möchten den Medienvertretern stets die bestmöglichen Bedingungen für die Berichterstattung über alle FIFA-Veranstaltungen bieten", teilte der Weltverband mit.

 

SID


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