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WM 2018

DFB-Chef Grindel fordert Özil zu öffentlicher Äußerung auf

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhöht den Druck auf Weltmeister Mesut Özil und fordert ihn zu einer eindeutigen öffentlichen Äußerung auf. "Es stimmt, dass sich Mesut bisher nicht geäußert hat. Das hat viele Fans enttäuscht, weil sie Fragen haben und eine Antwort erwarten", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel in einem kicker-Interview (Montagausgabe), "diese Antwort erwarten sie zu Recht. Deshalb ist für mich völlig klar, dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte." Jetzt Fußballreise buchen!

Der Verband erwartet vom England-Legionär des FC Arsenal eine klare Aussage, nachdem sein Treffen zusammen mit Teamkollege Ilkay Gündogan in London mit Türkeis Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan eine starke Belastung in der WM-Vorbereitung dargestellt hatte. Grindel: "Wir möchten auch abwarten, in welcher Form sich Mesut einlässt. Es gehört zur Fairness, einem verdienten Nationalspieler, der einen Fehler gemacht hat, diese Chance zu geben."

Zuletzt hatte Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff mit umstrittenen Aussagen in Richtung Özil und anschließenden Relativierungen für Schlagzeilen und Kopfschütteln gesorgt. Die Entscheidung über die Zukunft des 92-maligen Nationalspielers Özil im DFB-Team sei noch nicht gefallen, so Grindel.

"Wir müssen die sportliche Analyse abwarten und schauen, ob Joachim Löw weiter mit ihm plant", meinte der 56-Jährige, "in der Tat hoffe ich, dass Özils Stellungnahme so eindeutig ist, dass die Fragen der Fans und des Verbandes beantwortet sind."

Man habe vor und während der WM in der Delegation "keinen Zweifel aufkommen lassen, dass wir die sportliche Entscheidung, dass Mesut zum Kader gehört, akzeptieren". Insofern sei jetzt auch die sportliche Analyse abzuwarten.

Zu den Aussagen seines Direktors Bierhoff meinte Grindel: "Oliver Bierhoff hat sehr deutlich gemacht, dass er sich hier missverstanden fühlt. Und dass es in keiner Weise seine Absicht war, einen Spieler öffentlich für das Scheitern bei der WM verantwortlich zu machen."

Die gesamte Debatte zeige, "wie sensibel das Thema ist". Der Resonanzboden für das Thema Integration habe sich in unserem Land verändert. "Kluges Krisenmanagement heißt kühlen Kopf bewahren und nicht jedem Druck nachgeben", sinnierte der DFB-Boss.

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SID


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