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WM 2018

WM 2018: Favoritensterben und Sommermärchen in Russland

Kroatien und Frankreich stehen also am Ende im Finale der Weltmeisterschaft in Russland. Die Franzosen zählten vor dem Turnier sicherlich zum engeren Favoritenkreis, Kroatien galt „nur" als gefährlicher Außenseiter. Doch die Kroaten schafften es durch drei Verlängerungen und zwei Elfmeterschießen bis ins Endspiel. Frankreich glänzte zwar nicht immer, doch mit viel Erfahrung und Klasse marschierten die Jungs von Trainer Didier Deschamps bis ins Finale. Jetzt Fußballreise buchen!

Überraschungen und Enttäuschungen

Die Gruppenphase zeigte schon, dass es die großen Favoriten nicht mehr so einfach haben werden wie in der Vergangenheit. Deutschland schied als Gruppenletzter aus dem Turnier aus, Polen schaffte es samt einem Robert Lewandowski nicht in die K.O.-Phase. Argentinien und Lionel Messi zitterten sich ins Achtelfinale und scheiterten an Finalist Frankreich, wohl in einem der besten Spiele bei dieser WM. Spanien und Portugal zeigten im Gruppenspiel ein Feuerwerk, um dann glanzlos auszuscheiden. Auch der große Top-Favorit Brasilien musste sich am Ende gegen die starken Belgier verabschieden.

Die positiven Überraschungen des Turniers lieferten Gastgeber Russland, die erst im Elferschießen von Finalist Kroatien gestoppt wurden. Weiters war auch der lange Verbleib der Engländer durchaus überraschend. Die „Three Lions" kämpften sich bis ins Halbfinale, müssen sich aber mit dem Spiel um Platz drei begnügen, ebenso wie Belgien. Die Japaner forderten die „Roten Teufel" aus Belgien bis zur allerletzten Minute und Schweden zeigte, dass man auch ohne einen Zlatan Ibrahimovic erfolgreich sein kann.

M oder M, wer wird der WM-Held?

Ein Cristiano Ronaldo glänzte nur im ersten Spiel gegen Spanien, ein Lionel Messi eigentlich gar nicht. Brasiliens Neymar machte fast nur mit seiner Wehleidigkeit und Schauspielerei Schlagzeilen. Nachdem Neymar, Messi und Ronaldo frühzeitig die Heimreise antreten mussten, rückten andere Stars in den Mittelpunkt. Harry Kane führt die Torjägerliste mit sechs Treffern weiter an und kann im „kleinen Finale" noch nachlegen, wie auch Belgiens Romelu Lukaku (4 Tore). Doch der Held dieser WM kommt wohl von einem der beiden Finalisten. Hochgeschätzt und das völlig zu recht: Luka Modric. Der Real-Spieler führte sein Team als Kapitän bis in das WM-Finale. Mit beeindruckendem Passspiel und einer unglaublichen Ballbehandlung vergaß Modric allerdings nicht auf dem Kampf und stellte sich so noch mehr in den Dienst seiner Nationalmannschaft. Er wäre sicher ein würdiger „Bester Spieler der WM".
Doch auch bei Gegner Frankreich schickt sich ein 19-Jähriger an sich die Krone aufzusetzen. Kylian Mbappe glänzte vor allem gegen Argentinien und zeigte auch gegen Belgien ein starkes Spiel. Sollte er im Finale zum entscheidenden Faktor für Frankreich werden und vielleicht auch noch als Torschütze glänzen, so könnte er Modric noch das absolute Glücksgefühl zu Nichte machen.

Hinten war meistens dicht

Bei den Torhütern überraschte vor allem Englands 24-jähriger Jordan Pickford. Der Everton-Keeper hat die Tradition der schwachen Goalies der Briten gebrochen, zeigte spektakuläre Paraden und gehörte zu den Besten seines Fachs. Auch ein Hugo Lloris (Frankreich), ein Thibaut Courtois (Belgien), oder Kroatiens Elfer-Killer Danijel Subasic gehörten zu den sichersten Schlussleuten dieser WM.

Herausragende Verteidiger gab es einige. Kolumbiens Innenverteidiger Yerry Mina erzielte nicht weniger als drei Tore für sein Team. Ein Harry Maguire schaffte es vom No-Name zum Helden der Engländer und Frankreichs Samuel Umtiti köpfte das entscheidende Tor im Halbfinale gegen Belgien.

Das neue System: Das Team ist der Star

Der klassische Mittelstürmer existiert kaum noch. Olivier Giroud hat es mit Frankreich zwar ins Finale geschafft, blieb jedoch bislang ohne Treffer bei dieser WM. Der vielleicht effektivste Stürmer, den man auch als Mittelstürmer bezeichnen kann, war Uruguays Edinson Cavani, der zumindest gegen Europameister Portugal seine Klasse beweisen konnte, oder Belgiens Romelu Lukaku. Cavanis Sturmpartner Luis Suarez blieb dagegen eher blass. Mario Mandzukic spielt bei Juventus eine andere Rolle. Im Halbfinale bewies er jedoch seine Fähigkeiten als Mittelstürmer und erzielte den entscheidenden Treffer gegen England.

Am Ende haben sich Klasse und der Zusammenhalt eines Teams durchgesetzt. Der „Ballbesitz-Fußball" ist noch nicht tot, aber das sogenannte „schnelle Umschaltspiel" hat sich diesmal bewährt und könnte für die Zukunft bei vielen Teams zur Grundtaktik gehören. Auch die „Dreier- bzw. Fünferkette" wurde bei dieser WM endgültig etabliert, auch wenn die beiden Finalisten zu meist das „4-2-3-1-System" praktizieren.

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