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Nationalteam

Andreas Herzog über die erneute Absage: „Verarschen kann ich mich selber auch.“

Andreas Herzog äußerte sich im Rahmen der Europa-League-Berichterstattung ausführlich zur Teamchef Causa. Könnte es bei Werder Bremen noch mit einem Trainer-Job klappen? Ob Herzog den ÖFB abgehakt hat und wie er sich seine Zukunft vorstellt, erklärte er ebenso in diesem Gespräch auf Sky Sport Austria.

Andreas Herzog (Sky Experte):
...über seine Enttäuschung nicht Teamchef geworden zu sein: „Jeder von uns hat schon Enttäuschungen erlebt. Ich bin ehrlich gesagt auf mich selber ein bisschen angefressen, weil ich schon lernen hätte müssen das Spiel zu durchschauen. Das ich einfach immer nur Kandidat bin, aber die Mehrzahl vom ÖFB oder die Mehrheit vom ÖFB gar nicht hinter mir stehen möchte. Aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht ist es auch eine Art Höflichkeitsfloskel, weil sie wollen mich immer auf einer ominösen Liste dabei haben. Ich denke, dass ich mich zwei Wochen auf das Gespräch mit Leo Windtner sehr gut vorbereitet habe. Habe eine Stunde eine Präsentation gemacht, wo ich mir gedacht habe, okay eigentlich muss er mich jetzt nehmen, weil ich habe mir wirklich extrem viele Gedanken gemacht und meine Ideen und Visionen alle hineingebracht. Am Heimweg habe ich mir aber gedacht, es war nur einer von dreizehn. Ob da alles richtig weitergegeben wird oder nicht. Durch das war das Gefühl schon ein bisschen anders. Jetzt ist es der Franco Foda und ich wünsche ihm alles Gute."

...über ein mögliches Engagement bei Werder Bremen: „Bei Werder bin ich nicht im Gespräch. Es hat auch mit Werder Bremen noch nie so konkrete Gespräche gegeben wie mit dem ÖFB. Ich würde es auch noch verstehen auf Seiten der Vereine, wenn es darum geht, der Herzog hat noch nicht einen Verein über einen längeren Zeitraum oder überhaupt eine Klubmannschaft trainiert. Aber bei einem Nationalteam, das ist genau das was ich seit 2005 mache. Ab dem Zeitpunkt habe ich zusammen mit Willi Ruttensteiner interimistisch das Nationalteam übernommen. Die Ausrede lasse ich nicht gelten. Der ÖFB soll einfach sagen: Pass auf Andi, wir sind von dir nicht überzeugt und du hast die klasse nicht. Okay, dann muss ich das schlucken. Aber immer wieder in der Verlosung dabei zu sein ohne doch ernsthaft eine Chance zu haben, das wird schon ein bisschen fad schön langsam."

...auf die Frage, ob für ihn das Kapitel ÖFB beendet ist: „Ich denke, dass der Herr Windtner oder der Rinner brauchen sich bei mir nicht mehr melden, wegen irgendetwas. Verarschen kann ich mich selber auch. Unter den Leuten sicher."

...über seine Zukunft: „Ich bin zwar blauäugig, aber nicht so blauäugig. Als Trainer musst du einen Plan A haben und ich habe einen Plan B, einen Plan C und einen Plan D. Ich hoffe, dass irgendein Plan irgendwann in Erfüllung geht. Natürlich war ich ein bisschen enttäuscht. Meine Frau hat zu mir gesagt, Andi wer weiß was passiert wäre. Dann habe ich gehört wie die Pressekonferenz verlaufen ist, dass man nur über Peter Stöger gesprochen hat. Ab dem Zeitpunkt habe ich mir eigentlich gedacht, okay, vielleicht war es eh gut. Ich hätte den Job sehr gerne gemacht, aber das Leben geht auch weiter ohne."


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