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2. Landesliga West

Titelfinale im Westen - ein Fall für zwei!

Ober-Grafendorf ober-grafendorf atsvmelk scoder Melk - Premiere oder Rückkehr? Erst in den finalen 90 Minuten wird am Donnerstag in der 2. Landesliga West der Meistertitel vergeben, als Schauplätze fungieren Ober-Grafendorf und Zwentendorf. In Ober-Grafendorf haben die Gastgeber alle Trümpfe in der Hand, können mit einem Remis den Meistertitel fixieren. Bei einer Niederlage könnten es doch noch die Melker schaffen.

 

Die Ausgangslage ist klar definiert: Ober-Grafendorf geht mit einem Vorsprung von drei Punkten in die letzte Runde der 2. Landesliga West, Titelrivale Melk weist aktuell das um drei Tore bessere Torverhältnis auf. Das heißt, nur wenn Ober-Grafendorf morgen vor eigenem Publikum gegen Eggenburg verliert, kann Melk sich noch die Meister-Krone aufsetzen. Und auch nur dann, wenn die Elf von Robert Kraaibeek das Parallelspiel in Zwentendorf (Beginn ist auf beiden Plätzen um 17.30 Uhr) gewinnt.

 

Zvijerac: "Wir fahren den notwendigen Punkt ein"

Bei jedem anderen Ausgang würde Ober-Grafendorf den erstmaligen Aufstieg in die 1. Landesliga schaffen, die Melker waren zuletzt Anfang der 80er Jahre für zwei Saisonen in sebiger vertreten. Für Ober-Grafendorf-Spielertrainer Goran Zvijerac steht jedoch fest: "Wir fahren gegen Eggenburg zumindest diesen einen notwendigen Punkt ein. Ich bin davon genauso überzeugt, wie ich es vor den beiden Siegen gegen Melk und Schrems war." Der Einsatz des angeschlagenen Matthias Dengg ist noch fraglich, Oliver Jakovljevic schlägt sich mit einer Magenverstimmung rum.

Eggenburg-Coach Manfred Mayer hat es mit seiner Truppe in der Hand, den Titelkampf höchste Dramatik zu verleihen. Dass mit dem Team immmer zu rechnen ist, unterstrich Eggenburg vor drei Wochen beim 5:3-Sieg in Melk. Der Trainer sagt klipp und klar: "Wir schenken Ober-Grafendorf nichts. Gegen Rohrendorf haben wir letzte Woche einiges probiert, weil wir die Situation in der letzten Runde kommen sahen. Doch am Donnerstag treten wir in Bestbesetzung an, uns wird im Nachhinein niemand etwas vorhalten können. Denn uns ist es egal, wer am Ende Meister wird."

 

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Kraaibeek: "Wir brauchen nicht zu spekulieren"

In Zwentendorf schickt Heim-Trainer Klaus Luger eine ersatzgeschwächte Truppe aufs Spielfeld: "Die Innenverteidiger Rainhard Figl und Andreas Hagl sind beide gelb-gesperrt, Banko Cvetkovic ist verletzt. "Wir pfeifen aus dem letzten Loch, werden dennoch natürlich alles probieren, um zu überraschen. Ich rechne mit einer super Stimmung und vielen Fans." Sein Gegenüber, Melk-Coach Roland Kraaibeek, hat den kompletten Kader zur Verfügung und weiß um die Ausgangslage: "Wir brauchen nicht zu spekulieren, was in Ober-Grafendorf passiert. Wir müssen unser Spiel gewinnen. Den Rest haben wir leider nicht mehr selbst in der Hand."

Ein Titelfinale dieser Art haben weder Zvijerac noch Kraaibieek bislang erlebt, die nervliche Anspannung ist natürlich groß: "Wir werden ja sehen, wie Ober-Grafendorf mit dem Druck klar kommt. Von einem Golden Goal in der 94. Minute habe ich bislang nur geträumt", schmunzelt Kraaibeek, der seit 2006 in Melk tätig ist und das Team seitdem mit zwei Meistertiteln von der 1. Klasse bis in die 2. Landesliga führte. Der Melker Sektionsleiter Christian Jojart ist zuversichtlich: "Ich bin der Meinung, dass unsere Chancen größer sind, als viele glauben."

 

Karl Daxbacher funkte Zvijerac an

Dass der unfreiwillige Abgang von Spielertrainer Zvijerac (ihm wurde vom Vorstand vergangene Woche mitgeteilt, dass er mit Saisonende gehen wird) in Ober-Grafendorf enorm viel Staub aufwirbelte, ist keine Überraschung. Auch die Abgänge der Leistungträger Pulkert und Balaz (wird bereits mit Gebietsliga-West-Meister Klib in Verbindung gebracht) sollen bereits beschlossene Sache sein. Doch Zvijerac sagt: "Ich werde eine top-motivierte Mannschaft aufs Feld schicken. Wir sind voller Tatendrang, lassen uns die Butter sicher nicht mehr vom Brot nehmen."

Nach dem verlautbarten Abgang lief sein Telefon hieß, den promintesten Gesprächspartner hatte Zvijerac am Donnerstag am Ohr: Ex-Austria-Wien-Coach Karl Daxbacher, der viele Jahre als Trainer von Zvijerac fungierte, erkundigte sich bei seinem ehemaligen Schützling nach dessen Befinden. In einer Hinsicht haben die beiden ab Donnerstag Abend vielleicht etwas gemeinsam: Auch Daxbacher musste anno dazu mal in St. Pölten als Meistertrainer gehen. Zvijerac steht unmittelbar davor, dasselbe Schicksal erleiden. Es wäre der sechste Meisteritel für den 38-Jährigen, sein erster als (Spieler-)Trainer.

 

Christian Reichel

 

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