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Frauen in OÖ

Lösen Fusionen akute Personalprobleme bei Frauenteams?

Um sportlich überleben zu können, aber auch um den Kader dementsprechend zu verstärken, haben sich auch in Oberösterreich einige Frauenteams zu Spielgemeinschaften zusammengeschlossen. Derzeit sind in der O.Ö.-Liga die SPG Hagenberg/Schweinbach (A und 1b-Team) und die SPG Wolfern/Stadl-Paura tätig, in der Landesliga spielen die SPD Dorf/Andorf und die SPG Antiesenhofen/Weilbach. Helmut Pichler holt bei den Vereins-Verantwortlichen in loser Folge ihre Stellungnahmen ein. Über seine Erfahrungen mit der „Fusion" 2016/17 und der aktuellen Spielgemeinschaft Wolfern/Stadl-Paura erklärt deren sportlicher Leiter, Jürgen Tröscher:

 

 

„Abhängig von der Zielsetzung des jeweiligen Vereins kann eine Fusion oder Spielgemeinschaft durchaus sinnstiftend sein. Gerade wenn ein Verein sich sportlich entwickeln möchte und Spielerinnen auch die Plattform dafür bieten möchte, sehe ich es als notwendig an, dass man die Leistungsdichte im Kader erhöht. Obwohl Spielgemeinschaften meistens eher als notwendiges Übel gesehen werden, haben wir in Wolfern unsere Grundhaltung dahin in den letzten Jahren angepasst.


SPG Flo Soccer Linz/Wolfern 2016/17:


Die SPG mit dem Flo Soccer wurde jedoch eher vor dem Hintergrund gegründet, das eigene Einzugsgebiet auf den Großraum Linz auszuweiten. Durch das Ausscheiden von Gerhard Klein aus dem Projekt „Flo Soccer Linz" hatten wir jedoch auch jeglichen Kontakt zu unserem Kooperationsverein ASKÖ Lions verloren. Darum war dies keine Erfolgsgeschichte, wobei ich erwähnen muss, dass es für die Spielerinnen auch durchaus hilfreich war. Wir haben mehrere Spielerinnen beim ASKÖ Dionysen unterbringen können, eine Spielerin wechselte zum LSC Linz, eine Spielerin hat ihre Karrierepause beendet und spielt nun wieder in Schweinbach, zwei Spielerinnen kamen dadurch zu uns nach Wolfern.


Aktuell - SPG Wolfern/Stadl-Paura:


Die SPG mit dem ATSV Stadl Paura hat zwei Ziele: Einerseits möchte Stadl Paura ihren Mädels weiterhin eine Plattform bieten und den Frauenfußball weiterhin fördern und auf der anderen Seite hatten wir – auf Grund der ungewissen Situation mit der Ligazugehörigkeit – einen zu kleinen Kader. Der Austausch mit dem Kooperationsverein funktioniert tadellos, wobei uns natürlich die große Distanz zwischen beiden Standorten vor massive Herausforderungen stellt. Bisher sind wir aber sehr zufrieden.
Meine allgemeine Einschätzung:
Zwar freut es mich, wenn Frauenvereine entstehen, aber leider verschwinden sie oftmals genauso schnell wieder und oft passiert es, dass sich die Spielerinnen in alle Winde zerstreuen und mehr als die Hälfte der Spielerinnen dem Sport „Adieu" sagen. Hier würde ich es für wesentlich sinnvoller halten, wenn sich Vereine zusammentun und ihr gemeinsames Potential ausschöpfen. Außerdem leiden Frauenfußballteams oft darunter, dass es an 1 Person (Trainer, Funktionär) hängt und dessen Ausscheiden beinahe den KO-Stoß bedeutet. Durch Kooperationen könnte man sich auf Trainer- und Funktionärsebene breiter aufstellen, könnte dem Platzbelegungsproblem entgegenwirken
(siehe Interview mit Fabian Sailer/Hagenberg: Wenn der Erfolgstrainer drei Wünsche frei hätte...31. August/Ligaportal ) und das Leistungsniveau steigt durch Verdichtung. Leider – und das hat mir meine 10-jährige Tätigkeit im Frauenfußball gezeigt – ist die Gefahr sehr hoch, dass man Spielerinnen durch den steigenden Leistungsdruck verliert. Hier müsste man als Verein reagieren und versuchen, ein differenziertes Angebot erstellen, dass Spielerinnen aller Leistungsklassen berücksichtigt.

Eine Spielgemeinschaft im Frauenfußball gehört entsprechend geplant und kann nur unter Einbindung und Unterstützung der Aktiven erfolgen. Wir lassen bei unseren Spielgemeinschaften vorab eine Chancen/Risiken-Abschätzung erstellen (von beiden Vereinen), damit wir auch die Bedenken der Spielerinnen berücksichtigen können.

 

Helmut Pichler

 

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