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Frauen in OÖ

„Experiment“ Mädchen-Hobby-Liga ist Union Kleinmünchen 1c voll geglückt

Mit vier Siegen und einem Remis in fünf Spielen, also „weißer Weste", sicherte sich der SV Hellmonsödt die Winterkrone in der Mädchen-Hobbyliga Nord. „Eine tolle Mannschaft, auch mit erfahrenen Fußballerinnen, die spielen echt gut und stehen verdient an der Spitze", lobt auch Kleinmünchens Trainerin Nicole Angerer." Auch in der Frauenklasse würde diese Mannschaft eine gute Rolle spielen, ist die erfahrene Bundesliga-Akteurin überzeugt. Hinter Vizemeister Traun, der neun Punkte aus vier Spielen holte, landete Union Kleinmünchen 1c unter dem Trainerinnen-Duo, Nicole Angerer-Kerstin Zolgar, mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen gegen die beiden Erstplatzierten überraschend auf Platz drei. Helmut Pichler erkundigte sich bei Cheftrainerin Angerer nach ihrer persönlichen Motivation, ihrem Resümee über den Herbst und ihre sportlichen Weihnachtswünsche.

 

Hallo, liebe Nici, warum nimmt Euer U15-Team überhaupt an dieser Liga statt wie bisher an der Burschenliga U14 teil?

„Vor dem Beginn der Herbstmeisterschaft hatten wir nur einen Kader von 13, 14 Spielerinnen. Bekanntlich ist aus schulischen oder privaten Gründen immer mit Ausfällen zu rechnen, das erschien uns zu unsicher, deshalb haben wir uns dieser Liga angeschlossen."

Was motiviert eine erfahrene Bundesligaspielerin nach fast 200 Pflichtspielen, die zuletzt auch den o.ö. Frauencup mit Kleinmünchen 1b gewann, trotz intensiver beruflicher Beanspruchung noch zusätzlich als Trainerin zu arbeiten?

„Die große Freude, den Mädels aus eigener Erfahrung „Ezzes" mitgeben zu können und zu sehen, wie sie lernbegierig sind und sich prächtig entwickeln".

Wie bist Du selbst zur Union Kleinmünchen gestoßen?

"Ich wurde in Salzburg geboren, wuchs in Obertrum auf und kam 2008 zum Bundessligisten USK Hof . 2011 bin ich dann nach Linz zu Kleinmünchen übersiedelt."

Welche Erfahrungen hast Du bisher mit den Mädels gesammelt?

"Um ihnen Spielpraxis zu verschaffen, spielten wir einige Saisonen in der Burschenliga U14. Sehr positiv ist mir dabei aufgefallen, dass die Spielerinnen trotz etlicher nicht unerwarteter Niederlagen sich selbst nie aufgaben und den Kopf nie hängen ließen. Rare Siege konnten wir zwar feiern, aber das ist bei U15-Mädchen noch weit schwieriger als bei U12, weil sich Buben und Mädchen körperlich in dieser Phase weit unterschiedlicher entwickeln. Sie haben immer versucht, aus den Spielen gegen die Burschen Positives mitzunehmen."

Und der Unterschied zu Mädchen-Hobby-Liga?

"Da begannen wir als absolut jüngstes Team und trafen auf ältere und dementsprechend körperlich Spielerinnen in Mannschaften, von deren Spielstärke ich echt positiv überrascht war."

Wie wirkte sich der körperliche Unterschied aus?

"Eigentlich gar nicht, denn in der Meisterschaft der Burschenliga haben die Mädels gelernt, sich im Zweikampf zu behaupten. Und ich muss auch lobend hervorheben, dass die robusteren Gegnerinnen schon häufig Rücksicht auf unsere Mädels nahmen. Die wiederum haben sich gefreut, auf Frauen und Mädchen als Gegnerinnen zu treffen und konnten auch wieder echte Erfolgserlebnisse genießen. Und ganz wichtig, wir hatten keine Verletzungen zu beklagen!"

Gibt es in der Hobby-Liga Nord andere Regeln als im „normalen" Frauenfußball?

"Es wird mit Rücktausch gespielt, aber sonst auf dem Großfeld. Darauf haben wir Wert gelegt, weil die Mädels ja für den späteren Einsatz im 1b-Team Kleinmünchens oder gar in der Bundesligamannschaft vorbereitet werden sollen."

Ihr hattet aber doch eingangs Probleme, genügend Spielerinnen rekrutieren zu können?

"Erfreulicherweise stoßen mittlerweile immer wieder neue Mädels dazu, sodass Kerstin und ich aktuell einen Kader von 19, 20 Spielerinnen betreuen."

Traust Du Euren Talenten zu, sich für das 1b-Team zu qualifizieren, immerhin regierender o.ö. Cupsieger und unter den Top-Drei der Oberösterreich- Liga?

"Sicherlich, ganz bestimmt, es wird allerdings noch einiger Geduld bedürfen."

Du bist als Konstrukteurin beruflich stark engagiert, spielst noch aktiv, bist Trainerin, bleibt da noch Zeit für Hobbies?

"Ich reserviere mir Zeit dafür, fröne im Winter dem Skilauf, spiele Volleyball und schwimme auch gerne."

Weihnachten ist nicht mehr allzu fern, die Zeit, Wünsche zu äußern, darf ich nach Deinen Anliegen fragen?

"Ja, sicher. Ich würde mir Verletzungsfreiheit für mein ganzes Team, und mehr Interesse der Medien an diesem wunderbaren Sport "Frauenfußball"  wünschen. Ganz toll wäre dann noch, wenn sich der eine oder andere Sponsor entschließen könnte, in den Frauenfußball, wenn auch in bescheidenem Rahmen zu investieren!"

Danke, liebe Niki für die Zeit, die Du für mich abzweigen konntest und Alles Gute für Dich und Euer Team!

 

Helmut Pichler

 

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