Landesliga West

Bad Ischl fixiert Meistertitel in der Nachspielzeit

altaltEin irre Saison der LL West ist vor wenigen Minuten zu Ende gegangen. Nicht nur, dass vier Mannschaften in der letzten Runde die Chance auf den Titel hatten und zudem auch in zwei direkten Duellen aufeinandertrafen. Mehr noch, mehr noch, die Meisterschaft wurde erst in der Nachspielzeit entschieden. Nach  dem es zwischen der Union Raiffeisen Mondsee und dem SV Zebau Bad Ischl nach 90 Minuten 1:1 gestanden war und der SK Schärding im zweiten Match gegen den bisherigen Tabellenführer aus Gurten einen letztendlich klaren Sieg einfuhr, war die Hartinger-Elf für wenige Minuten Meister. Tore von Rudolf Durkovic in der 92. und Josip Curic in der 94. Minute sicherten den Kaiserstädtern aber - nach dem Abstieg im Vorjahr - aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz den sofortigen Wiederaufstieg in die OÖ-Liga.

Rund 900 Zuschauer bildeten im Mondseeland-Stadion einen würdigen Rahmen. Die Besucher mussten ihr Kommen auch nicht bereuen und sahen ein tolles und bis zum Abpfiff spannendes Match. Bereits in der Anfangsphase ging es Schlag auf Schlag. Nach sechs Minuten brandetealt erstmals Jubel auf, als der Mondseer Florian Reitsamer zunächst an Gästegoalie Michael Wimmer scheiterte, der Abpraller wieder vor seinen Füßen landete und im Nachschuss das 1:0 erzielte. Vier Minuten später der Ausgleich, erzielte der von Landesliga-Aufsteiger Bad Goisern heiß umworbene Peter Augustini mit einem schönen Flachschuss ins Eck das 1:1.

Trotz der hohen Temperaturen entwickelte sich in der Folge ein ausgezeichnetes Match. Obwohl es in dieser Partie um Alles oder Nichts ging, verlief das Spiel stets fair und lieferte auch Schiedsrichter Waldl eine ausgezeichnete Leistung. Nach rund einer halben Stunde fand die Heimelf von Trainer Klaus Preiner mehrmals die Chance auf die erneute Führung vor, doch Patrick Rindberger konnte ein ideales Zuspiel von Julian Feurhuber nicht verwerten, scheiterte Günter Schweighofer mit einem Distanzschuss an Keeper Wimmer und setzte Franz Hupf einen Kopfball knapp über den Kasten.

altAuch im zweiten Durchgang blieb das Spiel hochklassig und stand stets auf Messers Schneide. Nach dem der Ex-Mondseer Rudolf Durkovic an Torwart Dominik Seiwald scheiterte, fanden wenig später wieder die Hausherren eine Möglichkeit vor, doch Hupf fand in Torwart Wimmer seinen Meister. In der 70. Minute setzte Feurhuber einen Schuss knapp neben das Tor. Als es immer mehr nach einem Unentschieden aussah, überschlugen sich in den Schlussminuten die Ergeignisse.

In der 87. Minute bewies Bad Ischl Coach Peter Halada mit der Einwechslung von Markus Schneidhofer ein glückliches Händchen. Zunächst vergaben aber die Hausherren den Matchball, strich ein Schuss von Markus Wesenauer nur knapp am Tor vorbei. In Minute 92 dann die Entscheidung: Nach einem idelaen Zuspiel von Schneidhofer war es ausgerechnet Durkovic, der gegen seinen Ex-Klub das 1:2 erzielte. Zwei Minuten später machte der eingewechselte Josip Curic den Sack endgültig zu und fixierte - nach erneuter Vorarbeit von Schneidhofer - mit dem Tor zum 1:3-Endstand den Meistertitel des SV Bad Ischl.

Franz Fasching, Sektionsleiter Union Mondsee:
"Es war ein tolles Match, das auch ein anderes Ergebnis hätte bringen können. Unsere Mannschaft hat eine ausgezeichnete Leistung geboten, konnte aber einige Chancen nicht verwerten. Bad Ischl erwies sich am Ende als etwas clevere und effizientere Mannschaft, hat deshalb die Partie gewonnen und ist verdient Meister geworden. Aber auch wir haben eine tolle Saison gespielt, hätten eigentlich nie erwartet, dass wir in der letzten Runde noch die Chance auf den Meistertitel haben würden."

Johann Roitmayer Sektionsleiter SV Bad Ischl:
"Auch wenn wir mehrmals die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen, nicht nutzen konnten, war ich mir in den letzten Wochen ziemlich sicher, dass wir uns am Ende durchsetzen werden. Gegenüber Schärding haben wir zwar nur aufgrund der etwas besseren Tordifferenz die Nase knapp vorne, der Meistertitel ist aber mit Sicherheit verdient. Die Freude ist groß, dass wir nach einem nur einjährigen Gastspiel in der Landesliga sofort wieder in die OÖ-Liga zurückkehren."


Günter Schlenkrich

Fotos:  Helmut Klein / www.pictures.exclusive.com

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