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Spieltagsanalyse

Regionalliga Mitte 15/16: Spieltaganalyse Runde 11 mit Reinhard Burits

Veränderungen, zu-Null-Partien, Zweikampf: Der elfte Spieltag der Regionalliga Mitte - powered by club-bodytec.at - ist Geschichte! Wie gewohnt gibt es die Spieltaganalyse mit unserem Experten Reinhard Burits. Diesmal ist der erneute Wechsel der roten Laterne Thema, denn es gibt schon wieder ein neues Schlusslicht. Was der Trainereffekt ausmachen kann, bekamen die Fans in Kalsdorf und Lafnitz zu spüren, außerdem spitzt sich der Kampf um die Tabellenspitze auf ein Spitzenduo zu. (Jetzt Trainingslager buchen)

Reinhard Burits über...

... das neue Schlusslicht

Trotz der Unterstützung von Profispielern verloren die RZ Pellets WAC Amateure mit 0:4 gegen die Union Gurten. Damit konnten die Wolfsberger auch das neunte Spiel in Serie nicht gewinnen und rutschten erstmalig auf den letzte Tabellenrang ab. Reinhard Burits geht der Krise auf den Grund: "Der WAC hat ja auch in der Bundesliga Probleme. Kippt die Stimmung oben, dann ist die Gefahr auch groß, in der Regionalliga schlecht drauf zu sein. Vor allem die Spieler, die in der Kampfmannschaft mittrainieren, erleben das voll mit." Diese "Vorbildfunktion" der Profiteams kann sich jedoch auch in die andere Richtung bemerkbar machen. Sowohl die Sturm Graz Amateure als auch die SPG FC Pasching/LASK Juniors fuhren am Wochenende Siege ein - und befinden sich wie auch die ersten Mannschaften, die in der jeweiligen Tabelle gesichert scheinen, in ordentlicher Verfassung. "Bei den WAC Amateuren gibt es sehr gute Spieler, ihnen muss nur wieder bewusst werden, was sie können. Mit der richtigen Einstellung kann das dann selbst in Hartberg in der kommenden Runde funktionieren!", meint Burits.

... den Trainereffekt

In der letzten Woche war der Negativlauf der Kalsdorfer Thema, nun haben sie mit einem neuen Chefcoach in die Erfolgsspur zurückgefunden - und mit dem 1:0 auch den südsteirischen Konkurrenten aus Allerheiligen etwas zurückgeworfen. Der Trainereffekt machte sich auch beim SV Lafnitz bemerkbar, der unter Rainer Wohlmuth etwas überraschend gegen den starken Aufsteiger aus Stadl-Paura gewinnen konnte. "Man will immer das zeigen, was der Trainer oder man selbst erwartet. Dadurch geht oft die Lockerheit verloren und man vergisst, dass Fußball auch ein Spiel ist. Wenn dann auch der Coach zu verbissen ist, funktioniert es nicht mehr. Das kenne ich von mir selbst", sagt der langjährige Übungsleiter. "Bricht das System zusammen, dann fällt für kurze Zeit viel Druck ab. Den neuen Prozess unter einem neuen Trainer muss man dann gleichzeitig stattfinden lassen." Ob dieser Prozess unter Neo-Kalsdorf-Trainer Michael Zisser der gleiche bleibt wie unter seinem Vorgänger? "Ich denke, dass sich das System ändern wird. Das System von Christian Peintinger liegt nicht jedem Trainer, und Zisser war früher Verteidiger. Daher vielleicht das Ergebnis gegen Allerheiligen."

... Stadl-Pauras Abwehrverhalten

Diese Saison hat der beste Aufsteiger der Liga, der ATSV Stadl-Paura, bereits fünf Mal zu Null gespielt. Auf der anderen Seite stehen zwei hohe Niederlagen gegen die Union Gurten und nun auch gegen den SV Lafnitz. Für Reinhard Burits ist das "so etwas wie eine Auferstehung von Lafnitz. Das Ergebnis ist für beide Mannschaften an sich interessant, weil Stadl-Paura normalerweise nicht so viele Gegentore bekommt, Lafnitz wiederum in dieser Saison noch nicht fürs Torschießen bekannt war." Außerdem hat sich wieder einmal die Schwäche der Oberösterreicher in der Fremde gezeigt. Dort hat die Truppe von Christian Mayrleb erst zwei Zähler geholt. "Bekommen sie Tore, dann ist vor allem defensiv schnell die Sicherheit weg", meint Burits. "Offensivstarke Verteidiger wie Danilo Duvnjak möchten bei Rückstand mehr beitragen im Angriffsspiel. Gelingt das dann nicht richtig, kann es ins Auge gehen."

... den Titelkampf

Der Kampf um die Tabellenspitze der Regionalliga Mitte spitzt sich zu. Allerheiligen hat sich vorerst aus dem Titelrennen verabschiedet, TSV Hartberg und der FC Blau-Weiß Linz führen mit zwei Zählern Differenz die Reihenfolge an. "Die Form von Hartberg ist schon fast beängstigend. Wallern ist zwar nicht mehr so bekannt für die Heimstärke, dennoch ist ein 4:0 schon beachtenswert", meint Burits. Hinter den beiden Topfavoriten ist hingegen alles möglich: Vom Dritten bis zum siebten Platz beträgt der Abstand lediglich drei Punkte, wiederum nur acht Zähler ist der achte vom Tabellenschlusslicht entfernt. Im unteren Bereich der Tabelle überzeugt aktuell jedoch nur der Annabichler SV. Und das mit viel Disziplin: Gegen den SK Vorwärts Steyr erreichte man nach harten 90 Minuten einen Punktgewinn und damit das fünfte Spiel in Serie ohne Niederlage.

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Zahlen zum Spieltag:

Heimsiege: 5 (62,5 %)
Unentschieden: 1 (12,5 %)
Auswärtssiege: 2 (25 %)
torreichstes Spiel: SV Lafnitz 5:3 (2:1) ATSV Stadl-Paura
erzielte Tore: 24

Foto: Josef Kuess

 

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