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Spieltagsanalyse

Regionalliga Mitte 15/16: Spieltaganalyse Runde 14 mit Reinhard Burits

Nach der 14. Runde der Regionalliga Mitte - powered by club-bodytec.at - blicken wir wieder mit unserem Experten Reinhard Burits auf die ereignisreichsten Spiele des vergangenen Wochenendes zurück. Es waren die Tage der Überraschungsergebnisse. Ob klarer Sieg im Derby, Sensation gegen den Tabellenführer oder Zittersieg gegen einen Abstiegskandidaten, für Staunen war bei jedem Spiel gesorgt. Es fällt daher nicht schwer, diese Geschehnisse zu analysieren - spannend aber allemal! (Jetzt Trainingslager buchen)

Reinhard Burits über...

... oberösterreichischen Erfolg

Die positive Überraschung schlechthin war sicherlich der Auswärtssieg der Union St. Florian beim Tabellenführer in Hartberg. Mit dem 0:1 wird der Kampf um die Herbstmeisterschaft bis auf den letzten Spieltag spannend. Burits: "Es ist eine Überraschung. Doch St. Florian hat man das schon zutrauen müssen, sie haben hohe Qualität und können an einem guten Tag jeden schlagen!" Dass es nun am kommenden Wochenende zur Entscheidung kommt, ist vor allem für den Absteiger aus der Steiermark nicht wirklich von Vorteil. Man muss zur Union Gurten - und die Innviertler sind bereits seit sechs Spielen ungeschlagen. "Die aktuelle Hochform der Gurtner bringt außerdem wieder Spannung ins Tabellenmittelfeld. Auswärts wird es nicht leicht für Hartberg, ich traue der Elf von Rainer Neuhofer sogar einen Sieg zu", prognostiziert der Wahl-Oberösterreicher und gebürtige Steirer.

... die zwei Ausreißer

Aus der starken oberösterreichischen Staffel stechen aktuell aber zwei Teams im negativen Sinne heraus. Sowohl der SK Vorwärts Steyr als auch der SV Wallern mussten in den letzten Wochen den Platz durchwegs mit hängenden Köpfen verlassen. Dabei kristallisiert sich jedoch ein großer Unterschied in beiden Vereinen heraus. Während bei Wallern vor allem die Disziplin und der Zusammenhalt bei hoher Qualität in der Offensivreihe enttäuscht, erwähnte SKV-Trainer Gerald Scheiblehner mangelnde Stärke im Angriff. "Er hat außerdem gesagt, dass sich so etwas wie Selbstzufriedenheit eingeschlichen hat. Der letzte Biss fehlte auch gegen Blau-Weiß, eigentlich sind sie ein Team, das immer einhundert Prozent geben muss", weiß Burits. "Im Derby haben sie zeitweise ängstlich gewirkt. Vor dieser Kulisse hätte ich mir erwartet, dass sie alles fressen, das auf sie zukommt!" Ob im Angriff schon im Winter Veränderungen getroffen werden, hängt auch von den finanziellen Möglichkeiten ab - gute Stürmer sind eben teuer. "Ich würde ihren Spielern aber sicher keine Qualität absprechen. In der Euphorie zu Beginn der Saison haben die Neuzugänge eben noch besser funktioniert, nun müss der Prozess der Eingewöhnung in die neue Liga eintreten", fasst der Experte zusammen. Auch bei Wallern stimmt die Qualität des Kaders eigentlich. Das Team hat sich in den letzten Jahren aber vor allem durch den Zusammenhalt ausgezeichnet, und der wirkt etwas abhandengekommen - die zwei Ausschlüsse in Deutschlandsberg waren dabei nur das Tüpfelchen auf dem i.

... die Unschlagbaren

Richtig gut läuft es hingegen bei der Union Gurten und dem SC Kalsdorf. Die vier Spiele, die die Steirer unter Neo-Coach Michael Zisser absolviert wurden, gewann man. Und das ohne einen einzigen Gegentreffer! "Seit Wochen zählen ihre Ergebnisse zu den absoluten Highlights. So ein Umschwung war trotz des vielbesprochenen Trainereffekts nicht zu erwarten", sagt Reinhard Burits. In Oberösterreich sei ebenso spürbar, dass Trainer mit hoher Kompetenz am Werk sind. Die Mannschaften wirken von Spieltag zu Spieltag sehr gut auf den Gegner eingestellt, arbeiten akribisch und taktisch abgeklärt. "Das ist der gemeinsame Nenner der Teams. Zwar schaut jeder auf sich, dennoch erkennt man Gemeinsamkeiten." Gurten ist für den ehemaligen Trainer ein absolutes Phänomen: "Mit diesen Mitteln und einem Kader, bei dem man nicht zwingend Spitzenplätze erwarten darf, ist das unglaublich. Bei ihnen im Training geht es aber sicher etwas härter zu als sonstwo, und dieser ehrliche Umgang zeichnet sie aus."

... Kärntner Enttäuschungen

Dass die beiden einzigen verbliebenen Teams aus dem südlichsten Bundesland die letzten Ränge besetzen, ist schon auffällig. Trotz zuletzt knapper Ergebnisse warten die WAC Amateure seit zwölf Runden auf einen Sieg, die letzten fünf Spiele verlor man. Auch für den Annabichler SV gilt Ähnliches: Nach 1:0-Führung gegen Pasching zur Pause musste man sich doch noch geschlagen geben und wird ganz hinten in der Tabelle überwintern. Dietmar Thuller und Harald Tatschl wird zwar zurecht viel Vertrauen geschenkt, dem müssen aber nun dringend Taten folgen.

annabichl thuller kuess

Zahlen zum Spieltag (nach sieben absolvierten Duellen):

Heimsiege: 3 (42,9 %)
Unentschieden: 0 (0 %)
Auswärtssiege: 4 (57,1 %)
torreichstes Spiel: DSC Deutschlandsberg 4:1 (2:0) SV Wallern
erzielte Tore: 19

 

Foto: Josef Kuess

 

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