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Famose Lafnitzer Aufholjagd! Nach Horror-Start und 0:3-Rückstand noch 3:3!

Zum Abschluss der 6. Runde in der Regionalliga Mitte stand heute unter anderem die Steirer-Partie zwischen dem SV LICHT-LOIDL Lafnitz und dem SV Allerheiligen auf dem Plan. Die Lafnitzer gingen als Tabellenführer und mit zuletzt vier Siegen am Stück als klarer Favorit in das Match. Doch heute sollte bei den sonst so starken Lafnitzern erst einmal nicht viel klappen - speziell in Hälfte eins legte der Favorit einen echten Katastrophenstart hin. Bereits nach 6 Minuten lag die Feldhofer-Truppe mit 0:2 zurück, zur Halbzeit hieß es nach einer desolaten Vorstellung 0:3. Doch in der zweiten Hälfte zeigten die Lafnitzer dann ihr wahres Gesicht und starteten eine grandiose Aufholjagd, die mit dem 3:3 zwei Minuten vor Schluss gekrönt wurde.

Lafnitz verpennt den Start und kassiert den Doppelschlag nach 10 Minuten

Die Partie begann gänzlich unerwartet mit einem echten Blitzstart durch die Gäste. Der SV Lafnitz hatte bisher in fünf Spielen erst einen Gegentreffer kassiert, doch heute schienen die Gastgeber den Anpfiff gänzlich verschlafen zu haben: Es waren noch keine 240 Sekunden gespielt, da stand es schon 1:0 für Allerheiligen. Doris Kelenc konnte einen Freistoß perfekt in den Winkel verwandeln - Lafnitz-Schlussmann Zingl hatte hier absolut keine Chance (4.). Wer jetzt auf eine Lafnitzer Reaktion hoffte, der wurde bitter enttäuscht. Im Gegenteil -  keine fünf Minuten später stand es plötzlich 2:0 für die Gäste: Der SV Allerheiligen fuhr einen schnellen Konter. Der Endabnehmer hieß Kevin Maritschnegg, der sich durchsetzte und mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern zum überraschenden 0:2 traf (10.). Die Gastgeber wirkten jetzt völlig von der Rolle und waren nicht in der Lage, eigene Torchancen zu kreieren. Im Gegenteil: Der SV Allerheiligen agierte in der Offensive eiskalt. In der 37. Minute schlug Allerheiligen ein drittes Mal zu - Kevin Maritschnegg traf mit seinem zweiten Treffer aus einem Konter über mehrere Stationen heraus zum 3:0 (37.). Kurz vor der Pause dann noch einmal ein Lebenszeichen der Gastgeber: Waldl packte dann Hammer aus und zog einfach mal ab, doch Schögl im Tor des SV Allerheiligen konnte den strammen Schuss abwehren (44.). Mit einem überraschenden und ziemlich deutlichen 0:3 ging es in die Halbzeitpause.

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Foto: Jede Menge hektische Strafraumszenen gab es in den 90 Minuten. Hier schließt der Torschütze zum 3:3 Michael Tieber einen Lafnitzer Angriff ab - Copyright: Richard Purgstaller.

Friedl krönt in der 87. Minute die Lafnitzer Aufholjagd

Scheinbar schien Lafnitz-Trainer Feldhofer in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn bei Wiederanpiff zeigte der SV Lafnitz ein ganz anderes Gesicht - jenes Offensivfeuerwerk, das auch bisher in der Liga so überzeugen konnte. Plötzlich zeigten die Heimischen eine ganz andere Körpersprache und dies sollte schnell Früchte tragen. Grundsätzlich wirkte der SV Lafnitz nach Wiederanpfiff jetzt wacher und zielstrebiger als beim Anpfiff - die Feldhofer-Elf ging jetzt konsequenter zu Werke und wurde postwendend zehn Minuten nach der Pause belohnt: Nikola Frljuzec traf aus dem Gestocher heraus zum 1:3-Anschlusstreffer (55.). Jetzt blies der SV Lafnitz zum Angriff und übte mächtig Druck auf die Allerheiligen Defensive aus. Dies eröffnete den Gästen natürlich Räume zum Kontern und der SV Allerheiligen hatte in dieser Phase mit zwei Aluminium-Treffern die Möglichkeiten, den Sack frühzeitig zuzumachen. Doch die Chancen wurde vertan und so wurde der Lafnitzer Druck immer stärker. Und so war es eine Standard-Situation in der 73. Minute, die den SV Lafnitz zum 2:3 führte: Michael Tieber setzte sich durch und konnte einen Eckball zum 2:3 verwerten (73.). Spätestens jetzt warfen die Lafnitzer alle taktischen Bedenken über Bord und spielten mit viel Risiko auf den Ausgleich. Nun begann das große Zittern bei Allerheiligen, die sich jetzt kaum mehr befreien konnten. Und so kam es wie es kommen musste: Drei Minuten vor Schluss gelang dem SV Lafnitz in Person von Christoph Friedl der 3:3-Ausgleichstreffer (87.). Unter dem Strich ist dieses Remis nicht unverdient, wenn man beide Halbzeiten zusammen nimmt. Allerheiligen hatte es versäumt, die Entscheidung früher herbeizuführen und der SV Lafnitz bewies - trotz einer schwachen ersten Hälfte - dass die Moral in der Mannschaft stimmt und dass sie auch nach Rückständen zurückkommen kann.

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Foto: Der SV Allerheiligen lieferte in den letzten Minuten eine regelrechte Abwehrschlacht ab - Copyright: Richard Purgstaller.

Mag. Johannes Thier (Sportlicher Leiter SV Allerheiligen): "Gleich nach Wiederanpfiff haben wir hundertprozentige Chancen vergeben. Im zweiten Durchgang war Lafnitz aber auch klar besser. Nach dem 1:3 und dem 2:3 wurde der Druck dann immer größer und Lafnitz hat sehr viel riskiert. Da kann dann so ein Tor auch schon mal fallen. In der ersten Halbzeit konnte Lafnitz keine Chancen gegen uns kreieren. Dennoch müssen wir jetzt mit dem Punkt leben."

SV LICHT-LOIDL Lafnitz - SV Allerheiligen 3:3 (0:3)

Fußballarena Lafnitz, 400 Zuseher, SR Andreas Kollegger

Torfolge: 0:1 Doris Kelenc (4.), 0:2 Kevin Maritschnegg (10.), 0:3 Kevin Maritschnegg (37.), 1:3 Nikola Frljuzec (55.), 2:3 Michael Tieber (73.), 3:3 Christoph Friedl (87.)

Geschrieben von Pascal Stegemann

 

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