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Regionalliga West

Viele Tore, strömender Regen und ein glücklicher Bundesligist: LASK muss in Grödig unfreiwillig Extraschicht einlegen!

Nach dem Motto „täglich grüßt das Murmeltier“ empfing der SV Grödig heute Abend auf heimischer Anlage den LASK. Bereits im vergangenen Jahr gab es dieses Duell im Viertelfinale des Uniqa ÖFB Cups. Damals behielten die Athletiker mit einem 3:0-Auswärtserfolg die Oberhand und zogen ins Halbfinale ein. Allerdings täuschte das deutliche Ergebnis über den eigentlichen Spielverlauf hinweg, denn der nunmehrige Tabellenführer der Regionalliga West erwies sich bereits damals als äußerst unangenehmer Gegner. Zwei ehemalige Athletiker, Roman Wallner und Mersudin Jukic, schnüren mittlerweile ihre Schuhe für den ambitionierten Meisterschaftsfavoriten aus Salzburg. Mit großem Engagement, Laufbereitschaft und Willen wollte man dem deutlich favorisierten Bundesligisten heute ein Bein stellen und für die nächste Überraschung im ÖFB Cup sorgen.

 

Torreicher erster Durchgang

800 Zuschauer wollten sich das neuerliche Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften nicht entgehen. Die Linzer erwischten den besseren Start im DAS.GOLDBERG Stadion und brauchten nicht lange, um anzuschreiben. Rene Gartler wurde ideal von Peter Michorl geschickt und der Goalgetter verwertete in souveräner Manier. Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Gästen aus Linz und die Gäste fanden noch weitere gute Torchancen vor. In der fünfzehnten Minute schockte dann ein Altbekannter den Tabellenvierten der tipico Bundesliga. Roman Wallner verwertete einen Freistoß sehenswert zum 1:1 und glich somit mit der ersten nennenswerten Offensivaktion der Hausherren aus. Pavao Pervan hatte beim sensationell getretenen Freistoß des 35-Jährigen absolut keine Abwehrchance. Die Glasner-Elf zeigte sich aber nicht geschockt und kam ein paar Minuten später durch einen Michorl-Kracher aus großer Distanz beinahe zur neuerlichen Führung, aber die Latte rettete für Grödigs Schlussmann. Trotz nasser Bedingungen und immer stärker werdenden Regen hatte der LASK optisches und spielerisches Übergewicht und schrieb noch vor dem Pausenpfiff des Unparteiischen Alexander Harkam neuerlich an. Philipp Wiesinger traf zur verdienten Führung und der Defensivmann sorgte so für die neuerliche Führung der Linzer. Allerdings hielt die Führung abermals nur kurz, denn die Salzburger hatten postwendend die richtige Antwort parat. Nach einer Hereingabe agierte Pavao Pervan unentschlossen und Luka Dzidziguri drückte das Spielgerät zum 2:2-Pausenstand über die Linie.

Grödig verlangt dem Favoriten alles ab

Auch im zweiten Durchgang schüttete es wie aus Kübeln, aber beide Mannschaften schenkten sich trotzdem nichts und verlangten sich alles ab. Die Gastgeber erwischten den besseren Start nach Wiederanpfiff und sorgten nach nicht einmal siebzig Spielminuten für die große Überraschung. Roman Wallner brachte einen Freistoß herrlich zur Mitte und der kurz zuvor eingewechselte Eyüp Erdogan köpfte zur erstmaligen Salzburger Führung ein. Der Jubel über das 3:2 währte aber wieder nur kurz, denn bei den Linzern schlug Marko Raguz nach einer Unachtsamkeit im Defensivbund des Regionalligisten zu und stellte auf 3:3. In der Schlussphase drängte die Glasner-Elf auf die Entscheidung, doch es wollte kein Treffer mehr gelingen, sodass es nach 90 intensiven Minuten in die Verlängerung ging.

Es klingelt auch in der Verlängerung

Es machte den Eindruck, als ob die Akteure des Regionalligisten ihrem Trainer Andreas Fötschl zu seinem heutigen Geburtstag eine besondere Freude machen wollten, denn auch in der Verlängerung gingen die Hausherren in Führung. Robert Strobl sorgte mit einem unfassbaren Hammer aus großer Distanz für die neuerliche Führung der Salzburger. Nun schnupperte der Regionalligist tatsächlich an der ganz großen Sensation, aber die Linzer schlugen wie zuvor eiskalt zurück. Nach einem schönen Flachpass an die Strafraumgrenze von Thomas Goiginger schloss Peter Michorl humorlos zum 4:4 ab. Danach fanden die Athletiker weitere Chancen auf die vorzeitige Entscheidung vor, doch schlussendlich ging es tatsächlich ins Elfmeterschießen.

Pervan avanciert zum Linzer Matchwinner

Im Elfmeterschießen gab es zunächst für Pavao Pervan und David Hundertmark nichts zu halten. Für die Linzer trafen Rene Gartler, Peter Michorl, Maximilian Ullmann und Marko Raguz souverän. Auf der Gegenseite gaben sich auch Robert Strobl, Matthias Öttl und Resul Omerovic keine Blöße. Erst im Duell zwischen Pavao Pervan und Eyüp Erdogan blieb der Linzer Schlussmann Sieger und nachdem der junge Alan den entscheidenden Strafstoß eiskalt verwandeln konnte, durften die Schwarz-Weißen einen mehr als hart erkämpften Cup-Erfolg feiern.

Stimme zum Spiel:

Felix Luckeneder (Verteidiger LASK Linz):
„Das war heute ein richtiger Cup-Fight und es ist uns alles abverlangt worden. Wie schon in den vergangenen Jahren haben wir uns auch heute gegen einen Regionalligisten schwer getan, aber es zählt nur das Weiterkommen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir eine ordentliche Partie abgeliefert haben. Die Bedingungen waren nicht einfach, aber insgesamt glaube ich, dass wir verdientermaßen gewonnen haben.“

 

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