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Spielberichte

Sieben Tore im heißen Cupfight zwischen Hohenems und Gurten

Fußballerisch war es nicht das Gelbe vom Ei – aber an Dramatik und Spannung war das Spiel der 1. Runde im Uniqa ÖFB-Cup zwischen dem World-of-Jobs VfB Hohenems und der Union Raiffeisen Gurten kaum zu überbieten. Gurten tat sich zunächst schwer, konnte sich aber in Hälfte zwei nach Rückstand steigern. In Summe war der Vertreter der Regionalliga West im Abschluss zu wenig effektiv, fightete aber bis zur letzten Sekunde. Gurten setzt sich mit 4:3 durch und steigt in die 2. Runde auf.

 

Pausenführung für Hohenems

Die ersten Minuten der Partie verlaufen eher verhalten. Hohenems in Folge etwas aktiver, ein Weitschuss von Johannes Klammer kann aber für keine Gefahr sorgen und wird abgeblockt. Die erste wirklich gefährliche Aktion in der 13. Minute für die Heimelf – Adrian Klammer bringt den Ball gut in den Strafraum – die Offensive von Hohenems kann aber mit dieser Situation nicht viel anfangen. Nicht unverdient fällt aber dann doch der Führungstreffer für die Heimelf. Schöne Vorlage von Sefa Gaye und Jan Stefenson trifft zum 1:0. Über 500 Zuschauer und Fans sehen zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff die große Chance auf das 2:0 für Hohenems – Adrian Klammer kann aber nicht verwerten. Aber auch Gurten wird offensiv gefährlich – Adolphe Belem hat in der Nachspielzeit das 1:1 am Fuß – scheitert aber am Goalie der Hausherren. Hohenems geht mit einer 1:0 Führung in die Pause.

Gurten effektiver

Die zweite Spielhälfte kann puncto Dramatik noch ordentlich zulegen. Zunächst ist es Marko Kolakovic, dem in der 51. Minute das 1:1 für Gurten gelingt. Kurz darauf trifft Adrian Klammer per Kopf nur die Querlatte. Chancen auf beiden Seiten und in Folge steigert sich die Partie auch in spielerischer Hinsicht deutlich. Vor allem Sefa Gaye kann sich ins Szene setzen, bringt aber den Ball im Tor der Gäste nicht unter. Nach einem Doppelschlag von Gurten in der 72. und 76. Minute scheint die Partie gelaufen. Sebastian Zirnitzer gelingt das 2:1 für die Gäste, Manuel Gerner das 3:1. Hohenems zeigt aber tolle Moral und kann zehn Minuten vor Schluss doch noch auf 2:3 verkürzen – Torschütze ist Johannes Klammer. Nach dem 4:2, abermals durch Sebastian Zirnitzer in der 86. Minute scheint der Käse gegessen. Es folgt aber eine unglaubliche Antwort der Heimelf – vom Anstoß weg gelingt umgehend das 3:4 durch Ebrume Ndure. Für Gurten wird es noch eine Zitterpartie, Hohenems kommt aber zu keinen konkreten Chancen mehr. Gurten setzt sich in einem höchst spannenden und unterhaltenden Cupfight mit 4:3 durch und steigt in die zweite Runde des Uniqa ÖFB Cup 2017/18 auf.

 

Franz Reisegger, Sektionsleiter Union Raiffeisen Gurten: „Ein richtig heißer Cupfight – unglaublich dramatisch und spannend. Fußballerisch haben wir uns sehr schwer gegen die defensiv agierenden Kicker von Hohenems getan, allerdings hatten auch die Hausherren erstklassige Tormöglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir besser ins Spiel gefunden und nach dem 4:2 mussten wir im Gegenstoß das 3:4 hinnehmen. So wurde es nochmals eng, aber Hohenems hatte eigentlich keine konkrete Möglichkeit mehr auf den Ausgleich. Vorab hatten wir aber sicherlich bei einigen Aktionen Glück – hätten auch weitere Gegentreffer kassieren können. In Summe ist aber der Erfolg, meiner Meinung nach, verdient!“

 

Rainer Neuhofer, Trainer Union Raiffeisen Gurten: „Wir sind nicht gut in die Partie gestartet und sind immer wieder in Konter des Gegners gelaufen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf eine zweite Spitze umgestellt und das hat sich sicherlich positiv ausgewirkt. Eine sehr intensive Partie, nach dem 3:4 war es zwar vom Ergebnis her extrem eng, Hohenems fand aber keine konkrete Chance auf den Ausgleich mehr vor!“

 

Hans-Peter Kessler, Ligaportal.at Live-Ticker Reporter zum Spiel: „Mit einem 4:3 Erfolg der Gäste aus Gurten endet das Spiel hier in Hohenems. Eine starke Leistungssteigerung der Gäste in der zweiten Hälfte brachte die Entscheidung. Hohenems konnte in der zweiten Hälfte einige gute Möglichkeiten nicht zu einem Treffer nutzen. Die Heimelf konnte zweimal nach einem zwei Tore-Rückstand bis auf einen Treffer herankommen. aber es reichte aus Sicht von Hohenems nicht mehr!“



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