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Tirol Liga

Obmann SVG Mayrhofen: „Lippenbekenntnisse der Politik helfen nicht weiter!“

In Reden wird all jenen die sich ehrenamtlich um den Tiroler Sport verdient machen oft auf die Schultern geklopft. Im großen Ligaportal.at Tirol Interview mit dem Obmann der SVG Mayrhofen, Erich Trinkl, kommt allerdings wieder zur Sprache wie es ausschaut wenn es um konkrete Anliegen geht die Geld kosten. In Mayrhofen kann man aber stolz sein, was im „hintersten Zillertal“ alles möglich ist. Mayrhofen wird zwar gewaltig zu kämpfen haben um sich in der Tirol Liga halten zu können, stark ist allerdings der Nachwuchs aufgestellt. Nicht zuletzt Valentina Kröll, die zum wiederholten Mal in den Kader der Frauen Nationalmannschaft U16 bzw. U17 einberufen wurde.

 

Unangenehm überrascht

Erich Trinkl, Obmann SVG Mayrhofen: „Große Freude die SVG Mayrhofen nach fünfzehn Jahren wieder als Meister der LLO in die Tiroler Liga geführt zu haben. Wir kamen aber relativ schnell auf den Boden der Realität an und mussten erkennen, dass es ganz schwierig ist gute – vielleicht auch Spieler mit Tiroler Liga Erfahrung - ins hinterste Zillertal zu bekommen. Wir haben uns mit zwei Zugängen zufrieden geben müssen und hatten einige Abgänge, wobei nicht alle geplant waren und wir hier unangenehm überrascht wurden! Leider kamen viele schwer und langzeitverletzte Spieler dazu und unser sonst schon kleiner Kader war nicht mehr Tiroler-Liga tauglich. Zu den Tiefschlägen der Hinrunde zählen bestimmt die beiden Niederlagen in Zams und in Kematen – die Ergebnisse habe ich (leider nicht) vergessen. Auch die eine oder andere menschliche Erkenntnis wie man mit Niederlagen umgeht und wie man sich in schweren Zeiten begegnet – aber das kannten wir ja bereits aus den letzten Jahren bevor wir den Aufstieg geschafft haben.

Großteil schwer in Ordnung – aber nicht zufrieden

Erich Trinkl: “Wenn ich ehrlich bin: ich kann nicht oder nur sehr schwer verlieren und es geht mir auch oft um die Art und Weise wie man verliert bzw. was setze ich alles dagegen. Da wartet auf die Trainer und die Vereinsführung noch viel Arbeit, da wir ja eine sehr junge Mannschaft haben, die in solchen Situationen auch reifen muss. Möchte aber festhalten, dass der Großteil der Truppe schwer in Ordnung ist und wir hinter unserer Mannschaft stehen. Zufrieden sind wir natürlich nicht, den der aktuelle Tabellenplatz ist alles andere, als wir uns vorgestellt und als Ziel gesetzt haben!“

Kaderänderungen

Erich Trinkl: „Wir ziehen noch den einen oder anderen jungen Spieler aus der KMII hoch, damit die Jungs die körperliche Voraussetzungen im Fall des Falles haben. Wir sprechen mit Spielern, die uns wirklich helfen, aber wie schon im Sommer ist es fast nicht möglich, Spieler ins hinterste Zillertal zu bringen. Die geografische Lage macht es uns sehr schwer von außen mehr Qualität in die Mannschaft zu bringen! Wir wollen keinen Spieler holen der einem Eigenbauspieler mit gleicher oder ähnlicher Qualität den Platz verstellt – da wäre die Arbeit der letzten Jahre umsonst! Alles andere wäre zur Zeit noch Kaffeesud lesen und dafür bin ich nicht zu haben. Wir hoffen den einen oder anderen Spieler noch zu verpflichten um in der Tiroler Liga zu bestehen!“

Ziele

Erich Trinkl: „Es ist vieles in den obigen Punkten schon gesagt, aber intern werden wir weiter an Verbesserungen arbeiten, um die Mannschaft und das gesamte Umfeld langfristig Tiroler-Liga tauglich zu machen. Weiter im Fokus steht der eigene Nachwuchs und die bestehende Mannschaft zu entwickeln und zu stabilisieren. Auch die Kommunikation mit den Fans und den Medien wird oder muss verbessert werden. Um die SVG Mayrhofen weiter voranzubringen und nachhaltig für die Kinder, den Jugendlichen und den Erwachsenen eine Perspektive zu geben, sollte auch die Marktgemeinde Mayrhofen, der Tourismusverband Mayrhofen und das Land Tirol in die Strukturen des Sportes mehr investieren, denn unsere Sportstätten sind zum Teil mehr als sechzig Jahre alt und das ist für Mayrhofen unwürdig!“

Nationalteam unter Franco Foda - der richtige Mann?

Erich Trinkl: „Für meine Person finde ich den Franco Foda unter den zur Auswahl gestandenen Kandidaten als absolut der richtige Teamchef, da er kein Schönredner sondern ein Arbeiter ist – soweit dies aus der Ferne einzuschätzen ist. Auf alle Fälle kennt er den österreichischen Fußball. Bin mir auch sicher, dass er unsere „Problemkinder“ und „Starkicker“ richtig anzupacken weiß und unsere Nationalmannschaft wieder auf die richtige Spur kriegt! Muss aber auch festhalten, dass ich den Marcel Koller bis zur EM in Frankreich sehr geschätzt habe. Was aber im Vorfeld bzw. bei der EM passiert ist, würde mich brennend interessieren!“

Anliegen des Vereins

Erich Trinkl: „Nur mit ordentlichen Strukturen und einem passenden Umfeld kann man arbeiten und etwas entwickeln. Die Politik und die Kommunen dürfen nicht vergessen: wir Ehrenamtlichen machen unserem Job im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Erwachsen und bekommen für unsere Arbeit oft nur hämische Zurufe! Es wird so oft über das Ehrenamt geredet und wie wichtig es ist – aber ohne Werkzeug kann man nicht arbeiten! Das wichtigste vom Verein sind die Kinder und die Jugendlichen und wenn diese am Sportplatz sind und sich gut entwickeln, ist das unbezahlbar für Eltern und Gemeinden. Die Kosten für die Infrastruktur und für intakte Vereine ist langfristig ein gut angelegtes Geld und darüber muss sich die Politik Gedanken machen und sich entsprechend deklarieren - Lippenbekenntnisse helfen hier nicht weiter!! An dieser Stelle darf ich unsere Nachwuchstrainer und alle freiwilligen Helfern hervorheben und mich bei den Damen und Herrn bedanken, denn ohne diese tolle Truppe wäre es nicht möglich, einen Verein mit so vielen Aktiven zu führen – VIELEN DANK!“

Starker Nachwuchs

Erich Trinkl: „Was ich aber auch noch erwähnen möchte, sind nicht nur die Spieler, die in den verschiedenen Ausbildungsschienen des Tiroler Fußball Verbandes tätig sind und sich gut entwickeln, sondern unsere Valentina Kröll, die zum wiederholten Mal im Kader der Frauen Nationalmannschaft U16 bzw. U17 einberufen wurde und das zum Teil als einzige Tirolerin! Valentina, wir sind stolz auf Dich und bedanken uns bei Deiner Familie, dass diese so hinter Dir steht! Hoffe die SVG Mayrhofen schafft es, sich in der Tiroler Liga zu halten, denn nur wenn man nach vorne schaut, kann man sich verbessern und entwickeln!“

 

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