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2. Liga: Rückblende Herbst 2018 Teil 2!

15 absolut spannende Runden sind in der ersten Saison der neuen 2. Liga gespielt. Ganze 331 Tore haben die 16 Mannschaften erzielt, Spitzenreiter in der Torstatistik ist dabei Blau-Weiß Linz mit ganzen 33 Treffern. Wattens und Ried teilen sich den ersten Platz bei den wenigsten Gegentoren (10), während die Young Violets und Vorwärts Steyr mit je 32 die meisten Gegentore kassiert haben. Innsbruck II hat mit 13 Treffern die wenigsten Tore geschossen. So viel zur Statistik, doch wie haben sich die einzelnen Mannschaften im Herbst geschlagen? Wurden die Erwartungen erfüllt und wie haben sich die vielen Aufsteiger geschlagen? Das versuchen wir diese Woche in einer mehrteiligen Rückblende herauszufinden. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit den Aufsteigern der Regionalliga Mitte und der Regionalliga West:

Lafnitz überzeugt, aber wo ist der Rest?

Der überlegene Tabellenführer und Aufsteiger aus der Regionalliga Mitte hieß im Sommer SV Lafnitz. Die Steirer stiegen mit guten 70 Toren, jedoch nur 16 Gegentoren in die neue zweite Liga auf. Dementsprechend wurden den Lafnitzern der Status eines Geheimfavoriten auf einen Platz an der Sonne zugeschrieben. Erwartungen und Ergebnisse drifteten in der Anfangsphase der Saison aber doch deutlich auseinander. Gleich am ersten Spieltag kassierten die Mannen von Ferdinand Feldhofer eine herbe 6:1 Pleite gegen die WSG Wattens, darauf folgte gleich eine Niederlage gegen die Juniors und ein Remis gegen Amstetten. Mit Fortdauer der Meisterschaft erfing sich der Aufsteiger aber doch immer mehr und mehr. Ein starker September legte schließlich die Basis für den überragenden siebten Platz der Lafnitzer. Kapfenberg wurde im Derby mit 5:1 zerlegt, danach folgte ein Sieg gegen Lustenau und ein Punkt gegen Steyr. Mit 22 Punkten liegen die Lafnitzer in Schlagdistanz zu Ried (28), ob es für mehr reicht wird man sehen, Wattens wird mit 34 Punkten aber wohl nicht mehr zu knacken sein. Alles in allem haben die Steirer die Erwartungen trotz anfänglicher Schwierigkeiten jedenfalls erfüllt. 

Erwartungen erfüllt!

Vorwärts Steyr: Ein lahmendes Zugpferd! 

Die Oberösterreicher sind ein Traditionsklub wie er im Buche steht. Als ehemaliger Bundesligist, der gebeutelt durch sportliche und finanzielle Probleme in den Amateurbereich abstieg, schaffte es nach 20 Jahren wieder zurück in die zweithöchste Spielklasse. Nach dem überraschenden Heimremis im Auftaktspiel gegen Ried schien alles in geordneten Bahnen abzulaufen, danach folgte jedoch Negativergebnis um Negativergebnis.

Fussball SK Vorwaerts Steyr vs SC Austria Lustenau 05.10.2018-47

Coach Scheiblehner stand bei Steyr bereits massiv unter Druck! (Foto: Harald Dostal) 

Zu Beginn der Saison schien es aber als würde es nach dem Aufstieg auch gleich wieder abwärts gehen. Mit einer Tordifferenz von Minus 18 bei 14 erzielten Treffern und 32 erhaltenen weist die Elf von Gerald Scheiblehner die schlechtesten Werte aller 16 Klubs auf. Nichtsdestotrotz konnten die Steyrer vier Spiele gewinnen. Der ehemalige Bundesligist aus der oberösterreichischen Industriemetropole Steyr hätte sich sogar einen Platz im hinteren Mittelfeld sichern können. Zum Abschluss des Herbstes setzte es gegen die Young Violets aber nochmal eine Pleite. Steyr steckt somit wieder mitten im Abstiegskampf. Nachdem die Steyrer die meiste Zeit im Herbst auf dem letzten Platz verbracht haben, ist der derzeitige 14. Platz aber jedenfalls eine bessere Ausgangslage fürs Frühjahr. Das erhoffte Zugpferd für die Liga braucht aber noch etwas um die hohen Erwartungen zu erfüllen. 

Erwartungen enttäuscht!

Interessante Jugendmannschaften aus Linz und Innsbruck! 

Zwar verlässt Trainer Ronny Brunmayr die Juniors Oberösterreich im Winter, zufrieden darf er mit seiner Arbeit und der Leistung seiner Mannschaft aber dennoch sein. Die Juniors Oberösterreich haben sich mit fünf Siegen und zwei Unentschieden den zwölften Rang erkämpft. Großes Problem dieser jungen Mannschaft war im Herbst die Defensive. 28 Gegentreffer sind ein absoluter Negativwert. Marko Raguz und der gar nicht mehr so junge Michael Lageder (27) stachen positiv aus der Mannschaft heraus. Im Frühjahr gilt es schnell Siege einzufahren und die gefährliche Abstiegszone hinter sich zu lassen. Das erste Duell geht dabei gleich gegen Wacker II. Gegen die Truppe aus Tirol hat man die erste Partie im Sommer 3:0 verloren. 

Erwartungen erfüllt! 

Trainer Thomas Grumser leister bei Wacker II einen ausgezeichneten Job. Die Tiroler sind wohl das am schwersten zu bewingende Jugendteam der Liga. Vier Siegen und sechs Remis stehen nur fünf Niederlagen gegenüber. 18 Punkte können sich in der ersten Saison in der zweithöchsten Spielklasse durchaus sehen lassen. Großes Manko des Aufsteigers aus der Regionalliga West ist jedoch die Offensive. Mit 13 Treffer stellen die Tiroler die schwächste Offensive der Liga, allerdings erhielt die Grumser-Elf auch nur 14 Gegentore, wiederum ein top-wert. Matthäus Taferner ließ sein Können im Herbst vielfach aufblitzen. Vom Jung-Talent der Tiroler werden wir im Frühjahr sicher noch einiges sehen. Die Tiroler haben sich jedoch dem Namen nach wirklich "wacker" geschlagen. Das war nach dem achten Platz in der Regionalliga nicht unbedingt zu erwarten. 

Erwartungen übertroffen! 

Austria Klagenfurt und der bekannte Druck... 

Austria Klagenfurt ist nach dem Abstieg vor zwei Jahren wieder zurück in der 2. Liga. Damals scheiterte der Klub von Peter Svetits an den hohen Erwartungen, es scheint als tun sich die Kärntner auch in dieser Saison wieder schwer die hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Franz Polanz schmiss den Cheftrainerposten im Oktober hin, Robert Micheu folgte ihm nach. Der richtige Erfolg wollte sich aber dennoch nicht einstellen. Das Manko bei den Kärntner scheint die fehlende Konstanz zu sein. Erst im Oktober punktet man gegen Titelaspirant Ried, danach verliert Klagenfurt gegen Vorwärts Steyr und wieder eine Runde darauf schlagen die Kärntner Liefering klar mit 3:0. Wenn die Klagenfurter den Schalter im Frühjahr umlegen könnte der Klassenerhalt fixiert werden. Geschieht dies nicht werden die Kärntner bis zum Ende um den Klassenerhalt fighten müssen. 

Erwartungen enttäuscht! 

 

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