Am Sonntagvormittag kam es in der zweiten Liga zum Duell zwischen dem FC Liefering und der Zweier von Rapid. Die Gastgeber gingen als klarer Favorit ins Spiel und konnten dieser Rolle auch gerecht werden, und wie. Das Spiel endete mit einem 6:2-Sieg der Heimischen.

 

Klare Sache

Dabei starten die Wiener stärker ins Spiel und finden die ersten Möglichkeiten vor. Man spielt sich in der gegnerischen Hälfte fest und das Aufeinandertreffen nimmt in den ersten Minuten wohl einen Verlauf ein, den man genau andersrum erwarten hätte können. Erste vielversprechende Aktion: Marko Dijakovic zieht auf der linken Seite an und findet in der Box Nicholas Wunsch. Der Kapitän der Gäste trifft beim Abschluss allerdings nur seinen Mitspieler Bernhard Zimmermann. Dann befreit sich Liefering erstmals und dringt ins letzte Drittel ein. Der Spielzug nach einem ruhigen Aufbau endet in einem Abstoß für Rapid. Dann erhält Daouda Guindo auf der linken Seite das Zuspiel, sein Flankenversuch misslingt völlig und landet hinter dem Rapid-Tor auf den Tribünen der Red Bull Arena. Plötzlich geht es blitzschnell! Daouda Guindo findet in der Box Thomas Schiestl, der auf den besser positionierten Luka Reischl querlegt. Jener hat keine Mühe freistehend einzuschieben - 1:0. Tolle Kombination der Heimelf! Kurz darauf ist der Doppelschlag perfekt. Liefering zeigt sich enorm kaltschnäuzig im Abschluss: Amankwah Forson erkämpft sich am rechten Sechzehnereck das Spielgerät, macht ein, zwei Schritte in den Strafraum hinein und lässt Bernhard Unger beim Abschluss ins lange Eck keine Abwehrmöglichkeit. Rapid ist nun sichtlich angeschlagen. Nach starkem Beginn liegt man nun mit zwei Toren im Hintertreffen. Den Lieferingern ist der Knopf aufgegangen und die Spielzüge werden zwingender und schneller. Dann doch ein Rapid-Eckball von der rechten Seite: Benjamin Kanuric bringt die Flanke genau auf den Kopf von Leopold Querfeld, der beim Kopfball keine Geschwindigkeit hinter den Ball bekommt. Adam Stejskal kann den Ball aufnehmen. Dann wieder Liefering: Amankwah Forson ist auf der rechten Seite frei durch und findet mit einem tollen Querpass Dorgeles Nene. Dieser könnte wohl direkt abschließen, nimmt sich das Leder jedoch an und vertändelt so diese Torchance. Liefering erhöht kurz darauf dann doch: Ein abgefälschter Schuss landet genau im Laufweg von Daouda Guindo. Keeper Bernhard Unger ist bereits auf dem Weg in die andere Ecke, Guindo muss nur noch ins leere Tor einschieben. Dann der Anschlusstreffer von Rapid: Lukas Sulzbacher setzt sich nach einem Einwurf auf der rechten Seite durch, bringt die Flanke zur Mitte, wo Marko Dijakovic im Verbund mit Samuel Major das Leder über die Linie drückt. Der Lieferinger ist wohl zuletzt am Ball gewesen. Die passende Antwort der Heimelf folgt auf dem Fuß: Dorgeles Nene legt sich das Spielgerät an Bernhard Unger vorbei, muss eigentlich nur noch einschieben, doch serviert Luka Reischl das Leder, für den es eine noch einfachere Aufgabe ist, den Ball im Tor unterzubringen. Dann geht es in die Kabinen. 

Liefering stark

Die erste Möglichkeit im zweiten Abschnitt gehört den Hütteldorfern: Nicholas Wunsch bringt die Flanke auf Denis Bosnjak, sein Kopfball segelt über den Kasten hinweg. Liefering macht es besser: Dorgeles Nene dribbelt mit dem Ball am Fuß Richtung Sechzehner. Daouda Guindo läuft links mit, sodass Leopold Querfeld zwei Gegenspieler aufhalten muss. Nene bekommt somit immer mehr Platz und verwandelt unhaltbar ins lange Eck - 5:1. In der 53. Minute wird es deutlich. Thomas Schiestl nimmt das Leder auf, nachdem die Rapid-Abwehr das Spielgerät nicht sauber geklärt bekommt. Lukas Sulzbacher fälscht den Schuss von Schiestl ab, sodass Bernhard Unger ohne jede Abwehrchance bleibt. Aufgeben tut Rapid aber nicht: Marko Dijakovic startet auf der rechten Seite in die Schnittstelle und legt für seinen Kapitän auf. Nicholas Wunsch hält direkt drauf und setzt das Leder nur knapp über die Querlatte. Liefering kontrolliert weiterhin das Geschehen. Die beiden letzten Angriffsversuche enden allerdings in einer Abseitsposition. Rapid ist sichtlich bemüht, doch die Lieferinger Abwehr hält ganz sicher stand. Dann schwächt sich Liefering selbst, indem Daouda Guindo bei einem Zweikampf mit Nicholas Wunsch an der Seitenauslinie deutlich zu spät kommt und nach dem harten Einsteigen in Halbzeit eins folgerichtig die Ampelkarte gezeigt bekommt. In der 79. Minute Elfmeter für Rapid! Enes Tepecik wird im Sechzehner zu Fall gebracht! Adam Stejskal errät die Ecke, doch kann den platzierten Strafstoß des Rapid-Kapitäns nicht aufhalten. Im Vorlauf der Elfmetersituation übrigens ein schön anzusehender Doppelpass zwischen Enes Tepecik und Nicolas Binder. Binder läuft in der Folge alleine auf Adam Stejskal zu, legt sich den Ball am Keeper vorbei, doch kommt nicht zum Abschluss. Nach dem Pass zurück auf Enes Tepecik wurde jener per Foulspiel gestoppt. Das 6:2 ist schließlich auch der Endstand. 

Foto: GEPA/ADMIRAL