Zwei späte Tore bringen Loipersdorf einen knappen Sieg in Kemeten

Der SC Kemeten empfing den starken Neuling der 1. Klasse Süd SC Loipersdorf-Kitzladen, welcher an der dritten Stelle liegt. Die Heimischen unterlagen am Ende dem Aufsteiger mit 1:3, bleiben aber auf Rang elf. Die Loipersdorfer rücken nach diesem Sieg an den Zweiten Rotenturm näher heran und bleiben ein Teil des Spitzentrios.

 

Die Heimischen mussten auf einige Stammkräfte verzichten, welche sich in der Vorwoche in Mühlgraben schwer verletzt haben. Doch das merkte man in der Anfangsphase überhaupt nicht. Die Kemeter waren tonangebend und spielten munter in die Offensive. In der 14. Minute tankt sich Oreskovic durch die Gästeabwehr, überspielt noch den letzten Gegenspieler, doch dieser hakt nach und erwischt ihn am Fuß. SR Gangl stand gut und entschied sofort auf Strafstoß. Patrick Herold legt sich die Kugel zurecht und lässt Tormann Freitag keine Chance – 1:0. In dieser Phase dominierten die Heimischen das Spiel und ließen kaum einen Gegenangriff zu. Doch in der 24. Minute folgte ein Eckball für die Gäste und an der zweiten Stange wird Filip Bazina vergessen und kann ungehindert zum 1:1 einköpfen. Doch nur zwei Minuten später hätten die Kemeter durch Carsten Graf wieder in Führung gehen können, doch sein Volleyschuss wird von Tormann Freitag mit den Fingerspitzen über das Tor gelenkt. In der 35. Minute vergeben nochmals die Heimischen eine gute Torchance. Nach einem Eckball schien die Aktion geklärt, doch der Ball landet bei Markus Hochwarter, welcher aus gut 25 Meter voll draufhält. Auch sein Schuss geht nur Zentimeter am Tor vorbei. Jetzt durften auch die Gäste mal ihr Glück versuchen, als Bazina einen Ball zu Hudorovic im Strafraum spielt und dieser aus kurzer Distanz nicht verwerten kann.

Loipersdorf entscheidet das Spiel in der Schlussphase für sich

Nach der Pause standen beide Abwehrreihen sehr gut und es entwickelte sich zwar ein offener Schlagabtausch, doch die großen Einschussszenen fehlten zu Beginn der zweiten Spielhälfte. Es dauerte bis zur 72. Minute, wo die Gäste eine richtig interessante Einschussmöglichkeit durch Pogacsics hatten bzw. gleich darauf durch Loncar, welche aber Tormann Bartolic entschärfen kann. Die Zuseher waren eigentlich schon auf ein gerechtes Unentschieden eingestellt, doch dann kam kurz vor Schluss der leider nicht so nachvollziehbare Auftritt des Schiedsrichterteams. In der 85. Minute trifft Filip Bazina zum 1:2 für die Gäste und was auch wohl der Matchball schien. Doch darauf folgten heftige Reklamationen der Kemeter Spieler, Trainerteam und Zuseher. Was war passiert? Ein Loipersdorfer Spieler tankt sich auf der rechten Aussenbahn durch, die Heimischen Spieler attackierten ihn und auch Tormann Bartolic kam aus seinem Kasten raus. Der Loipersdorfer bedient mit einem Pass Filip Bazina, welcher aber zirka ein Meter vor der Torlinie im Abseits stand. Auch Schiedsrichter Gangl war sich nicht ganz sicher, ob der Treffer regulär ist und erkundigte sich beim Assistenten, doch dieser meinte, dass es kein Abseits war. Natürlich folgten darauf heftige Reklamationen der Beteiligten und sogar manch Loipersdorfer hätte den Treffer nicht gegeben. Doch was dann noch in der Nachspielzeit passierte, war dann sehr fragwürdig. Markus Hochwarter möchte einen kommenden Ball abfangen, doch wird mit dem Ellbogen von Filip Bazina zu Boden gestreckt und bleibt am Boden liegen. Doch blieb die Pfeiffe des Schiedsrichters stumm, die Gäste spielten weiter und machten so ungehindert das 1:3 durch Jafari. Auch diese Aktion sorgte für heftigen Unmut der Heimischen und so beschwerte sich Nino Wilfinger zu laut und wurde mit Rot vom Feld geschickt. Danach wurde die unrühmliche Schlussphase beendet und die brav spielenden Kemeter standen mit leeren Händen da und fühlten sich schwer benachteiligt. Kemeten-Coach Joachim Schwarz kommentierte das Match folgendermaßen: „Die Partie ist eigentlich sehr fair und ohne große Emotionen bis zur 85. Minute über die Bühne gegangen. Doch was dann passierte, war für mich ein Skandal. Wie man das 1:2 geben kann, ist mir heute noch ein Rätsel. Ich glaube, das hat sogar jeder Zuseher gesehen, dass Bazina klar im Absatz stand. Und die Draufgabe war vor dem 1:3 die Tätlichkeit bzw. Foul an meinen Spieler, welches gar nicht gegeben wurde. Wir haben gut gespielt und waren natürlich nach dem Schlusspfiff mehr als nur enttäuscht.“

 

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