Riedlingsdorf auch im Schlager der Runde nicht zu stoppen

Am letzten Spieltag der 2. Klasse Süd A stand ein Kracher auf dem Programm. Dabei empfing der seit zwölf Runden ungeschlagene Tabellenführer ASKÖ Riedlingsdorf, der neun der letzten zehn Spiele gewinnen konnte, den Drittplatzierten SC Mariasdorf. Während sich der Spitzenreiter mit einem weiteren "Dreier" die Herbstkrone aufsetzen wollte, hatte die Gästeelf von Trainer Friedrich Kirnbauer nach fünf Siegen in den letzten sechs Runden die Chance, mit einem weiteren vollen Erfolg nach Punkten mit dem Tabellenführer gleichzuziehen. Nach zwölf Auswärtsspielen in Folge ohne Niederlage riss die tolle Serie der Mariasdorfer, musste sich die Kirnbauer-Elf seit 23. Oktober 2011 in der Fremde erstmals wieder geschlagen geben.

 

Elfmeter bringt Tuba-Elf in Front

Vor rund 200 Besuchern nahm der Spitzenreiter von Beginn an das Heft in die Hand. Nachdem die eine oder andere Chance zunächst nicht genützt wurde, ging der Ligaprimus nach einer Viertelstunde in Führung: Nachdem Gästegoalie Patrik Friedel bei einem Luftkampf Riedlingsdorf-Kapitän Albin Pfeffer zu Boden gerissen hatte, verwandelte Tobias Lukschander den fälligen Elfmeter zum 1:0. In der Folge verabsäumte es die Mannschaft von Trainer Ludwig Tuba, ein Tor nachzulegen und hätte kurz vor der Pause beinahe den Ausgleich kassiert, ein Schuss der Gäste strich aber knapp am langen Eck vorbei.

 

Riedlingsdorf-Keeper Schlaffer nach 400 Minuten erstmals wieder geschlagen

Kurz nach Wiederbeginn durften die heimischen Fans erneut jubeln, konnte Kapitän Pfeffer nach einem kurz abgespielten Freistoß auf 2:0 erhöhen. In Minute 54 kamen die Gäste wieder zurück ins Spiel, als Martin Ulreich einen Schnitzer von Riedlingsdorfs letztem Mann, Rene Pammer, zum Anschlusstreffer nutzen konnte und Torwart Patrick Schlaffer nach 400 Minuten ohne Gegentor sich erstmals wieder geschlagen geben musste. In der Folge kam Hektik ins Spiel, versuchten die Gäste den Ausgleich zu erzielen.

 

Aufregung in der Nachspielzeit

Nach 68 Minuten war der Schlager der Runde entschieden, stellte Elia Schuh nach einer Ecke per Kopf auf 3:1. Die Gäste verstärkten zwar in der restlichen Spielzeit ihre Offensivbemühungen, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden. Aufregung dann in der Nachspielzeit, als die Mariasdorfer nach einem vermeintlichen Handspiel im Riedlingsdorfer Strafraum einen Elfer zugesprochen bekommen wollten, Schiedsrichter Schneider das Spiel jedoch weiterlaufen ließ, Zsolt Manganelli den folgenden Konter erfolgreich abschloss und den 4:1-Sieg und somit den Herbstmeistertitel der ASKÖ Riedlingsdorf unter Dach und Fach brachte.

 

Adolf Rehberger, Obmann ASKÖ Riedlingsdorf:

"Wir hatten das Spiel von Beginn an unter Kontrolle und den Gegner gut im Griff. Mit zwei raschen Toren in jeder Halbzeit konnten wir den Grundstein zum Sieg legen. Nachdem wir in den ersten drei Runden uns an die neue Liga erst gewöhnen mussten, ist es danach super gelaufen, sind seit 13 Runden ungeschlagen und konnten uns den Herbstmeistertitel sichern. Uns erwartet aber eine schwierige Rückrunde, sind doch in der Tabelle drei, vier Mannschaften nicht allzu weit entfernt."

 

Günter Schlenkrich

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