Hochart: Ungebremster Sturzflug ans Tabellenende

"Wir haben im Sommer zwei Leistungsträger verloren und gewusst, dass uns keine einfache Saison erwartet, mit dem Absturz ans Tabellenende hätten wir aber nicht gerechnet", ist Robert Schuh, Sektionsleiter des SV Auto Schuh Hochart, mit dem Abschneiden alles andere als zufrieden. Während die Mannschaft von Trainer Rudolf Wanek in der Vorsaison noch den Vizemeistertitel erringen konnte, zeigte in der aktuellen Meisterschaft der 2. Klasse Süd A der Pfeil von Beginn an steil nach unten. Die Hocharter konnten im Herbst lediglich sieben Punkte sammeln und müssen nach fünf Niederlagen in Folge als Tabellenletzter überwintern.

 

Die Gründe für das enttäuschende Abschneiden glaubt man zu kennen. "Wir hatten im Frühjahr einige Verletzte zu beklagen, waren einige Spieler zu Saisonbeginn nicht dabei bzw. sind noch immer nicht fit. Unter den Ausfällen hatte vor allem die Defensive zu leiden und haben mit 61 Gegentore viel zu viele erhalten", weiß der Sektionsleiter, wo der Schuh drückt. "Zudem können berufsbedingt zahlreiche Akteure kaum trainieren, weshalb die körperliche Verfassung der Mannschaft nicht die beste ist und im physischen Bereich der Hebel angsetzt werden muss."

Einziger Lichtblick einer rabenschwarzen Herbstsaison ist Neuzugang Milan Fülöp, der 17 der 34 Hocharter Treffer erzielte und zum drittbesten Torschützen der Liga avancierte. Sorgen bereiten in Hochart hingegen die Tormänner. Während Robin Zingl nach einer Verletzungspause noch nicht hundertprozentig fit ist, musste Stamm-Keeper Peter Höfler trotz einer Verletzung zuletzt das Tor hüten. "Ich habe schon im Sommer vor einem Tormann-Problem gewarnt, dennoch hat sich der Vorstand dazu entschlossen, keinen Torwart zu verpflichten. Natürlich ist man im nachhinein schlauer und sehen uns im Winter intensiv nach einem Schlussmann um", so Schuh.

Weitere Transfers sind beim Tabellenletzten keine geplant. "Wir wollen zwar nicht Letzter werden, es ist aber nicht relevant, ob am Ende der 13. oder 14. Platz herausspringt und werden uns deshalb auf keine Abenteuer einlassen. Wir haben stets gut gewirtschaftet und werden das auch weiterhin tun", erklärt der Sektionsleiter, für den sich die Trainerfrage nicht stellt. "Natürlich wird das schlechte Abschneiden analysiert, an der Talfahrt trifft Coach Wanek aber keine Schuld." Ab Dezember traineren die Hocharter in der Halle in Pinkafeld, um dann im neuen Jahr mit Laufeinheiten die Kondition auf Vordermann zu bringen, ehe Mitte Januar der Startschuss zur Vorbereitung fällt.

 

Redaktion

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