Riedlingsdorf: "Dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen"

Mit einer 0:4-Schlappe in Schlaining rutschte die ASKÖ Riedlingsdorf in der allerletzten Runde der vergangenen Saison auf einen Abstiegsplatz und musste den bitteren Gang in die 2. Klasse Süd A antreten. Nach anfänglichen Problemen war die Mannschaft von Neo-Trainer Ludwig Tuba in der Folge nicht zu stoppen, ist seit nunmehr 13 Runden ungeschlagen und konnte in den letzten elf Spielen zehn Siege feiern. Nach einer ausgezeichneten Hinrunde konnten die Riedlingsdorfer den Herbstmeistertitel erringen, der Vorsprung auf Hannersdorf beträgt aber nur einen Punkt, zudem sind auch die übrigen Verfolger aus Redlschlag, Mariasdorf und Jabing nicht allzu weit zurück.

 

Nach holprigem Start nicht zu stoppen

"Da sich die Mannschaft nach dem Abstieg nicht großartig verändert hat, waren wir überzeugt davon, uns im Vorderfeld der Tabelle präsentieren zu können, den Herbstmeistertitel hätten wir aber nicht erwartet", freut sich Obmann Adolf Rehberger über die tolle Hinrunde. "In den ersten Runden hatten wir noch einige Probleme, haben gegen Schachendorf nur ein Unentschieden erreicht und mussten gegen Badersdorf die bislang einzige Niederlage einstecken, die Mannschaft hat sich aber schnell gefunden und dann eine tolle Serie gestartet." Zudem hat sich ein Trainerwechsel - Ludwig Tuba folgte Reinhard Kukits nach - positiv ausgewirkt. "Da Tuba die Mannschaft vor einigen Jahren schon einmal betreut hat, waren wir von seinen Qualitäten überzeugt und leistet auch ausgezeichnete Arbeit", zollt der Obmann dem alten und neuen Trainer ein Extralob.

 

In der Fremde eine Macht

Während der Herbstmeister seine einzige Niederlage auf eigener Anlage einstecken musste, ist die Tuba-Elf in der Fremde das einzige noch ungeschlagene Team der Liga, konnte in acht Auswärtsspielen sieben Siege einfahren und ein Unentschieden erreichen. "In der Fremde tun wir uns etwas leichter. Die Auswärtsstärke stimmt uns zuversichtlich, müssen wir doch im Frühjahr gegen unsere Konkurrenten - bis auf Hannersdorf - jeweils in der Fremde antreten", so Rehberger, der im Winter keine Kaderveränderungen erwartet. "Ergeben kann sich immer etwas, es besteht aber kein Grund, die Mannschaft zu verändern und sind darum auch nicht auf der Suche nach Verstärkungen." Dennoch wird Coach Tuba im Frühjahr einen "neuen" Spieler in seinem Kader vorfinden, sollte Stürmer Martin Rehberger nach einem Kreuzbandriss wieder zurückkehren.

 

Beinharter Aufstiegskampf

Da die ersten fünf Mannschaften der Tabelle nur sechs Punkte trennen, ist in der Rückrunde ein beinharter Aufstiegskampf zu erwarten. "Trotz unserer tollen Serie ist der Vorsprung nur gering und dürfen uns demzufolge nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Uns erwartet eine überaus schwierige Rückrunde, in der die Karten möglicherweise noch einmal durchgemischt werden", meint der Obmann. "Nach dem Herbstmeistertitel werden wir alles daransetzen, den eroberten ersten Platz zu verteidigen, ist spätestens jetzt der sofortige Wiederaufstieg unser Ziel." Nach der ausgezeichneten Hinrunde genießt der Herbstmeister die Winterpause in vollen Zügen, ehe in der zweiten Jänner-Woche mit der Vorbereitung die entscheidende Phase des Aufstiegskampfes beginnt.

 

Günter Schlenkrich

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