USC Wallern: Schock in der Nachspielzeit

Zum Auftakt der 26. Runde der II. Liga Nord hatte der USC Wallern die Chance, mit Tabellenführer St. Georgen nach Punkten gleichzuziehen. Im Heimspiel gegen Schlusslicht USV Halbturn führten die Mannen von Trainer Thomas Wodicka am Freitagabend mit 2:0, der Titelaspirant musste jedoch in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen und ist nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge im Titelkampf vielleicht schon entscheidend ins Hintertreffen geraten. "Obwohl der Ausgleich in der 92. Minute schmerzt, kann ich - aufgrund des Fehlens von fünf Stammspielern - meiner jungen Mannschaft keinen Vorwurf machen", so Wallern-Coach Wodicka.

 

Knöbl trifft die Latte - Müllner stellt auf 1:0

Nach den glücklosen Spielen in den vergangenen Wochen fand die Mannschaft von Trainer Franz Ziniel bei strömenden Regen vor rund 300 Besuchern besser in die Partie und bestimmte zunächst das Geschehen. Nach einer tollen Kombination traf Wolfgang Knöbl in der neunten Minute aber nur die Latte. Drei Minuten später giung der Favorit zu diesem Zeitpunkt überraschend in Führung, als nach einem Fehler von Halbturns Robert Szombat Christoph Müllner alleine vor dem Tor auftauchte und Wallerns Stürmer den Ball an Goalie Wolfgang Nekowitsch vorbeischob.

 

Wallern nach Unterbrechung mit vermeintlicher Vorentscheidung

Fünf Minuten später beinahe der Ausgleich, nach einer Granate von Kreshnik Komani konnte Wallern-Schlussmann Johannes Denk den Ball aber zur Ecke lenken. Nachdem Serkan Silik nach dem darauffolgenden Corner eine Chance vergeben hatte unterbrach Schiedsrichter Binder aufgrund eines Gewitters die Partie. Nach der rund 15-minütigen Unterbrechung verloren die zuvor starken Halbturner den Faden, war in der restlichen ersten Halbzeit der Tabellenzweite spielbestimmend. Als nach einem Angriff über die rechte Seite und Vorlage von Richard Chorvatovic der starke Julian Wegleitner auf 2:0 gestellt hatte, sah es nach dem erwarteten Pflichtsieg des Titelaspiranten aus.

 

Takac bringt Ziniel-Elf ins Spiel

Wie schon im ersten Durchgang gehörte auch in der zweiten Halbzeit die Anfangsphase den Gästen. Im ersten Angriff knallte Tomas Takacs in der 46. Minute den Ball knapp über den Kasten. Obwohl die Ziniel-Elf in der Folge spielbestimmend war, blieb Wallern im Konter stets gefährlich, lieferte sich Kapitän Müllner mit Halbturns Innenverteidiger Norbert Knöbl packende Zweikämpfe. Nach einer Stunde der verdiente Anschlusstreffer der Halbturniuer, als Takac nach einem schönen Spielzug dfen Ball ins kurze Eck setzte.

 

Ausgleich in Minute 92

Die dominanten Halbturner bestimmten nun das Geschehen, fanden mit zwei gefährlichen Distanzschüssen jedoch in Goalie Denk ihren Meister. In Minute 80 dann Elfmeteralarm im Halbturner Strafraum. Nach einem der angesprochenen Zweikämpfe zwischen Müllner und Knöbl kam Wallerns Kapitän zu Fall, der Referee ließ das Spiel jedoch weiterlaufen. Als die Wodicka-Elf schon wie der Sieger aussah, fiel doch noch der Ausgleich. Nach Vorarbeit von Mustafa Cetinyürek scheiterte Komani in Minute 92 an Keeper Denk. Nach der darauffolgenden Ecke und einem Getümmel erzielte Silik den letztendlich verdienten Ausgleich zum 2:2-Endstand.

 

Thomas Wodicka, Trainer USC Wallern:
"Gegen die starken Halbturner sind wir 2:0 in Führung gegangen, haben aufgrund der fehlenden Erfahrung den Vorsprung jedoch aus der Hand gegeben. Auch wenn der Ausgleich in der letzten Aktion schmerzt, bin ich mit der Leistung des jungen Teams, das beherzt gekämpft und auch gut gespielt hat, zufrieden. Trotz des bitteren Punkteverlustes geben wir nicht auf und haben - egal wie es ausgeht - bislang eine ausgezeichnete Saison gespielt."

 

Franz Ziniel, Trainer USV Halbturn:
"Trotz der unglücklichen letzten Spiele hat meine Mannschaft erneut eine ausgezeichnete Leistung geboten, ist einem Titelaspiranten auf Augenhöhe begegnet und hat mit einem verdienten Unentschieden einen Achtungserfolg gefeiert. Auch wenn der Punkt wohl zu wenig und die Situation schier aussichtslos ist, werden wir bis zum allerletzten Moment um den Klassenerhalt kämpfen."

 

Günter Schlenkrich

 

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