Corona und kein Ende in Sicht: Interview mit Roman Penzinger, Obmann Stv. ASKÖ Schlaining

Auch wenn Corona derzeit den Sport fest im Griff hat, muss es irgendwann ja weitergehen. Mit der Lockdown-Verlängerung sind wieder kleine Hoffnungen zerschlagen worden. Was im Trubel der Wintersport-Events untergeht: Amateur- und Jugendsport stehen nach wie vor still. Die Veranstalter von regionalen Ligen und Meisterschaften werden im Unklaren gelassen, Kinder dürfen seit Monaten nicht trainieren. Der Breitensport (ausgenommen die heilige Kuh Alpinski) wurde beim Aufmarsch der Minister nicht einmal vom ressortzuständigen Vizekanzler Werner Kogler erwähnt - deutlicher kann man den Status des für die Gesundheit so wichtigen Freizeitsports in Österreich nicht demonstrieren. Wahrscheinlich scheint nun aber, dass die begonnene Meisterschaftsrunde Corona- bedingt wohl kaum regulär beendet werden kann. Frühestens Ende April dürfte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs realistisch sein. Schließlich braucht es auch einen gewissen Vorlauf an Trainings, um die Gesundheit der Aktiven nicht zu gefährden.

Ligaportal befragte die verantwortlichen Vereins- Funktionäre aller Ligen und Klassen im Burgenland, wie sie die momentane Situation sehen: Heute steht Roman Penzinger, Obmann Stv. ASKÖ Schlaining, Rede und Antwort

Ligaportal: Wie war man mit dem sportlichen Verlauf der Herbstsaison zufrieden?

Penzinger. „Als Tabellenführer muss man zufrieden sein, die Erwartungen wurden übertroffen, wir haben schon damit gerechnet, dass wir oben unter den ersten fünf Mannschaften mitspielen werden, dass es für ganz oben reicht, ist super.“

Ligaportal: Wie ist die Stimmung im Verein, wie geht man mit der Ungewissheit um, ob und wann wieder gespielt werden kann.

Penzinger: „Die Spieler sind sehr zuversichtlich, unser neuer Trainer hat ein Trainingsprogramm zusammengestellt und das funktioniert sehr gut, natürlich wollen die Spieler wieder auf dem Platz stehen und gemeinsam trainieren, aber wie es weitergeht, ist ungewiss.“

Ligaportal: Die Regierung hat in einer Pressekonferenz verkündet, der Lockdown ist ein Marathon mit den letzten 10 Kilometer vor „normalem Sommer“, glauben sie daran?

Penzinger: „Jein, ich weiß nicht, was ich davon halten soll, mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Ligaportal: Fußball- Meisterschaft mit der Auflage, die Zuschauer müssen FFP2 Mundschutz tragen.

Penzinger: „Verstehe ich nicht ganz, dass man das im Freien machen muss, wenn man Abstand hält, dürfte das kein Problem sein. Die ganzen Verordnungen haben doch einige Widersprüche, man darf nichts machen, aber Skifahren und Eislaufen ist gestattet.“

Ligaportal: Hat man im Herbst Corona-bedingt mit deutlich weniger Zuschauern das Auslangen finden müssen, daraus resultierend kam es auch zu Umsatzeinbußen. Haben die Spieler auf Gehälter verzichtet?

Penzinger: „Ja, die Spieler waren schon sehr vernünftig und sind uns entgegengekommen.“

Ligaportal: Rechnet man im Winter mit Transferbewegungen?

Penzinger: „Einen Abgang haben wir zu verzeichnen, einen Zugang aus Kroatien und zwei jungen Schlaininger kommen wieder zurück zum Verein.“

Ligaportal: Denken Sie, dass – anders als im Frühjahr 2020 – im Frühjahr 2021 gespielt werden kann, also ab März oder April?

Penzinger: „Meine persönliche Meinung ist, dass wir im April anfangen mit dem Training und ab Mai die Herbstmeisterschaft zu Ende spielen werden, damit siegewertet werden kann. Es gibt für unsere Mannschaft keinen Druck, unbedingt aufsteigen zu müssen, wenn es passiert, dann nehmen wir das gerne mit, wenn nicht, ist es genauso recht“.

Ligaportal: Wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Verein für die Zukunft alles Gute.

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