Sport im Corona -Sommer

Der aktuelle Sommer ist für das Sport- und Vereinswesen eine enorme Herausforderung. Es kam dabei auch zu einigen Umbrüchen, etwa aufgrund des Commerzialbank-Skandals mit der Insolvenz des SV Mattersburg. In den nächsten Wochen stehen einige Saisonauftakte an. Sport-Austria-Präsident Hans Niessl sieht in der Covid-19-Ampelregelung eine wichtige Vorraussetzung für den Sport. In einer Aussendung meinte Niessl: "Wir müssen lernen, mit diesem Virus eine verantwortungsvolle Normalität zu leben. In diesem Sinn kann die Corona-Ampel auch für unsere 15.000 Sportvereine mit ihren 576.000 ehrenamtlich Tätigen und 2,1 Millionen Mitgliedern eine gute Orientierungstafel sein. Zuvor muss aber endgültig festgelegt werden, welche Maßnahmen und Regeln im Umgang mit diesem Virus wann wie und wo in Kraft treten und wie sie von der Ampel signalisiert werden. Das muss österreichweit geregelt sein und für alle gesellschaftlichen Bereiche - egal ob Schule, Wirtschaft oder Sport - gleichermaßen gelten, wobei natürlich die Basis aller Regelungen immer Hygieneregeln sind."



Neben Vorbereitungsspielen laufen derzeit auch zahlreiche Sportinitiativen der Dachverbände ASVÖ, ASKÖ und SPORTUNION. Diese veranstalten auch die Bewegungsangebote von "Bewegt im Park", die derzeit eine Rekordbeteiligung erleben. Von über 660 Kursen wird rund die Hälfte von der SPORTUNION organisiert, die nach dem Corona-Lockdown sowie der längsten Sportpause seit 75 Jahren eine Sommersportoffensive unter dem Slogan #comebackstronger gestartet ist. Ein zentrales Ziel der SPORTUNION-Kampagne ist es auch, dass Schulsportstätten für Sportvereine geöffnet werden. „Die Politik muss sich auf allen Ebenen verstärkt bemühen, mehr Platz für Bewegung zu schaffen und infolge der Corona-Krise den Stellenwert des Sports aufzuwerten. Daher fordern wir schon seit längerem die Öffnung von öffentlich finanzierten Schulsportstätten für Sportvereine. Niemand versteht, wieso diese oft rund 180 Tage im Jahr geschlossen sind. Hier braucht es endlich ein großes Umdenken, positive Beispiele gibt es bereits vereinzelt. Darüber hinaus wären allgemein mehr Kooperationen zwischen unseren Sportvereinen und den Bildungseinrichtungen eine Win-Win-Situation, wovon vor allem Kinder profitieren“, betont SPORTUNION-Präsident Peter McDonald.