Purbach: "Haben zwei, drei Punkte zu wenig am Konto"

Nach dem mit einem Vorsprung von 16 Punkten souverän errungenen Meistertitel in der II. Liga ist der UFC Raiba Purbach am See in der BVZ Burgenlandliga am harten Boden der Realität gelandet. Die Mannschaft von Trainer Hans Günther Schiffer konnte aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt ergattern und präsentiert sich mit Rang 13 nach acht Runden im unteren Drittel der Tabelle. "Nach dem Aufstieg haben uns einige Spieler verlassen, zudem hätte ich natürlich gerne die eine oder andere zusätzliche Verstärkung erhalten. Ich verstehe aber die Entscheidungen des Vorstandes und akzeptiere diese auch. Trotz einer eher dünnen Kaderdecke sollte ein Platz im Mittelfeld der Tabelle durchaus möglich sein", meint Coach Schiffer.

Nach zwei Zu-Null-Niederlagen in Folge reichte es für Purbach im Heimspiel gegen Horitschon zuletzt nur zu einem Unentschieden. "Natürlich haben wir uns insgeheim einen Sieg erhofft, dass Spiel ist für uns aber eher unglücklich verlaufen", spricht Schiffer unter anderem die Top-Chance von Patrick Mozelt an, der beim Stand von 0:0 aus kurzer Distanz das leere Tor nicht traf. "Im Gegenzug sind wir nach einem Fehler von Matthias Grassl in Rückstand geraten. Meine Mannschaft hat aber Moral gezeigt, konnte durch Balazs Granat ausgleichen und hat auch das 1:2, das meiner Meinung nach ein Abseitstor war, weggesteckt", weiß der Trainer. "Nach dem erneuten Ausgleich durch Christoph Wagentristl haben wir dann auf den Sieg gedrängt, der entscheidende Treffer ist uns aber leider nicht mehr gelungen. Auch wenn wir den angestrebten Sieg verpasst haben, war die Leistung in Ordnung."

Nicht in Ordnung ist beim Aufsteiger das mit nur acht Zählern gefüllte Punktekonto. "Wir sind nicht ganz im Plansoll, haben bislang zwei, drei Punkte zu wenig auf dem Konto. Das ist vor allem auf unseren eher kleinen Kader zurückzuführen. Wir haben mit einigen Verletzungen zu kämpfen, steht Andreas Strommer nach einem Seitenbandriss nicht zur Verfügung, zudem muss Matthias Grassl nach der fünften Gelben Karte am kommenden Wochenede passen", erklärt Hans Günther Schiffer. "In der zweiten Halbzeit der Herbstsaison hoffen wir, entsprechend punkten zu können und vielleicht gelingt es uns, im Winter die Mannschaft mit ein, zwei Spielern zu verstärken."

In den kommenden beiden Runden - beim Tabellennachbarn in Buchschachen und gegen das Schlusslicht aus Winden - stehen für den UFC Purbach zwei richtungweisende Spiele auf dem Programm. "Natürlich wünschen wir uns aus diesen zwei Partien sechs Punkte und werden alles daransetzen, zwei Siege einzufahren. Aber der Fußball ist kein Wunschkonzert, wenngleich es sicher möglich ist, sowohl Buchschachen als auch Winden zu besiegen", hofft der Trainer auf reichlich Punktezuwachs und einer damit verbundenden Rangverbesserung.

 

Günter Schlenkrich

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