Neuberg enteilt Verfolgern

Zum Abschluss des zehnten Spieltages der BVZ Burgenlandliga hatte Tabellenführer SV Marsch Neuberg am Sonntag die Chance, mit einem Heimsieg gegen den ASK eco-puls Horitschon-Oberpetersdorf seinen Verfolgern - Stinatz und Neusiedl mussten am Samstag Federn lassen - zu enteilen. Die Mannschaft von Trainer Karl Philipp tat sich zwar sehr schwer, konnte am Ende jedoch einen Arbeitssieg feiern und mit dem siebenten "Dreier" in Serie den Vorsprung auf nunmehr fünf Punkte ausbauen. "Die Mannschaft hat zwar nicht berauschend gespielt, derzeit aber einen tollen Lauf und konnte den angestrebten Sieg auch einfahren", ist Neubergs Sektionsleiter Wilhelm Oswald zufrieden.

 

Nach Rückstand dreht Tabellenführer das Spiel

Die Gästeelf von Trainer Franz Ponweiser, die aus den letzten beiden Spielen nur einen Punkt holen konnte, trat vor rund 500 Besuchern sehr selbstbewusst auf und ging nach zehn Minuten in Führung, als nach einem Einwurf der Ball verlängert wurde und zu dem am kurzen Eck lauernden Wilhelm Leser kam, der das Leder per Kopf zum 0:1 in die Maschen setzte. Der Favorit benötigte einige Minuten, sich von diesem  Schock zu erholen, kam dann aber in Minute 18 zum Ausgleich: Nach einem Angriff über Tomislav Liber, Michel Kovacsits, der für Georg Konrad in die Startelf rutschte, und Cruz Vagner de Souza, staubte Alexander Ressner zum 1:1 ab. In der Folge bekam die Philipp-Elf den Gegner immer besser in den Griff und ging kurz vor der Pause in Führung, als Vagner nach einem Lochpass von Liber den Ball von der rechten Seite im linken Kreuzeck versenkte.

 

Horitschon lässt nicht locker

Trotz des Rückstandes ließ Horitschon nicht locker und versuchte im zweiten Durchgang den Ausgleich zu erzielen. Nachdem Leser, alleine vor dem Neuberger Tor, an Keeper Roman Dietrich scheiterte, konnte auch Marco Ponweiser eine gute Chance nicht nutzen. Die Gäste spielten mutig nach vorne, jedoch zumeist nur bis zum gegnerischen Strafraum. Der Tabellenführer hatte das Geschehen über weite Strecken unter Kontrolle, in Minute 88 aber auch das nötige Quäntchen Glück, als Horitschons Mario Lösch nur Aluminium traf.

 

Drei Platzverweise in den Schlussminuten

Danach wurde die Partie hektisch. Nach einem Frustfoul des eingewechselten Georg Novak, geriet der Neuberger "Joker" mit dem ebenfalls eingewechselten Endrit Mucolli aneinander, ehe der Unparteiische aus Ungarn die beiden Hitzköpfe mit Rot vom Platz schickte. Nach einem Foul an Michael Marth sah Marco Napiontek wegen Torraub Gelb-Rot. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Matthias Novak zum 3:1-Endstand. Nach dem siebenten Sieg in Serie nimmt der SV Neuberg am kommenden Sonntag in Buchschachen den nächsten "Dreier" ins Visier, während der ASK Horitschon - nach drei sieglosen Runden - am Samstag, im Heimspiel gegen Jennersdorf, auf ein Erfolgserlebnis hofft.

 

Wilhelm Oswald, Sektionsleiter SV Neuberg:

"Horitschon hat es uns nicht leicht gemacht, wir konnten aber trotz einer mäßigen Leistung einen weiteren Sieg feiern und unsere Verfolger auf Distanz halten. Wir wollen unsere tolle Serie fortsetzen und auch in Buchschachen gewinnen. Obwohl es derzeit ausgezeichnet läuft, müssen wir weiter hart und konzentriert arbeiten."

 

Franz Ponweiser, Trainer ASK Horitschon-Oberpetersdorf:

"Zumindest ein Punkt wäre drinnen, mit etwas Glück sogar ein Sieg möglich gewesen. Nach der Führung haben wir zwei dumme Gegentore kassiert und sind meiner Ansicht nach durch einige Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt worden. Auch die Rote Karte für Mucolli war eine Fehlentscheidung. Wir haben dafür den Videobeweis und wollen diesen dem Verband bei der Sitzung vorlegen."

 

Günter Schlenkrich

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