ASKÖ Klingenbach: Überraschende Trennung von Trainer Marcus Pürk

Etwas überraschend kam zu diesem Zeitpunkt die Trennung zwischen dem ASKÖ Klingenbach und Trainer Marcus Pürk, es gab keinen Hinweis darauf, dass der Klub mit dem Wirken des Trainers unzufrieden wäre, zumal aus den letzten acht Spielen 13 Punkte geholt wurden und der Trend eindeutig nach oben zeigte.

Wir befragten Obmann Dominik Dihanich, welche Gründe zur Trennung mit dem Trainer geführt haben:

Dihanich: "Die Vereinbarung mit Marcus Pürk war für ein Jahr und wir haben uns im Verein entschlossen, diese nicht mehr zu verlängern. Wir haben uns mit Markus im guten Einvernehmen getrennt und haben diesen Zeitpunkt gewählt, um in die kommende Saison mit einem neuen Trainer zu starten und Marcus die Möglichkeit zu geben, sich einen neuen Verein zu suchen".

Ligaportal: In den letzten acht Begegnungen vor dem Abbruch der Saison war ein deutlicher Aufwärtstrend zu sehen, warum trotzdem die Trennung und hat man schon einen neuen Trainer in Aussicht?

Dihanich:"Ab dem Spiel in Güssing war die Leistung der Mannschaft in Ordnung und damit haben wir leben können, aber von der Tabellensituation her hat sich nichts geändert, wir standen zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz und das wollten wir eigentlich verhindern, im Tabellenkeller mitzuspielen, darum die Trennung. Außerdem wollten wir zum Saisonstart mit einem neuen Trainer einen frischen Schwung in die Mannschaft bringen. Einen neuen Trainer haben wir noch nicht in Aussicht, wir wollten fairerweise hinter dem Rücken von Marcus mit keinem neuen Trainer verhandeln. Gespräche mit potentiellen Nachfolgern werden derzeit geführt, bislang ist aber noch nichts spruchreif".

Ligaportal: Habt ihr mit dem Training schon begonnen und wer leitet diesen zurzeit?

Dihanich: " Am Dienstag haben wir wieder mit dem freiwilligen und unentgeltlichen Training begonnen, geleitet wird es vom Co-Trainer Martin Meiböck und Thomas Klemenschitz wird ihn unterstützen. Was mich gefreut hat, dass beim ersten Training 21 Spieler daran teilgenommen haben, daran sieht man, dass die Kameradschaft in der Mannschaft stimmt und jeder Spieler hat sich gefreut, wieder einen Mitspieler zu sehen".

Ligaportal: Haben sie dem Trainerteam Anweisungen gegeben, damit es nicht zu einer sogenannten „LASK-Situation“ kommt?

Dihanich:"Vor dem ersten Training haben wir die Verhaltensregeln mit der gesamten Mannschaft mit einem zwei Meter Abstand detailliert besprochen, die Spieler haben nur Zugang zum WC und einem Waschbecken, wo Desinfektionsmittel und Seife vorhanden sind. Ich bin guter Dinge, dass wir uns keine Fehler erlauben und unbeschadet aus der momentanen Situation herauskommen".

Ligaportal: Wir danken für das Gespräch

Natürlich haben wir auch Trainer Marcus Pürk zu Worte kommen lassen, wie er die Entlassung sieht und welche Gründe es seiner Meinung nach gegeben hat.

Marcus Pürk: "Für mich kam die Kündigung völlig unerwartet, es hat vorher diesbezüglich keine Gespräche gegeben und ich war überrascht über die Art und Weise, man hat mir einfach gesagt, du bist nicht mehr Trainer. Außerdem sollte man die Kirche im Dorf lassen, denn kein Mechaniker-Team kann aus einem Trabant einen Ferrari machen. Der Verein muss sich auch eingestehen, dass er schlecht eingekauft hat, dass manche Spieler Fehleinkäufe waren und im Kader teilweise nur 14 Spieler waren. Wir haben etliche Spiele in den letzten Minuten durch Individualfehler einzelner Spieler verloren, dagegen kann man nichts machen und wie es so im Fußball ist, der Trainer ist der wichtigste Mann und das schwächste Glied im Verein".

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