Es knistert im Gebälk mancher burgenländischen Amateur-Fußballvereine

Nach dem SV Eltendorf haben sich nun der UFC Strem, 1. Klasse Süd und der UFC Weiden 2. Klasse Nord mit der Kampfmannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, und der SC Rattersdorf als auch der SC Unterfrauenhaid wackeln gehörig. Andere Vereine wie der ASKÖ SV Wallendorf und der UFC Mogersdorf machen ab der Spielzeit 2020/21 gemeinsame Sache, der SC Trausdorf und ASV Steinbrunn planen für die kommende Saison eine Spielgemeinschaft.

Strem hat den Verein stillgelegt und will im nächsten Sportjahr nur im Nachwuchs- und Altherrenbereich aktiv sein. Weiden will ein Jahr pausieren in der Hoffnung, dass es nächstes Jahr wieder mehr Spieler und Funktionäre zur Verfügung stehen. In der kommenden Saison soll nun der Fokus vermehrt auf die Nachwuchsarbeit gelegt werden.

Bereits im Februar 2015 stand der UFC Weiden vor dem aus, nach dem Rücktritt des gesamten Vorstandes, und nur das Einschreiten von Weidens Bürgermeister Wilhelm Schwartz verhinderte Schlimmeres, wie er damals sprichwörtlich sagte „ den Verein nicht den Bach hinunter gehen lassen“ und stellte sich, nach einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates, als Obmann zur Verfügung. Fünf Jahre später pausiert nun die Kampfmannschaft.

Michael Guttmann: „Mir blutet das Herz“

Was meint das Weidener Urgestein Michael Guttmann, der als Spieler, Trainer und Sektionsleiter für den Verein tätig war, zu der vorerst einjährigen Pause der Kampfmannschaft seines Heimatvereines: „Mir blutet das Herz, denn ich habe in Weiden meine ersten Fußballschuhe zerrissen, aber es hat sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet, das ewige Aufsteigen und Absteigen hat dem Verein viel gekostet, man hat viel mit slowakischen Spielern gearbeitet in der Hoffnung, den Klassenverbleib zu schaffen und hat dem eigenen Nachwuchs keine Chance gegeben, einmal in der Kampfmannschaft sein Können zu beweisen“. Wurde sie Jugendarbeit vernachlässigt oder warum hat man keinen Nachwuchs? „Es wurde leider zu spät damit angefangen, die Frauenfußball - Bundesligaspielerin Martina Mädl begann 2016 mit der Nachwuchsarbeit im Verein, es wurden U8 und U10 Mannschaften zusammengestellt, und sie hat das sehr gut gemacht und eine tolle Aufbauarbeit geleistet, leider musste Mädl aus beruflichen Gründen vor 2 Jahren wieder aussteigen, aber die Jugendarbeit funktioniert weiterhin sehr gut, aber es wird noch einige Jahre dauern, bis die ersten Spieler für die Kampfmannschaft geeignet sind“.

Vorerst ein Jahr pausieren, ist das nicht ein Sterben auf Raten? „Ich befürchte es, denn die meisten Mannschaften, welche einmal pausiert haben, kommen nicht mehr zurück, mal schau`n, was die Zukunft bringt“. Auf die Frage, wie es in Pama aussieht, ob eine Spielgemeinschaft SK und UFC geplant ist, antwortet Guttmann abschließend: “Ich denke, in ein paar Jahren wird das auch kommen müssen, denn der Fußball-Nachwuchs fehlt in allen Gemeinden, aber ich glaube, zurzeit sind beide Vereine gut aufgestellt und haben keine Probleme“.

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