Corona-Krise. Interview mit Dominik Dihanich, Obmann ASKÖ Klingenbach

Auch wenn Corona derzeit den Sport fest im Griff hat, muss es irgendwann ja weitergehen. Die Pläne der einzelnen Landesverbände, wie sie ihre Saison zu Ende bringen möchten, unterscheiden sich. Klar ist: Alles hängt an den Vorgaben des Staates. Wahrscheinlich scheint nun aber, dass die begonnene Runde Corona bedingt wohl kaum regulär beendet werden kann. Frühestens Ende April dürfte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs realistisch sein. Schließlich braucht es auch einen gewissen Vorlauf an Trainingseinheiten, um die Gesundheit der Aktiven nicht zu gefährden.

Ligaportal befragte die verantwortlichen Vereins- Funktionäre aller Ligen und Klassen im Burgenland, wie sie die momentane Situation sehen: Heute steht uns Obmann Dominik Dihanich vom ASKÖ Klingenbach Rede und Antwort.

Ligaportal: Wie war man mit dem Verlauf der Herbstsaison zufrieden?

Dihanich: „Wir hatten einen holprigen Start, da wir am Beginn der Meisterschaft in Quarantäne gehen mussten, aber mit den beiden letzten Siegen haben wir uns ein wenig in ein sicheres Fahrgewässer vorgetastet.“

Ligaportal: Wie ist die Stimmung im Verein, wie geht man mit der Ungewissheit um, ob und wann wieder gespielt werden kann.

Dihanich:“ Es war sehr ruhig um die Weihnachtszeit herum, nicht so viele Telefonate und die Situation ist unbefriedigend, weil wir ja für den Sport leben und zum nichts tun gezwungen sind. Es stagniert alles und es bleibt abwarten, wann es endlich wieder losgeht.“

Ligaportal: Können Sie den Stopp des Fußball-Unterhauses Ende Oktober ohne Vorwarnungen nachvollziehen?  Das Ansteckungsrisiko im Freien ist ja aufgrund des sog. „Verdünnungseffektes“ praktisch gleich null.

Dihanich: „Als es geheißen hat, ohne Zuschauer und ohne Kantinenbetrieb, da waren wir auch für die Aussetzung des Spielbetriebes, da es gesundheitlich und wirtschaftlich nicht zu verantworten war.“

Ligaportal: Wie finden sie das, Skifahren ist erlaubt, aber Training in kleineren Gruppen ist nicht erlaubt.

Dihanich: „Finde ich ehrlich gesagt unverständlich, es ist Lockdown und die Skilifte haben geöffnet, aber da steht die wirtschaftliche Situation der Liftbetriebe, deren Ausfall Milliarden kosten würde, über der Gesundheit der Menschen.“

Ligaportal: Hat man im Herbst Corona-bedingt mit deutlich weniger Zuschauern das Auslangen finden müssen, daraus resultierend kam es auch zu Umsatzeinbußen. Haben die Spieler auf Gehälter verzichtet?

Dihanich: „Es gibt bei uns nur Aufwandsentschädigungen und die die Spieler und das Trainerteam haben sich absolut fair verhalten und sind uns entgegenkommen, sei es beim freiwilligen Training oder Hometraining gewesen, dafür kann die Vereinsführung nur ein großes Dankeschön sagen.“

Ligaportal: Hat Ihr Verein bereits Unterstützungszahlungen vom Staat erhalten?

Dihanich: „Ja, wir haben eine Unterstützung aus dem Fond bekommen.“

Ligaportal: Rechnet man im Winter mit Transferbewegungen?

Dihanich: „Wir haben Telefonate mit jungen Nachwuchsspielern geführt, persönliche Gespräche finden erst dann statt, wenn wir wissen, wie es weitergeht“.

Ligaportal: Denken Sie, dass – anders als im Frühjahr 2020 – im Frühjahr 2021 gespielt werden kann, also ab März oder April?

 Dihanich:“ Ich nehme an, dass es erst im April/Mai gespielt werden kann und es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, nur den Herbst fertig zu spielen damit der in die Wertung kommt.“

Ligaportal: Wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Verein für die Zukunft alles Gute.

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