Countdown statt Lockdown: Die burgenländische Amateurfußballvereine scharren in den Startlöchern

Genau 211 Tage mussten die Fußballer, außer den Mannschaften, die im ÖFB-Cup angetreten sind, in den burgenländischen Amateurligen warten, bis sie wieder in einem Cup-Spiel antreten konnten. Bis zum Meisterschaftsbeginn dauerte die Pause noch sechs Tage länger. Aber nun ist es so weit, der Kampf um den Aufstieg in die nächste Runde im BFV-Cup und um Punkte in der Meisterschaft kann beginnen. Die Vereine der Burgenlandliga haben sich unterschiedlich auf dem Transfermarkt bedient, die einen mehr, die anderen weniger, in ein paar Wochen wird man das Ergebnis der Transferaktivitäten an der Tabelle der Burgenlandliga ablesen können, waren die Neuzugänge Top oder ein Flop.

Wir fragten einige Trainer der Burgenlandliga, ob sie mit den Vorbereitungsspielen und deren Ergebnisse zufrieden waren, ob man diese ohne Verletzungen überstanden hat und ob man für das Pokalspiel am kommenden Wochenende gut gerüstet ist.

Heinz Kremser, Trainer SC Bad Sauerbrunn: „Ich bin prinzipiell mit der Trainingseinstellung der Spieler sehr zufrieden, muss aber akzeptieren, dass die Spieler nach dieser langen Lockdown-Zeit einen Urlaub gebraucht haben und dadurch waren wir personell sehr löchrig unterwegs, wir haben es bis heute nicht geschafft, bei den Vorbereitungsspielen komplett anzutreten. Dadurch sind auch die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen, dazu kommen kleine Wehwehchen einzelner Spieler, zusammengefasst muss man sagen, dass es nicht optimal gelaufen ist.“

Peter Benes, Trainer SV Leithaprodersdorf: „Ich muss sagen, es ist sukzessive von Spiel zu Spiel besser geworden, das letzte Testspiel gegen Rohrbach ist sehr gut gelaufen, die Mannschaft steht für das kommende Cup-Spiel am Wochenende sowie für den Meisterschaftsauftakt in Pinkafeld, was eines der schwersten Spiele der Saison sein wird.“

Maximilian Senft, Trainer SC Pinkafeld: „Mit den Vorbereitungsspiele sind wir absolut zufrieden, besonders deswegen, weil es endlich eine normale Vorbereitung gegeben hat im Gegensatz zum letzten Jahr. Wir sind ohne schwerwiegende Verletzungen aus dieser Testphase herausgekommen und gehen vollmotiviert in das Cup-Spiel am Wochenende.“

Roman Fennes, Trainer SV St. Margarethen: „Grundsätzlich ist zu sagen, die Vorbereitungsspiele waren nicht hervorragend, aber auch nicht schlecht, so wie es jede Saison ist. Personell wird es schwieriger, wir haben zwei Langzeitverletzte und nun kommen noch zwei berufsbedingte Ausfälle hinzu, das sind alles Stammspieler und sind schwer zu ersetzten.“

Josef Kühbauer, Trainer ASV Siegendorf. „Mit den Vorbereitungsspielen sind wir sehr zufrieden, es ist alles gut verlaufen und wir haben keine Verletzten zu beklagen, und wir freuen uns schon alle, dass es nach acht Monate hoffentlich endlich wieder losgeht. Man muss hoffentlich sagen, denn so wie sich die Deltavariante verbreitet, kann es jeden Verein treffen, dass sich ein Spieler ansteckt und die gesamte Mannschaft dann in Quarantäne muss.“

Hannes Marzi, Trainer ASK Horitschon: „Im Grunde haben wir eine gute Vorbereitung gehabt, die Spiele und die Ergebnisse waren zufriedenstellend. Insofern sind wir auch gut vorbereitet für das Cup-Spiel am Wochenende gegen Unterpullendorf. Ein kleiner Wermutstropfen ist das Verletzungsszenario, wir haben zu viele verletzte Stammspieler, die Lage ist dadurch ziemlich angespannt, wir haben zwar einen großen Kader, aber viel passieren darf nicht mehr.“

Paul Toth, Sportlicher Leiter ASK Kohfidisch: „Wir haben uns von Woche zu Woche stetig gesteigert, wir haben drei Steirische Landesligavereine als Testgegner gehabt, wir sind gut aufgestellt und werden den Fight in der Burgenlandliga annehmen. Für das kommende Cup-Spiel sind wir sehr gut vorbereitet und können mit der stärksten Mannschaft antreten.“