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Trainerwechsel in Güssing

Am Sonntag nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Schattendorf rief Trainer Christoph Herics seinen Obmann Hannes Winkelbauer an und bat um eine Auszeit bis zum Saisonende. Nach dem Telefonat war der Obmann mit der Bitte seines Trainers einverstanden, ab sofort übernimmt Co-Trainer Jacob Burits das Coaching, unterstützt wird er von dem Trainerteam, bestehend aus Martin Kroboth, Michael Ditzer, Manuel Radakovits, Rainer Weber und Manfred Skerlak.

Die Auszeit war notwendig

Herics hat in den letzten Monaten unheimlich viel in seine Arbeit investiert, es gab private Treffen mit den Spielern, um der Mannschaft einen neuen Motivation-Schub zu geben. „Es war wirklich sehr intensiv, gerade wenn man dreimal in der Woche trainiert, am Wochenende ein Spiel hat und sich auch andere Spiele anschauen muss. Ich war mit meiner Kraft am Ende, sodass ich nach dem Stress ein wenig Freizeit benötige. Ich möchte all das, das ich zuletzt nicht machen konnte, jetzt machen“, so Herics.

Jakob Burits hat mein volles Vertrauen

Für Hannes Winkelbauer ist es nun die letzte Möglichkeit, der Mannschaft einen Motivationsschub und neue Impulse zu geben, um die Negativserie zu beenden. Obwohl der Trainer mit 24 Jahren noch sehr jung ist, hält der Obmann sehr viel von ihm: „Er ist ein leidenschaftlicher GSVler, hat aufgrund seiner schweren Verletzungen seine Spielerlaufbahn beenden müssen und ich rechen es ihm hoch an, dass er in der momentanen schwierigen Situation diese Aufgabe übernommen hat. Er ist extrem beliebt bei der Mannschaft, ist noch immer ein Teil der Mannschaft und deswegen erhoffe ich mir einen zusätzlichen Push.“

Keine Legionäre zum Klassenerhalt

Auf die Frage, wenn es mit dem Trainerwechsel-Effekt nicht klappen sollte, holt man dann in Winter Legionäre, um den Abstieg zu vermeiden? Dazu Winkelbauer: „Auf keinen Fall, die Philosophie des Vereines ist seit sechs Jahren, auf die eigene Jugend zu setzen und diese bestmöglich weiterzuentwickeln. Wenn wir in der Burgenlandliga bleiben, ist es so, und wenn wir in der II. Liga Süd spielen, dann es auch so. Mit dem momentanen Kader sind wir am Ende der letzten Saison auf dem 10. Rang gewesen, es gab keinen großen Kaderveränderungen, es fehlt der Mannschaft momentan nur die Initialzündung.“

Burits

Jakob Burits, Jahrgang1998

Der neue Chef-Trainer Jacob Burits geht mit der Hoffnung an seine neue Arbeit heran, dass die Spieler, mit denen er größtenteils befreundet ist, sich so richtig ins Zeug legen werden und zehn Prozent mehr geben, damit einige Punkte bis zum Saisonende erspielt werden. „Ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr beim SV, habe alle Altersklassen durchlaufen, leider hat mich eine schwere Verletzung zur Aufgabe als Spieler gezwungen. Als Trainer habe ich die U23 trainiert und seit diesem Jahr war ich als Co-Trainer an der Seite von Christoph Herics. Ich freue mich auf diese Aufgabe und werde mein Bestes geben“, so der Neo-Trainer abschließend.

 

Foto: SV Güssing