Eberau verschenkt Sieg in der Nachspielzeit

Im Spitzenspiel der Runde traf der Zweitplatzierte SV Eberau auf den Fünften der Burgenlandliga, den SV Parndorf KM II. Eberau hätte mit einem Sieg die am Freitag an Purbach verlorene Tabellenführung wieder zurückgewinnen können, Parndorf hätte bei drei Zählern die Eltendorfer überholen und auf den vierten Platz vorstoßen können. Letztendlich fehlten dem Spiel die großen Torszenen, spannend war es aber allemal.

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Halbzeitsieger Eberau

Die Heimmannschaft war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, kam zu vielen guten Chancen und ging auch schnell in Führung. Ein schneller Vorstoß der Eberauer an der Außenbahn, der Paß in die Mitte und Nik Wukitsevits hatte keine Mühe, in der 10. Minute zum 1:0 zu verwandeln. Aus einem nahezu identischen Spielzug entstand in der 23. Minute das 2:0. Wieder war es Nik Wukitsevits, der den Ball nach einem gelungenen Paß von außen im Tor der Parndorfer unterbringen konnte. Eine dritte Großchance gab es für Eberau noch vor der Pause, der Ball ging aber unglücklich über das Tor. Dennoch konnte die Mannschaft des Tabellenzweiten mit einem beruhigenden Vorsprung und der zwischenzeitlichen Tabellenführung in die Pause gehen.

Ausschluß beflügelt die Gäste

Wendepunkt des Spieles war die 56. Minute, als der Parndorfer Maximilian Wodicka wegen einer Unsportlichkeit von Schiedsrichter Vodik die gelb-rote Karte präsentiert bekam. Mit einem Mann weniger wurde Parndorf stärker und bekam nach einem Foul im Strafraum einen – umstrittenen– Elfmeter zugesprochen. Tobias Petritsch ließ sich durch die Diskussionen nicht aus der Ruhe bringen und verwertete den Strafstoß souverän zum 2:1-Anschlußtreffer. Eberau gelang es, diesen Vorsprung bis in die Nachspielzeit zu verteidigen. Dann passierte ein verhängnisvoller Fehler. Nach einem Eckball für Eberau kam der Ball in die Spielfeldmitte, den Hausherren mißlang das Kurzpaßspiel, Parndorf ging über die Außenbahn, der Eberauer Verteidiger rutschte aus und der Weg war frei für Daniel Gruber zum 2:2-Ausgleich. Danach war das Spiel zu Ende, Eberau trauerte um zwei verlorene Punkte und die Tabellenführung, Parndorf jubelte über den in allerletzter Minute doch noch gelungenen Punktegewinn. Ziemlich frustriert wirkte nach dem Spiel deshalb auch der Eberauer Trainer Klaus Guger: "Es ist einfach unverständlich, wenn man sieht, daß wir anscheinend nicht in der Lage sind, einen sicheren Vorsprung über die Zeit zu bringen. Auf diese Art haben wir heuer sicher schon sechs Punkte liegen gelassen. Solche Tore wie der heutige Ausgleich für Parndorf dürfen einfach nicht passieren, wenn man vorne mitspielen will."