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Glücksgöttin Fortuna erwies sich Parndorf hold: 3:2-Sieg in Oberwart

Die Marschroute beim SC/ESV Parndorf 1919 ist nach wie vor klar: Der Titel in der Burgenlandliga soll her! Jene Ambitionen unterstrich man auch am gestrigen Freitag im Spiel gegen die SpG Oberwart/Rotenturm, wobei man eine große Portion Glück benötigte, um den knappen 3:2-Sieg in trockene Tücher zu bringen. Mit dieser Niederlage sind die Hausherren nun endgültig aus dem Rennen um die Meisterschaft oder den Relegationsplatz zum Aufstieg in die RLO ausgeschieden.

Beide Teams begannen verhalten

An die 900 Zuschauer wollten dieses Spitzenspiel sehen und wurden nicht enttäuscht. Es entwickelte sich eine spannende Partie, es wurde in den ersten dreißig Minuten um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Dadurch kam kein flüssiges Kombinationsspiel zustande, es war ein Hin und Her, ohne dem Strafraum in eine gefährliche Nähe zu kommen. In der 37. Minute war es dann aber so weit, die Hausherren gingen mit 1:0 in Führung, als Noel Kustor den Ball gekonnt annahm und sein Kracher unhaltbar im Gehäuse der Gäste landete. Aber die Gäste ließen sich nicht lange bitten, nur zwei Minuten später kam eine Flanke in den Strafraum der Hausherren geflogen, eine Kopfballverlängerung erreichte Marius Charizopulos und der hatte keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz einzunetzen. Mit dem Pausenpfiff erzielte die Hotwagner-Elf die 2:1-Führung, Dominik Sperl erhielt an der Strafraumgrenze ein Zuspiel, ein trockener Schuss ins lange Eck und die erneute Führung war zu einem wichtigen Zeitpunkt geschafft.

Oberwart dominierte weiterhin das Spielgeschehen

In der zweiten Halbzeit drängten die Hausherren auf einen weiteren Treffer, hatten auch ihre Torchancen, um die Führung auszubauen, was ihnen aber nicht gelang. Die Gäste kamen nur sporadisch vor das Tor der Heimischen, in der 73. Minute dann aber eine weite Flanke auf die linke Seite, eine zielgenaue Hereingabe erreichte Lukas Umprecht und dessen wuchtiger Schuss schlug unter der Latte des Gehäuses der Einheimischen zum 2:2-Ausgleich ein. In der 88. Minute konnte sich Dominik Sperl mit der gelb-roten Karte vorzeitig zum Duschen verabschieden. In der Nachspielzeit folgte eine Szene, welche noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird. Oliver Augustini bekam das Leder an der Mittellinie zugespielt, ob es Abseits war, hätte nur der nicht vorhandene VAR feststellen können. Er startete einen Sololauf in Richtung Oberwarter Tor, kurz vor dem herausstürzenden Goalie Tobias Bencsics spielte er uneigennützig links zum frei stehenden Lukas Umprecht und der hatte keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu schieben. Was nun folgte, war kurios: Auf der linken Seite bejubelten alle Parndorfer Spieler den Siegestreffer, auf der rechten Seite beim Linienrichter herrschte eine Ansammlung von Oberwarter Spielern, Trainern und dem Physiotherapeuten, die zur Folge hatte, dass die beiden Trainer Florian Hotwagner und Thomas Simon, sowie Physiotherapeut Jürgen Kurt Kirnbauer die rote Karte gezeigt bekamen.

Stimmen zum Spiel

Simon Knöbl, Sportkoordinator SC/ESV Parndorf 1919:

„Es war ein sehr spannendes Spiel und wir mussten heute das Glück abrufen, welches wir in der gesamten bisherigen Saison nicht gebraucht haben. Schlussendlich geht der Sieg für uns in Ordnung.“

Die Besten: Felix Wendelin (V), Lukas Umprecht (M)