Cup

Rust wirft Siegendorf mit 4:1 i.E aus dem Pokal

Die Einheimischen gingen mit einem zweifachen Handicap in die erste Cupbegegnung im Jahre 2020. Erstens hatten sie eine 14-tägige Quarantäne hinter sich und zweitens kommt mit dem ASV Siegendorf eine Meisterschaftsaspirant aus der Burgenlandliga in das Weinstadt Stadion Rust, aber das,  was die Siegendorfer in Rust erlebt haben, das hatte keiner auf seiner Rechnung.

Frühes Tor der Gäste

Die Gäste aus Siegendorf übernahmen von Beginn an das Spielgeschehen auf dem Platz und erzielten bereits in der 8. Minute den 1:0 Führungstreffer durch Marcel Wölfer, alles sah nach einem leichten Sieg der Auswärtigen aus. Aber so ist es im Fußball, wenn man etwas auf die leichte Schulter nimmt, es wird schon so weitergehen, dann kommt die böse Überraschung, der erste Schuss der Heimischen auf das Tor der Siegendorfer, ein Traumtor oder Sonntagsschuss von Nihat Güzel, egal wie man es nennt, auf jeden Fall stand es nun 1:1 trotz drückender Überlegenheit der Gäste. Mit dem schmeichelhaften Remis für die Hausherren wurden die Seiten gewechselt.

Rust wehrte sich mit aller Kraft

Es ist anzunehmen, dass Trainer Kühbauer seiner Mannschaft noch einmal klar gemachte hat, dass es mit halber Kraft beim 1.Klassler nicht reicht und die Spieler nun mehr Beweglichkeit zeigen müssen. Aber die Ruster Spieler hatten nun Blut geleckt, verteidigten mit Mann und Maus, hatten das Glück auf ihrer Seite und waren immer einen Schritt schneller am Ball als die Gegenspieler. Langsam drehte sich der Uhrzeiger dem Spielende entgegen und dann war es passiert, die Partie endete mit einem 1:1 Unentschieden. Jeder weiß, was bei einem Elfmeterschießen alles passieren kann, wenn David gegen Goliath kämpft, die ersten beiden Elfmeter der Kühbauer-Elf gingen an die Stange oder wurden vom Torhüter gehalten, die Ruster Spieler behielten ihre Nerven und verwandelten ihre Elfmeter, so dass es dann am Ende 4:1 für die Hausherren stand. Ein Ergebnis, mit dem wohl niemand gerechnet hatte, aber das ist eben der Cup, jeder hat seine Chance, auch wenn der Gegner noch so übermächtig erscheint.

Stimmen zum Spiel:

Josef Kühbauer, Trainer ASV Siegendorf

„Meine Spieler waren nicht bereit, bis zum Letzten zu gehen, haben eine desolate Leistung gezeigt und dann kommt es, wie es kommen muss, denn nur abwarten mit dem Gedanken, es wird schon ein Tor fallen, mit dieser Einstellung geht dann der Schuss nach hinten los. Die Ruster haben gekämpft wie die Löwen und hatten eine sehr guten Goalie zwischen den Pfosten, so ist dann die Niederlage passiert".