Das ohnehin sehr angespannte Verhältnis zwischen Fans des SK Rapid Wien und der Polizei ist um ein Kapitel reicher. Wie die Rechtshilfe Rapid am Mittwoch auf ihrer Homepage berichtet, fordert die Exekutive einen Vorsänger der Fanszene des SK Rapid auf, eine Zahlung in Höhe von 1.020 Euro zu tätigen, weil dieser einen Fanmarsch am 1. März 2020 zum Gedenken der verstorbenen Rapid-Legende Alfred Körner organisiert hatte. 

Rechtshilfe Rapid: "Rechtsansicht der Landespolizeidirektion ist völlig unvertretbar"

Da der friedlich verlaufene Fanmarsch von 15 Polizisten begleitet worden war, soll jener Vorsänger, der diesen organisiert hatte, für die Kosten aufkommen: „Die Gebühr für den Einsatz von 15 Beamte für knappe 2 Stunden werden ihm in Rechnung gestellt, weil er sich angeblich grob fahrlässig einer Gefahr für Leben oder Gesundheit ausgesetzt und dadurch einen Polizeieinsatz ausgelöst haben soll“, schreibt die Rechtshilfe Rapid in einer Aussendung. 

Diese Rechtsansicht der Landespolizeidirektion sei völlig unvertretbar, heißt es in der Aussendung. Der Vorsänger habe sich nämlich „weder der Gefahr für Leben oder Gesundheit ausgesetzt, noch tat das irgendein anderer Rapid-Fan“, rechtfertigt sich die Rechtshilfe Rapid. „Der Gedenkmarsch war mit Abstand der gesittetste Corteo, den Rapid-Fans in den letzten Jahrzehnten gemacht hatten. Immerhin war der Anlass ein sehr trauriger. Man wollte sich würdig von Fredi Körner verabschieden“, so die Rechtshilfe Rapid weiter. Die an den Vorsänger ausgestellte Rechnung werde man entschieden zurückweisen, heißt es abschließend. 

 

von Ligaportal, Foto: Ligaportal