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EL-Kracher: Inter Mailand gastiert ohne Superstar Mauro Icardi in Wien

Groß war die Freude im Lager des SK Rapid Wien, als man am 17. Dezember des Vorjahres den italienischen Top-Klub Inter Mailand als Gegner für das Europa-League-Sechzehntelfinale zugelost bekommen hatte. „Für uns werden es zwei ganz besondere Duelle, die wir nicht vergessen werden“, meinte Rapid-Kapitän Stefan Schwab, bekennender Fan des italienischen Fußballs, unmittelbar nach der Auslosung. Nun hat das lange Warten auf das besondere Duell gegen den italienischen Spitzenklub ein Ende. Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres empfangen die Hütteldorfer morgen im restlos ausverkauften Weststadion den 18-fachen italienischen Meister Inter Mailand (ab 18:55 im Ligaportal-Live-Ticker). 

Start ins Frühjahr: Didi Kühbauers Fokus liegt auf dem morgigen Kracherspiel gegen Inter Mailand. 

„Nicht nur als Highlight sehen“

„Die Jungs haben morgen die Möglichkeit, einen großen Gegner in die Knie zu zwingen, wenngleich wir alles abrufen müssen, was in uns steckt“, weiß Rapid-Coach Didi Kühbauer vor dem ersten Duell gegen Inter seit etwas mehr als 28 Jahren. Damals trafen die Grün-Weißen in der ersten Runde des UEFA-Pokals auf die Nerazzurri. Im Heimspiel bejubelte Rapid einen 2:1-Erfolg. Auswärts mussten sich die Wiener erst in der Verlängerung mit 3:1 geschlagen geben.  

Der Respekt vor den Italienern, die sich in der Gruppenphase der Champions League mit Barcelona, Tottenham und Eindhoven messen konnten, ist zwar groß. Dennoch fordert Kühbauer, dass seine Spieler an ihre Chance glauben. „Es muss unser Anspruch sein, dass wir Inter fordern können, wenngleich wir wissen, dass sie qualitativ besser sind“, schildert Kühbauer. „Wir dürfen es nicht nur so sehen, dass es ein Highlight-Spiel ist, sondern müssen daran glauben, dass wir was machen können“, führt der Rapid-Coach fort. 

Paukenschlag bei Inter: Superstar Icardi wird Kapitänsbinde entzogen und steht nicht im Kader 

Zu einem kräftigen Paukenschlag kam es bereits am Tag vor dem Spiel. Kapitän Mauro Icardi, der sich mit Inter zurzeit im Clinch befindet, weil er seinen Vertrag nicht verlängern möchte, musste seine Kapitänsbinde abgeben und steht auch nicht im Aufgebot für das morgige Duell gegen Rapid. „Natürlich kann das intern in der Mannschaft einiges auslösen“, glaubt Stefan Schwab zu wissen. „Es gab schon in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit ihm. Jetzt wird der Verein reagiert haben“, so Schwab, der bei einer gelben Karte für das Rückspiel gesperrt wäre. 

Inters 19-Mann-Kader für das morgige Spiel

Fehlen von Icardi spielt für Kühbauer keine große Rolle 

„Natürlich sind wir jetzt Favorit“, scherzte der Burgenländer, der jedoch schnell wieder ernst wurde und dem Fehlen von Icardi keine große Bedeutung zuschreiben wollte: „Ich denke, dass sie einen anderen Spieler finden werden, der gut performen kann. Für uns wird entscheidend sein, dass wir keine Namen, sondern eine Mannschaft bekämpfen“, stellt der 47-jährige Burgenländer klar.

Ausverkauftes Haus garantiert tolle Stimmung 

Für das morgige Highlight gibt es seit Wochen keine Karte mehr zu erwerben. Erstmals in der Geschichte gab es im freien Verkauf kein einziges Ticket mehr zu erwerben. „Das habe ich so noch nie erlebt“, freut sich Andy Marek, Klubserviceleiter des SK Rapid. Von den insgesamt 23.850 Fans sollen rund 2000 aus Italien anreisen. Ein Lob gab es indes seitens der UEFA. Der vor der Winterpause malträtierte Rasen wurde in den letzten Wochen mit Spezialmaschinen in einen perfekten Zustand versetzt. Einem Fußballfest steht demnach nichts mehr im Wege.

Zum Europa-League-Live-Ticker 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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