Europa League: Rapid will in Mailand das Unmögliche möglich machen

Sehr schwierig, aber nicht komplett aussichtslos stellt sich die Ausgangsposition für den SK Rapid Wien vor dem Rückspiel in der Europa League gegen Inter Mailand dar (Donnerstag, ab 21 Uhr im Live-Ticker). Bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Donnerstag zeigten die Wiener vor allem in der zweiten Halbzeit, dass man durchaus in der Lage ist, den Italienern Paroli zu bieten. Didi Kühbauer zeigte sich bei heutigen Pressekonferenz realistisch und erwartet ein ähnliches Spiel wie vor einer Woche in Hütteldorf: „Inter wird die bessere Mannschaft sein“, ist sich der Rapid-Coach sicher, wenngleich man noch eine Mini-Chance auf ein Weiterkommen hat: „Wenn wir die nutzen wollen, müssen wir von Beginn an präsenter und mutiger sein“, weiß der Burgenländer. 

Didi Kühbauer bei der Pressekonferenz vor dem morgigen Abflug nach Mailand. Foto: Ligaportal

Cup-Erfolg gegen Hartberg macht Mut 

Der 5:2-Erfolg im Cup-Viertelfinale über den TSV Hartberg zeigte jedenfalls auf, dass man mit spielerischen Lösungen zum Torerfolg kommen kann. An diese Leistung möchten die Grün-Weißen auch in der italienischen Modehauptstadt anschließen, wie ein äußerst gut gelaunter Richard Strebinger betonte: „Wir haben vor allem in der Offensive viel davon umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte der Rapid-Goalie.

Mentaler Faktor als Vorteil für Grün-Weiß? 

Für eine Sightseeing-Tour treten die Hütteldorfer die Reise in die knapp 1,4-Millionen-Einwohner-Stadt nicht an. Vielmehr glauben Strebinger und seine Kollegen an eine Überraschung: „Ich fahr dort nicht hin, weil mir der Kornspitz im Flieger so gut schmeckt oder das italienische Essen so gut ist“, scherzte der 26-jährige gebürtige Wiener Neustädter. 

Der zuverlässige Tormann der Hütteldorfer glaubt auch, dass Rapid einen mentalen Vorteil gegenüber den Italiener haben könnte: „Weil wir dort hinfahren und wissen, dass wir etwas machen müssen und ein 0:0 nicht reichen wird“, erläuterte Strebinger, der die Italiener mit einer ähnlichen Spielanlage wie im Hinspiel erwartet: „Sie versuchen - vor allem über Perisic - die anderen Spieler im Zentrum einzuschalten. Auf das müssen wir uns wieder vorbereiten. Wir müssen schauen, dass unser Zentrum dicht ist und wir die Außenspieler im Griff haben.“ 

Sicherer Rückhalt: Rapid-Goalie Richard Strebinger soll gegen Inter das Tor sauber halten. Foto: GEPA/Wien Energie

Mehr Mut zum Risiko 

Aufgrund des erfolgreichen Cupspiels gegen Hartberg scheint es nicht allzu unwahrscheinlich, dass Kühbauer gegen Inter auf eine ähnliche Startelf baut: „Ich habe das Spiel am Sonntag (Anm.: daheim gegen Salzburg) nicht im Kopf. In erster Linie denke ich an das Spiel gegen Inter. Wir wollen dort so spielen, dass wir das Unmögliche möglich machen können“, erläuterte der 47-Jährige.

Rapid müsse mutiger und risikoreicher agieren als im Hinspiel, betonte Kühbauer. Der Rapid-Coach warnt jedoch davor, zu viel Risiko zu nehmen: „Es ist noch immer Inter Mailand. Sie haben eine hohe individuelle Klasse. Wenn wir zu viel riskieren würden, könnte das Spiel innerhalb kürzester Zeit schon wieder erledigt sein.“ 

Fan-Ansturm auf Mailand 

Begleitet werden die Grün-Weißen von einer unglaublichen Fanabordnung. Rund 5.000 Rapid-Fans begleiten ihre Mannschaft ins legendäre San Siro, heute Giuseppe-Meazza-Stadion. Das ist der zweitgrößte Fan-Ansturm auf ein Auswärtsspiel des SK Rapid nach der „Invasion von Hamburg“ im Jahr 2009. Damals waren rund 7.200 Rapid-Fans zum Europa-League-Gruppenspiel nach Hamburg gereist.  

Geschrieben von Daniel Ringsmuth

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