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Marco Rose vor Achtelfinal-Rückspiel: "Napoli ist eine sympathische Truppe"

Mit einem 0:3-Rückstand geht der FC Salzburg am morgigen Donnerstag ins Retourspiel im Achtelfinale der UEFA Europa League gegen den SSC Neapel (Donnerstag, ab 19 Uhr: Live-Ticker Salzburg gegen Napoli). Trotz der außerordentlich schwierigen Ausgangsposition geben sich die Mozartstädter noch nicht geschlagen und glauben an ein Wunder in der restlos ausverkauften Bullen-Arena, in der morgen 29.520 Fans erwartet werden. Trainer Marco Rose blickt der Aufgabe jedoch realistisch ins Auge: „Ich glaube, dass viele Sachen zusammenkommen müssen, um dieses Ergebnis noch drehen zu können. Trotzdem werden wir morgen alles probieren, wollen vor vollem Haus ein gutes Spiel machen“, sagte ein gewohnt gut gelaunter Rose bei der heutigen Pressekonferenz. 

Stefan Lainer und Co müssen morgen alles reinwerfen, um Napoli zu biegen. 

Aus dem Funken Hoffnung soll eine Flamme werden 

Was Österreichs Serienmeister Hoffnung machen kann, sind die sensationellen Europacup-Leistungen in der Vergangenheit. In der vergangenen Saison drehten die Bullen zu Hause etwa ein 2:4 gegen Lazio Rom bzw. holten ein 0:2 gegen Marseille auf. „Jeder scheint das Gefühl zu haben, dass noch etwas gehen könnte, weil hier in der Vergangenheit einiges passiert ist“, so Rose. „Es ist ein Funken Hoffnung da. Wenn wir diesem Funken ein bisschen Feuer verleihen können, dass er so richtig aufkeimt und eine richtige Flamme daraus wird, dann sind wir dabei“, ist sich Rose sicher. 

Rose: „Napoli ist eine sympathische Truppe“ 

Auch wenn man sich im Lager der Bullen Hoffnungen auf ein Fußballwunder macht, ist der Respekt vor dem Gegner weiterhin groß. „Napoli ist eine richtig gute Mannschaft. Sie haben auch schon die Jahre davor unter Sarri immer wieder tollen Fußball gespielt.“ Unter Carlo Ancelotti wirken die Süditaliener jedoch einen Tick stärker: „Er hat es geschafft, eine spielstarke Mannschaft auf den Platz zu zaubern, die aber auch bereits ist, zu arbeiten“, lobte Rose die hohe Qualität der Neapolitaner. Der gebürtige Leipziger outete sich fast als Fan des aktuellen Tabellenzweite der Serie A: „So wie sie sich auf dem Platz verhalten, sind sie eine sympathische Truppe.“

Trainer Marco Rose und Andre Ramalho lauschten gespannt den Fragen der Journalisten. 

Mwepu und Szoboszlai in der Startelf 

Aufgrund der Verletzung von Zlatko Junuzovic, der wegen muskulärer Probleme nicht zum Einsatz kommen wird, sowie der Gelbsperre von Xaver Schlager dürfen sich zwei Rohdiamanten aus der Talenteschmiede von Red Bull Salzburg beweisen. Rose kündigte heute an, dass der 21-jährige Enock Mwepu und Dominik Szoboszlai (18 Jahre) in der Startelf aufscheinen werden. Eine große Herausforderung für die beiden Youngsters vor einer derart großen Kulisse gegen einen internationalen Topklub aufzulaufen. Rose vertraut seinen „Ersatzmännern“ allerdings zu einhundert Prozent. „Enock hat mittlerweile genug Erfahrung gesammelt und bereits Länderspiele für Sambia gemacht“. „Domi (Anm.: Dominik Szoboszlai) hat sich richtig gut entwickelt im letzten halben Jahr, ist ein richtiger Mann geworden. Morgen hauen wir ihn dann einfach rein, weil er außergewöhnliche fußballerische Fähigkeiten hat. Für mich kann er morgen nur gewinnen“, schwärmte der Deutsche.

Szoboszlai (links im Bild) und Mwepu (rechts im Bild) stehen morgen in der Startelf. 

Großartige Heimbilanz

Die Heimbilanz der Salzburger Bullen im Europacup ist sensationell: Mittlerweile sind die Bullen seit unglaublichen 17 Heimpartien auf europäischer Bühne ungeschlagen (13 davon gewonnen). In den letzten 16 Europa League-Heimspielen haben die Salzburger zudem nie mehr als einen Gegentreffer erhalten, in zehn dieser Partien blieben sie ganz ohne Gegentor.

Fotos: GEPA/Red Bull Media

Von Daniel Ringsmuth

 

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