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Spielberichte

2:2! Rapid remisiert bei Angstgegner Altach

Zum Abschluss der 13. Bundesliga-Runde gastierte der SK Rapid Wien bei Angstgegner Cashpoint SCR Altach. Und dabei verpassten es die Hütteldorfer einmal mehr, ihre Negativbilanz in der Altacher Cashpoint-Arena aufzupolieren. Beide Mannschaften trennten sich in einer intensiven und abwechslungsreichen Partie mit einem 2:2-Remis.

Mario Sonnleitner brachte eine in der ersten Halbzeit überlegene Rapid-Elf früh per Kopf in Führung, ehe Manfred Fischer nach einer starken Vorarbeit von Gatt auf 1:1 stellte. Kurz vor der Pause brachte Thomas Murg die Gäste erneut in Führung, doch Manfred Fischer besorgte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den 2:2-Endstand. 

Didi Kühbauer konnte mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden sein. Foto: Josef Parak

Beide Trainer nehmen vier Umstellungen vor

Altach-Coach Werner Grabherr nahm gegenüber der 0:3-Pleite im Cup gegen den LASK vier Änderungen vor. Martin Kobras kehrte ins Tor der Vorarlberger zurück. Außerdem rotierten Fischer, Nutz und Gatt in die Startformation der Altacher. 

Sein Gegenüber Didi Kühbauer tauschte im Vergleich zum 3:0 gegen den WAC ebenfalls auf vier Positionen. Neben dem wiedergenesenen Veton Berisha rotierten auch die im Cup geschonten Marvin Potzmann, Mateo Barac und Manuel Martic in die Startelf der Hütteldorfer. 

Kombinationsstarke Gäste dominieren das Spielgeschehen

Die Hausherren starteten mutig und gingen in ihrem Offensivspiel hohes Risiko ein. Rapid hingegen wartete clever auf den Ballverlust im Altacher Aufbauspiel und schaltete schnell um. Andrija Pavlovic, der zuletzt mit zwei Toren auf sich aufmerksam gemacht hatte, gab in der vierten Minute den ersten Warnschuss ab. Wenige Augenblicke später gingen die Gäste nach einer Standardsituation in Führung: Mario Sonnleitner stieg bei einer Knasmüllner-Ecke am linken Fünfereck hoch und köpfte das Leder überlegt ins lange Eck - 0:1 (9.). Eine Woche nach seinem Doppelpack gegen die Admira war Sonnleitner damit wieder nach einem Corner zur Stelle. Die Gäste kombinierten sich spielerisch durch den verunsicherten Abwehrbund der Altacher, die einen Angriff nach dem anderen über sich ergehen lassen mussten. Phasenweise kombinierten sich die Grün-Weißen, die heute in den rot-blauen Auswärtsdressen aufliefen, mittels One-Touch-Fußball in den Strafraum des SCRA, wo dann zumeist der letzte Pass nicht an den Mann kommen wollte. Nach einer hohen Hereingabe von Bolingoli wäre Sonnleitner erneut per Kopf zur Stelle gewesen, doch sein vermeintlicher Doppelpack wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Tendenziell hätte man hier auf gleiche Höhe entscheiden können. 

Nach der enorm druckvollen Anfangsphase der Gäste fanden die Heimischen etwas besser ins Spiel, wurden in ihren Aktionen sicherer und kamen dank eines technischen Fehlers von Stefan Schwab und einer starken Einzelleistung von Joshua Gatt zum Ausgleich: Nachdem dem Rapid-Kapitän bei der Ballannahme ein technischer Fehler unterlaufen war, zündete der US-Amerikaner den Turbo, tankte sich an Sonnleitner vorbei und legte zurück auf Manfred Fischer, der nur mehr einschieben musste - 1:1 (32.). In der Folge übernahmen wieder die Hütteldorfer das Kommando. Rapid setzte Altach mit schnellen Kombinationen unter Druck, näherte sich dem zweiten Treffer an diesem Abend an und jubelte kurz vor der Pause über das neuerliche Führungstor: Thomas Murg umkurvte Altach-Goalie Kobras und schob die Kugel ins verwaiste Tor, nachdem Knasmüllner ideal durchgesteckt hatte - 1:2 (42.). Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. 

Manfred Fischer schnürt Doppelpack - Rapid zittert Remis über die Zeit

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel hatten es in sich: Zunächst scheiterte Manuel Martic nach wenigen Sekunden mit einem Weitschusskracher an Kobras (46.), ehe die Hausherren nur wenig später erneut ausgleichen konnten: Gebauer brachte mit einem herrlichen Lochpass Manfred Fischer in Position, der den herausgeeilten Strebinger überlupfte und nur wenige später zum zweiten Mal an diesem Abend zum Torjubel ansetzen durfte - 2:2 (48.). Die Hausherren wirkten in der Folge verunsichert, was zur Folge hatte, dass vom Spielwitz und der Kombinationsstärke der ersten Halbzeit nicht mehr allzu viel zu sehen war. In den zweiten 45 Minuten konnte bei den Hütteldorfern ein deutlicher Leistungsabfall registriert werden.

Und die Gäste mussten zittern: Nach einer scharfen Hereingabe von Dobras hatte Grbic das 3:2 auf dem Fuß, setzte das Leder aber an die Stange (70.). Kurz darauf behielt Strebinger im Eins gegen Eins mit Manfred Fischer die Oberhand, bewahrte Rapid mit seiner spektakulären Parade vor dem erstmaligen Rückstand in dieser Partie (74.). In der Schlussphase musste Rapid einige heikle Situationen überstehen, ehe Referee Schüttengruber die Gäste erlöste und das Spiel beendete. 

Stimmen zum Spiel

Werner Grabherr, Trainer CASHPOINT SCR Altach: „Erste Halbzeit waren wir weit weg von dem, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren zu weit auseinander, die Abstände haben nicht gepasst und dann ärgern uns vor allem diese zwei Gegentore. Einmal aus einer Standardsituation und dann lassen wir uns im eigenen Stadion beim Stand von 1:1 auskontern. Das war dann zu einfach und auch zu naiv. Wir haben dann in der Halbzeit auch noch an ein paar Sachen gedreht und ein paar Sachen auch klar angesprochen. Ich denke das hat dann gefruchtet. In der zweiten Halbzeit waren wir dann super drinnen und so stellen wir uns auch Fußball zuhause vor. Die Unentschieden bringen uns in der Tabelle nicht weiter, halten aber Teams wie Rapid natürlich in Reichweite. Trotzdem müssen wir Spiele gewinnen, wenn wir noch an den Strich glauben und das tun wir definitiv.“

Manfred Fischer, CASHPOINT SCR Altach: „Am Anfang der Partie hätten wir ihn wahrscheinlich mitgenommen. Jetzt, muss ich ganz ehrlich sagen, hätten wir uns den Sieg viel mehr verdient. Es war ein Topspiel von uns, vor allem was wir zweite Halbzeit geliefert haben. Schlussendlich ist es bitter. Drei Punkte wären auf jeden Fall drinnen gewesen. Wenn ich die eine Chance mache, steht es 3:2 und wir werden die Partie wahrscheinlich heimbringen. So machen wir einen Punkt, nehmen ihn auch mit, aber es tut schon weh. Natürlich bin ich froh, dass ich der Mannschaft wieder etwas zurückgeben konnte. Aber wir kommen von da hinten mit dem einen Punkt nicht raus. Drei Punkte hätten uns sicher mehr geholfen. Von dem her ist sicher ein bitterer Nebengeschmack dabei.“

 

Dietmar Kühbauer, Trainer SK Rapid Wien: „Wir haben es erste Halbzeit ganz klar verpasst den Sack zuzumachen. Wir hätten uns zweite Hälfte zurücklehnen und einen schönen Tag haben können. Wir haben das dritte Tor nicht gemacht und haben Altach beim Ausgleich auch in die Karten gespielt. So ist es dann zu erklären. Auch zur Erklärung für die zweite Halbzeit, ohne, dass ich eine Ausrede suche, jeder der Fußball gespielt hat wird wissen, wenn man jetzt Woche für Woche immer im englischen Rhythmus unterwegs ist, ist es dann so, dass es schwieriger wird, ohne dass ich die Mannschaft in Schutz nehmen will. Deshalb war es für mich auch klar, dass es, wenn wir nicht nachlegen, hinten raus schwierig wird. Das hat Altach dann auch gut gemacht. Wir haben es erste Hälfte eindeutig verpasst das Spiel für uns zu entscheiden und da in Altach einen schönen Tag zu haben. Ein Spiel dauert bekanntlich neunzig Minuten und zweite Hälfte war dann Altach die aktivere Mannschaft. Wenn man es nüchtern betrachtet, hätten wir die Sache erste Halbzeit erledigen müssen und dann wäre es ein schöner Heimflug geworden. Ich bin nicht zufrieden, das sage ich ganz ehrlich. Wir sind heute da hergefahren um zu gewinnen. Das haben wir nicht geschafft und haben unser Ziel nicht erreicht. Dadurch kann man nicht zufrieden sein.“

Quelle: Sky

Cashpoint SCR Altach - SK Rapid Wien 2:2 (1:2)

Cashpoint-Arena; 5.038 Zuschauer; SR Schüttengruber 

Zum Live-Ticker SCR Altach gegen SK Rapid Wien

Tore: Fischer (32., 48.) bzw. Sonnleitner (9.), Murg (42.)

Altach: Kobras - Gebauer, Oum Gouet, Piesinger, Luckeneder, Schreiner (46./Karic) - Fischer, Müller, Nutz (86./Gubari) - Gatt (67./Dobras), Grbic 

Rapid: Strebinger - Potzmann, Sonnleitner, Barac (61./Müldür), Bolingoli - Martic, Schwab - Murg, Knasmüllner (80./Ljubicic), Veton Berisha - Pavlovic (73./Alar) 

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth

 

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