Spielberichte

Red Bull Salzburg: Marco Rose verabschiedet sich mit 7:0-Gala gegen St. Pölten!

Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg feierte in der 32. und letzten Runde der Tipico Bundesliga einen 7:0-Kantersieg über einen völlig überforderten SKN St. Pölten. Trainer Marco Rose verabschiedet sich somit standesgemäß mit einem vollen Erfolg Richtung Deutsche Bundesliga und Borussia Mönchengladbach. Munas Dabbur, der im Sommer zum FC Sevilla wechselt, brachte die Bullen bereits nach 9 Minuten in Führung. Albert Vallci erhöhte in der 36. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel begann das muntere Scheibenschießen. Zunächst schnürte Munas Dabbur den Doppelpack, ehe Fredrik Gulbrandsen, Jerome Onguene und Hannes Wolf, der ebenfalls zwei Tore bejubeln durfte, den 7:0-Endstand perfekt machten. 

Red Bull Salzburg bejubelte am letzten Spieltag einen furiosen 7:0-Kantersieg. 

Rose schenkt Leitgeb, Wolf, Gulbrandsen und Dabbur Abschiedsspiel 

Marco Rose nahm in seinem letzten Spiel als Trainer des FC Red Bull Salzburg sieben personelle Umstellungen gegenüber dem letzten Ligaspiel vor. Jene vier Spieler, die Österreichs Serienmeister im Sommer fix verlassen werden - Christoph Leitgeb, Hannes Wolf, Fredrik Gulbrandsen und Munas Dabbur - standen allesamt in der Startelf der Mozartstädter. 

Sein Gegenüber Ranko Popovic veränderte die Startelf des SKN im Vergleich zur Heimniederlage gegen den LASK auf drei Positionen: Daniel Drescher ersetzte in der Dreierabwehrkette den rotgesperrten Luan. Außerdem rotierten Roko Mislov sowie Eldis Bajrami für Sandro Ingolitsch (Muskelverhärtung im Oberschenkel) und Daniel Luxbacher (Probleme mit dem Hüftbeuger) in der Anfangsformation der Wölfe. 

Salzburg lässt in der ersten Hälfte nichts anbrennen

Nachdem Christoph Leitgeb, Hannes Wolf, Fredrik Gulbrandsen, Munas Dabbur sowie Marco Rose und sein Trainerteam gebührend verabschiedet worden waren, konnte die Partie angepfiffen werden. Und die Salzburger nahmen das Heft sofort in die Hand, starteten dominant und gingen nach neun Minuten in Führung: Gulbrandsen verlängerte eine Ulmer-Flanke Richtung zweite Stange, wo Munas Dabbur lauerte und nur mehr einschießen musste - 1:0 (9.). Saisontor Nummer 19 für den Israeli. Österreichs Serienmeister übte praktisch Dauerdruck auf die St. Pöltner aus, die sich nur sehr selten aus ihrer Hälfte befreien konnten. Die Rose-Elf kam dem zweiten Treffer des Spiels immer näher: Zunächst verfehlte Gulbrandsen mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Tor knapp (26.), ehe ein Weitschuss-Kracher von Samassekou an die Latte knallte (28.). 

Vier Minuten später kam Dabbur bei einem scharfen Wolf-Querpass um Millisekunden zu spät und rutschte an der Kugel vorbei (32.). Kurz darauf erhöhte Albert Vallci mit seinem erste Tor im Dress der Bullen auf 2:0. Der gebürtige Steirer versenkte einen Freistoß aus rund 25 Metern sehenswert im linken Eck - 2:0 (36.). Kurz vor der Pause verhinderte Hannes Wolf mit einer kuriosen Handabwehr das 3:0 durch Fredrik Gulbrandsen, dessen Schuss den Weg ins Tor gefunden hätte (44.). 

Erstes Bundesligator: Albert Vallci versenkte einen Freistoß direkt zum 2:0-Helbzeitstand. 

Salzburg schickt St. Pölten mit Packung nach Hause

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel wurde in der ausverkauften Red-Bull-Arena erneut gejubelt: Wolf spielte Gulbrandsen frei, der sich mit seiner unglaublichen Schnelligkeit in den Strafraum tankte und den herausgeeilten Riegler überspielte. Munas Dabbur lauerte am langen Eck und drückte das Leder über die Linie - 3:0 (47.). Kurz darauf drehten das Salzburger Sturm-Duo den Spieß um: Munas Dabbur bediente mit einem feinen Lupfer den völlig freien Gulbrandsen, der in seinem letzten Spiel für Salzburg nur mehr einschieben musste - 4:0 (56.). 

Emotional wurde es in der 65. Minute: Christoph Leitgeb, der die Bullen nach 12 Jahren verlassen wird, wurde tränenreich verabschiedet. Neben Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen durfte auch Hannes Wolf ein Abschiedstor schießen: Der künftige RB-Leipzig-Akteur traf nach Szoboszlai-Zuspiel souverän zum 5:0 (67.). Für die Gäste aus Niederösterreich kam es jedoch noch schlimmer: Jerome Onguene stellte in der 82. Minute per Kopf auf 6:0, ehe Hannes Wolf nach einem langen Ball in die Tiefe cool blieb und den 7:0-Endstand besorgte (87.). Ein ganz bitterer Nachmittag für den SKN St. Pölten, der am letzten Spieltag die höchste Saisonpleite kassierte. Die Bullen hingegen jubelten beim emotionalen Rose-Abschied über den höchsten Bundesliga-Sieg in dieser Saison. 

Nach Schlusspfiff wurde gefeiert: Die Bullen bejubelten den sechsten Meistertitel in Folge. 

Stimmen zum Spiel

Marco Rose, Trainer FC Red Bull Salzburg, über seine Gefühle und seine Zeit mit RBS: „Vor allem vor dem Spiel, in der Kabine, musste ich noch ordentlich schlucken, bei meiner Ansprache an die Jungs. Es ist ein Ausdruck von Respekt, Glück, Freude, Dankbarkeit. Ich bin voller Dankbarkeit für diese sechs herausragenden Jahre mit allen Höhen und Tiefen. Aber ein Abschied ist immer schwer.“

Hannes Wolf, FC Red Bull Salzburg: „Es ist sehr emotional heute. Danke an alle Menschen im Stadion und die letzten 5 Jahre hier. Die Zeit bei Red Bull Salzburg waren die besten fünf Jahre in meinem Leben. Ich möchte mich beim Trainer, den Verantwortlichen, der Mannschaft, den Fans und meiner Familie bedanken. Ich werde Salzburg immer im Herzen haben.“

Christoph Leitgeb, FC Red Bull Salzburg, über seine Gefühle nach dem Abschied von RBS: „Es war eine brutal schöne Zeit hier. Ein großes Dankeschön an die Spieler hier und heute wird noch richtig gefeiert. Jeder Titel war was Besonderes. Heute war es noch ein krönender Abschluss. Ein großes Dankeschön an Red Bull.“

Quelle: Sky

Tipico Bundesliga, Meistergruppe, 32. Runde

Red Bull Salzburg - SKN St. Pölten 7:0 (2:0)

Red-Bull-Arena; 16.200 Zuschauer; SR Spurny

Tore: Dabbur (9., 47.), Vallci (36.), Gulbrandsen (56.), Wolf (67., 87.), Onguene (82.)

Salzburg: Stankovic - Lainer, Ramalho, Vallci (71./Onguene), Ulmer - Samassekou - Leitgeb (66./Bernede), Wolf, Szoboszlai (73./Schlager) - Gulbrandsen, Dabbur 

St. Pölten: Riegler - Drescher, Ambichl, Petrovic - Haas, Rasner, Mislov (90./Despotovic), Ljubicic, Bajrami (70./Hofbauer) - Balic, Gartler (70./Schütz)

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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