Spielberichte

Europa-League-Playoff Hinspiel: Rapid Wien gebogen - Sturm Graz mit besten Chancen!

Im Hinspiel des Europa-League-Playoffs kam es am heutigen Donnerstag zum mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen des SK Rapid Wien mit dem SK Puntigamer Sturm Graz. Und dabei könnten die "Schwarzen" bereits den Grundstein für den Aufstieg in die 2. Runde der Europa League gelegt haben. Mit zwei kassierten Auswärtstreffern wird für die Hütteldorfer beim Rückspiel am Sonntag wohl nur eine außerordentliche Leistung nötig sein, will man noch ein Wörtchen bezüglich des Aufstiegs mitplaudern. Aber die Grün-Weißen sind sicher nicht chancenlos. Denn die Heimdarbietungen von Sturm Graz waren zuletzt sehr verbesserungsfähig. Demnach wird es wohl auch beim Rückspiel zu einer spannenden Begegnung kommen, bei der es schwer ist, einen Ausgang vorauszusagen.

 

Man geht sehr schaumgebremst zu Werke

Die Grazer hatten es eigentlich am Plan gehabt, zu dieser Zeit bereits im Urlaub zu sein. Aber die Wolfsberger machten diesem Vorhaben mit einem 2:1-Heimsieg einen Strich durch die Rechnung. So heißt es nun sich mit den Rapidlern, die sich zuvor gegen Mattersburg durchsetzen konnten, im Euro-League-Playoff in zwei Spielen zu messen. Der Sieger aus diesem Duell darf dann in der EL-Quali in der 2. Runde ran. Die Hütteldorfer beginnen die Feiertagsbegegnung sehr elanvoll und mit viel Drive nach vorne. Vor allem der Senegalse Aliou Badji bereitet den Steirern einiges an Kopfzerbrechen. Nach und nach gelingt es aber auch der Mählich-Truppe sich formatfüllender ins Bild zum stellen. Das letzte Risiko vermisst man beiderseits aber vorerst. Was damit zu tun hat, dass es nur drei Tage später auch noch ein Rückspiel gibt. 18. Minue: Stefan Schwab wird am Sechzehner freigespielt. Ungehindert zimmert er das Leder aber deutlich über das Gehäuse. In der 27. Minute kommt der 17-jährige Leo Greiml, der den verletzten Mario Sonnleitner ersetzt, zu seinem Ligadebüt bei den Grün-Weißen. 31. Minute: Einen Hierländer-Querpass bugstiert Grahovac beinahe ins eigene Tor: Das war die erste gefährliche Toraktion der Gäste. Das war es dann soweit auch schon gewesen mit der Kreativität der beiden Teams in der ersten Spielhälfte - Halbzeitstand: 0:0.

JakobJantscher GEPA

Mit seinem Elfmetertor zum 1:1 legte Routinier Jakob Jantscher den Grundstein für den wichtigen Grazer Auswärtssieg.

 

Die Partie wird jetzt wesentlich lebhafter geführt

Löst eine der beiden Mannschaften im zweiten Durchgang die angezogene Handbremse? Oder aber agiert man weiterhin, nachdem die Entscheidung erst im zweiten Spiel fällt, entsprechend ergebnisorientiert. Die Kühbauer-Schützlinge sind es vorerst wieder, die den Eindruck erwecken, Schwung in die Partie bringen zu können. Aber wie schon im ersten Abschnitt ist auch diesmal im letzten Drittel Endstation. Weil es Sturm Graz versteht, sehr organisiert in der Defensive nach wie vor nichts anbrennen zu lassen. Was den Rapid-Anhang aber nicht davon abhalten sollte, ihre Mannschaft gewohnt lautsstark zu unterstützen. 60. Minute: Über Knasmüllner und Murg gelangt das Spielgerät zu Kapitän Schwab, der den präzise getimten Querpass zum 1:0 versenkt. 68. Minute: Wieder brennt der Hut in der Grazer Box nach einem zur Mitte gespielten Ball. Diesmal ist Torschütze Schwab der Assistgeber: Nachfolgend kann sich Sturm-Keeper Siebenhandl beim Badji-Abschluss aber auszeichnen. Im Gegenstoß kommt es zum Ausgleich: Debütant Greiml legt Kitaishvili im Strafrafraum, den dafür verhängten Elfmeter versenkt der eingewechselte Jakob Jantscher souverän zum 1:1. 78. Minute: Nach einem Jantscher-Eckball herrscht Unordnung im Fünfmeterraum der Rapidler. Leo Greiml bugsiert nachfolgend das Runde unglücklich ins eigene Eckige - neuer Spielstand: 1:2. Badji bzw. Kiteishvili bieten sich in weiterer Folge noch gute Möglichkeiten. Beide bleiben aber ungenützt - Spielendstand: 1:2. Bereits am Sonntag, 2. Juni um 17:00 Uhr kommt es zum Rückspiel in der Merkur Arena. 

 

SK RAPID WIEN - SK STURM GRAZ 1:2 (0:0)

Allianz Stadion, 15.800 Zuseher, SR: Oliver Drachta (OÖ)

SK Rapid Wien (4-2-3-1): Strebinger, Sonnleitner (27. Greiml), Dibon. Bolingoli, Müldür, Grahovac, Schwab, Murg, Knasmüller (60. Ljubicic), Schobesberger (75. Ivan), Badji

SK Sturm Graz (4-1-4-1): Siebenhandl, Maresic (46. Avlonitis), Spendlhofer, Mensah, Koch, Dominguez, Kiteishvili (94. Lackner), Ljubic, Hierländer, Lema (59. Jantscher), Pink

Torfolge: 1:0 (60. Schwab), 1:1 (69. Jantscher/Elfer), 1:2 (78. Greiml/ET)

gelbe Karten: Badji bzw. Pink

stärkste Spieler: Schwab, Badji bzw. Kiteishvili, Mensah

Stimmen zum Spiel:

Richard Strebinger, Torhüter Rapid Wien:

"Fakt ist, dass wir jetzt zumindest zwei Auswärtstore brauchen, wollen wir noch eine Chance haben. Schade, wir waren sehr gut im Spiel, dann kassierten zwei dumme Tore. Unserem Junior Leo Greiml einen Vorwurf zu machen wäre völlig falsch. Er konnte jeden Zweikampf gewinnen: Das Elfmeterfoul ist unglücklich zustande gekommen."

Jakob Jantscher, Torschütze Sturm Graz:

"Ich war mir sicher, dass ich den Elfmeter verwerten werde. Da hat sich das ständige Üben im Training bezahlt gemacht. Beim Gegner hat sich mit Fortdauer doch ein Substanzverlust bemerkbar gemacht. Erreicht haben wir noch gar nichts, jetzt gilt es auch am Sonntag fokussiert ans Werk zu gehen."

zum Europa-League-Playoff Live Ticker

Photo: Richard Purgstaller

by: Ligaportal/Robert Tafeit

 

 

DAZN: Champions & Europa League, Premier League live - jetzt Gratismonat starten