Rapid zittert sich gegen glücklose Altacher zu erstem Bundesliga-Saisonsieg!

Der SK Rapid Wien hat in der dritten Runde der Tipico Bundesliga den ersten Sieg in dieser Ligasaison gefeiert. Die Hütteldorfer zitterten sich im heimischen Allianz-Stadion gegen den SCR Altach zu einem glücklichen 2:1-Sieg. Nach einem Blitz-Doppelschlag von Taxiarchis Fountas (4., 11.) sowie dem Anschlusstreffer durch Christian Gebauer (27.) spielten praktisch nur mehr die Altacher. In den zweiten 45 Minuten hatten passive Hütteldorfer Glück, dass die Elf von Alex Pastoor zahlreiche Top-Chancen auf den Ausgleich nicht nutzen konnte und letztlich nach einer Top-Leistung mit null Punkten nach Hause fahren muss. 

Taxi Fountas gelang in der Anfangsphase ein Blitz-Doppelschlag. Foto: GEPA/Red Bull Media

Strebinger kehrt ins Rapid-Tor zurück

Rapid-Trainer Didi Kühbauer nahm gegenüber dem Auswärtsspiel gegen St. Pölten vier personelle Umstellungen vor. Richard Strebinger kehrte nach seinem schlimmen Zusammenprall mit Minamino in der ersten Runde ins Tor der Wiener zurück. Außerdem rotierten Thorsten Schick, Christoph Knasmüllner und Philipp Schobesberger in die Startelf der Grün-Weißen. Kapitän Stefan Schwab musste wegen einer Zerrung passen. 

Sein Gegenüber Alex Pastoor veränderte seine Anfangself im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen: Anstelle des … Jan Zwischenbrugger, der im Westderby gegen Tirol den entscheidenden Treffer zum 3:2-Endstand erzielt hatte, spielte Matthias Maak von Beginn an. 

Fountas-Doppelschlag lässt Rapid jubeln

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Grün-Weißen: Neuzugang Ullmann und Knasmüllner konnten auf der linken Seite ungestört kombinieren, ehe Knasmüllner den Ball ins Zentrum flankte. Dort hatte Schick das Auge für den besser postierten Taxiarchis Fountas, der aus gut elf Metern per Volley zum 1:0 traf (5.). Zweites Saisontor für den Griechen. Die Vorarlberger präsentierten sich in der Defensive vogelwild, was zur Folge hatte, dass die Wiener nur wenig später auf 2:0 erhöhten: Schick schickte mit einem perfekten Lochpass Thomas Murg auf die Reise, der gemeinsam mit Fountas auf Kobras zugelaufen war. Nach einem überlegten Querpass des Steirers musste Fountas nur mehr einschieben (11.). 

Was für ein perfekter Start für den Rekordmeister. Altach konnte sich in der Folge allerdings erfangen, stand in der Defensive wesentlich stabiler, wenngleich Rapid in der Offensive nicht mehr allzu viel Druck ausübte. Diese Nachlässigkeit bestraften die Gäste aus Altach mit dem Anschlusstreffer: Müldür verlängerte eine Flanke unglücklich vor die Füße von Gebauer, der völlig freistehend mit einem satten Schuss ins lange Eck auf 1:2 stellte (27.). Wenig später hätte Neuzugang Max Ullmann den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellen können, doch der Ex-Laskler scheiterte mit einer starken Direktabnahme an Kobras (33.). Torchancen gab es in weiterer Folge keine zu vermelden - demnach ging es mit der 2:1-Führung der Wiener in die Pause. 

Altach drückend überlegen - Passive Rapidler im Glück

Unmittelbar nach Wiederbeginn kamen die Hütteldorfer zu einer Top-Chance: Knasmüllner verfehlte zunächst eine scharfe Hereingabe von Schick, doch das Kunstleder landete vor den Füßen von Fountas, dessen Abschluss von Kobras gesichert werden konnte (47.). In den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel agierten die Hausherren jedoch völlig verunsichert. In der Defensive leisteten sich die Wiener gleich mehrere Schnitzer, was Gebauer und Fischer zwei hundertprozentige Torchancen eröffnete.

Doch die Abschlüsse der Altacher fielen jeweils nur ungenau aus. Gebauers Schuss zischte haarscharf am langen Eck vorbei (55.). Die Gäste aus Vorarlberg waren in den zweiten 45 Minuten drückend überlegen, doch vor dem Rapid-Tor agierte die Elf von Alex Pastoor unpräzise bzw. glücklos. In der 66. Minute musste sich Strebinger lang machen und einen starken Freistoß von Berisha aus dem Kreuzeck kratzen. Der enorme Druck der Vorarlberger ließ mit zunehmender Spieldauer jedoch nach, was Rapid freilich in die Karten spielte.

In der Nachspielzeit hatten die Altacher dennoch eine weitere Riesenchance auf den längst überfälligen Ausgleich: Etwas glücklich landete das Spielgerät bei Berisha, dessen Abschluss aus halblinker Position gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte. 

Stimmen zum Spiel

Dietmar Kühbauer, Trainer SK Rapid Wien: „Für die Zuschauer war es unterhaltsam, für die Trainer ein harter Kampf. Wir haben es uns selbst schwergemacht und haben uns viel vorzuwerfen. Das war nichts für schwache Nerven. Wir hätten es früher entscheiden können. Wir hatten keinen Zugriff auf die erste Halbzeit und haben keine Präsenz gezeigt. Wir müssen uns an der eigenen Nase packen.“

Taxiarchis Fountas, SK Rapid Wien: „Ich bin glücklich über den Sieg. Ich habe nicht gut gespielt, aber die drei Punkte sind wichtig. Das nächste Spiel wird es besser. Ich will dieser Mannschaft helfen.“

Alexander Pastoor, Trainer CASHPOINT SCR Altach: „Natürlich brauchen wir immer Punkte, aber auf ein Ergebnis kann man nichts bauen, auf eine Art des Spiels schon und das können wir schon annehmen.“

Manfred Fischer, CASHPOINT SCR Altach: „Es tut unglaublich weh, ich habe selten so ein Spiel erlebt. Bis auf die ersten zehn Minuten hat Rap eigentlich überhaupt keine Chance gehabt. Was wir heute geboten haben, war überragend.“

Quelle: Sky

Tipico Bundesliga, Grunddurchgang, 2. Runde

SK Rapid Wien - Cashpoint SCR Altach 2:1 (2:1)

Allianz-Stadion; 12.800 Zuschauer; SR Muckenhammer 

Tore: Fountas (4., 11.) bzw. Gebauer (27.)

Rapid: Strebinger - Müldür, Dibon, M. Hofmann, Ullmann - Grahovac, Knasmüllner (73./Wunsch) - Schick (67./Martic), Murg (88./Badji), Schobesberger - Fountas 

Altach: Kobras - Anderson (73./Casar), Maak, Thurnwald (88./Schreiner), Karic - Meilinger, Oum Gouet, Diakite, Gebauer (79./Pangop) - Fischer - M. Berisha

Gelbe Karten: Grahovac (65.) bzw. Maak (43.), Gebauer (44.), M. Berisha (47.)

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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