Ruppiges Spitzenspiel zwischen Rapid und WAC endet remis!

Das Spitzenspiel der 11. Bundesliga-Runde zwischen dem SK Rapid Wien und dem WAC hat keinen Sieger hervorgebracht. Beide Mannschaften trennten sich in einer ruppigen Partie mit einem 1:1-Remis. Taxiarchis Fountas brachte die Grün-Weißen in einer intensiv geführten ersten Hälfte, in der sich Rapid glücklich schätzen konnte, dass man diese mit elf Mann beenden durfte, in der 31. Minute in Führung. Die Partie im mit 21.200 Zuschauern gut besuchten Allianz-Stadion blieb auch nach dem Seitenwechsel sehr intensiv. Mario Leitgeb gelang in der 64. Minute nach einem Freistoß von Michael Liendl der Ausgleich zum 1:1. Rapid ist damit seit sechs Meisterschaftsspielen ungeschlagen - der WAC ist seit der 3. Runde (2:5 gegen Salzburg) ohne Pleite. 

Foto: GEPA/Wien Energie

Rapid im 3-4-1-2, Struber bietet Top-Elf auf 

Rapid-Coach Didi Kühbauer schickte seine Mannschaft in einem 3-4-1-2-System auf den Platz. Die Dreierabwehrkette bildeten Hofmann, Dibon und Barac. Davor agierten Stojkovic und Ullmann auf den Außenpositionen. Im Zentrum spielten Kapitän Stefan Schwab und Dejan Ljubicic. Christoph Knasmüllner agierte hinter den beiden Stürmern Aliou Badji und Taxiarchis Fountas.

Sein Gegenüber Gerhard Struber bot seine nominell stärkste Elf auf. Alexander Kofler, Nemanja Rnic, Michael Novak und Anderson Niangbo, die zuletzt gegen St. Pölten geschont worden waren, kehrten zurück in die Startformation der Kärntner. 

Harte Gangart in Wien-Hütteldorf  

Rapid startete offensiv ausgerichtet ins tabellarische Spitzenspiel der 11. Bundesliga-Runde. Vor allem über die Außenspieler Ullmann und Stojkovic kamen die Hütteldorfer immer wieder gefährlich ins vordere Drittel. Zunächst verfehlte Badji eine Hereingabe von Ullmann knapp (4.), ehe der freistehende Fountas nach einer Stojkovic-Hereingabe drüber schoss (10.). In der Folge wurde es gleich mehrmals laut im Allianz-Stadion, weil die Rapid-Anhänger mit einigen - korrekten - Foulentscheidungen von Referee Alexander Harkam alles andere als einverstanden waren.

Nach 24 Minuten gab es bereits drei Gelbe Karten zu verzeichnen. Die besseren Chancen, von denen es in dieser Partie allerdings nicht allzu viele zu vermelden gab, fanden aber weiterhin die Wiener vor: Knasmüllner schickte mit einem perfekt getimten Steilpass Taxiarchis Fountas auf die Reise, der WAC-Keeper Kofler zwar überspielte, sich den Ball aber zu weit vorlegte (23.). Und die ruppige Partie fand seine Fortsetzung: Rapid ging überhart in die Zweikämpfe und konnte sich glücklich schätzen, dass man nach einer halben Stunde noch zu elft agieren durfte.

Und zu allem Überfluss ging dem Führungstreffer der Hausherren ein weiteres Foul voraus: Mateo Barac mähte auf der linken Seite Shon Weissman um und leitete den Ball umgehend weiter. Über Stojkovic gelangte das Spielgerät zu Knasmüllner, dessen Schuss von der Stange zurück in den Strafraum prallte: Taxiarchis Fountas stand goldrichtig und staubte zu seinem 8. Saisontor ab - 1:0 (31.). WACs Co-Trainer Mohamed Sahli beschwerte sich über das vorangegangene Foul von Barac derart heftig, dass er von Schiedsrichter Harkam mit Rot auf die Tribüne geschickt wurde. Wie hart die erste Hälfte seitens der Grün-Weißen geführt wurde, belegten auch die Zahlen: Satte 12 Fouls verübten die Wiener. Die Kärntner dagegen nur zwei. 

Spiel bleibt auch nach dem Seitenwechsel ruppig - Mario Leitgeb gleicht aus 

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften zurück auf das Spielfeld des Allianz-Stadions. Und den ersten Abschluss in Halbzeit zwei verzeichneten die Wiener: Rapid-Toptorjäger Fountas versuchte es mit einem Schlenzer aus gut 20 Metern, der jedoch am Tor vorbei ging (48.). Wenig später hatten die Gäste aus dem Lavanttal Glück, dass Harkam ein klares Elfmeterfoul von Schmitz an Stojkovic übersehen hatte (55.).

Die Hausherren hatten die Partie nun klar im Griff und erspielten sich äußerst gute Torchancen: Zunächst verzog Badji aus aussichtsreicher Position recht deutlich (56.), ehe Taxiarchis Fountas nach einem feinen Steilpass in die Tiefe knapp am langen Eck vorbeischoss (59.). Wenig später fanden die Gäste ihre erste Chance in Halbzeit zwei vor: Anderson Niangbo verfehlte das Tor der Wiener per Distanzschuss nur haarscharf (62.). Kurz darauf glichen die Kärntner nach einer Standardsituation aus: Strebinger und Barac segelten an einem Liendl-Freistoß vorbei, den Mario Leitgeb letztlich vollkommen freistehend an der zweiten Stange verwerten konnte und zum 1:1 einköpfelte (64.).

In weiterer Folge waren es jedoch die Hausherren, die dem Führungstreffer näher waren: Taxiarchis Fountas hatte nur drei Minuten nach dem Ausgleich das 1:1 auf dem Fuß, doch Alexander Kofler konnte den Schuss des Griechen sehenswert entschärfen (67.). Auch in der Schlussphase wurde im Allianz-Stadion kräftig gefoult. Zwischen der 74. und 80. Minute zeigte Referee Harkam gleich vier Mal Gelb. In den Schlussminuten wurde es auf beiden Seiten nochmals gefährlich: Zunächst konnte Dibon in höchster Not vor Weissman klären (86.), ehe der Rapid-Verteidiger auf der anderen Seite haarscharf daneben köpfelte (87.). Letztendlich blieb es jedoch beim wohl leistungsgerechten 1:1-Remis. 

Stimmen zur ruppigen Gangart der Rapidler

Tipico Bundesliga, Grunddurchgang, 11. Runde

SK Rapid Wien - RZ Pellets WAC 1:1 (1:0)

Allianz-Stadion; 21.200 Zuschauer; SR Harkam

Zum Live-Ticker Rapid gegen WAC

Tore: Fountas (31.) bzw. Leitgeb (64.)

Rapid: Strebinger - M. Hofmann, Dibon, Barac - Stojkovic (81./Auer), D. Ljubicic, Schwab, Ullmann - Knasmüllner (68./Murg) - Fountas, Badji (58./Arase)

WAC: Kofler - Novak, Sollbauer, Rnic, Schmitz - Schmid, Leitgeb, Liendl (76./A. Schmidt), Ritzmaier - Weissman (88./Schmerböck), Niangbo

Gelbe Karten: D. Ljubicic (14.), Fountas (19.), Badji (33.), Murg (74.), M. Hofmann (78.), Schwab (82.) bzw. Rnic (23.), Novak (49.), Schmid (80.), Sollbauer (90.+2)

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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